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2023
GESCHÄFTSBERICHT
KENNZAHLEN
2023
2022
2021
2020
2019
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Umsatz
121.787
117.594
97.842
86.378
100.070
Veränderung in %
3,6
20,2
13,3
-13,7
5,9
EBITDA
1
16.393
11.637
11.539
8.484
14.111
EBITDA-Marge in %
13,5
9,9
11,8
9,8
14,1
EBIT
1
9.951
5.061
5.123
1.587
8.383
EBIT-Marge in %
8,2
4,3
5,2
1,8
8,4
EBT
1
7.693
5.144
6.457
-2.562
7.854
Operativer Cashflow
13.393
5.166
2.448
21.209
4.354
Eigenkapitalquote in %
43,1
42,2
44,7
44,5
47,7
Eigenkapitalrendite in %
9,0
7,7
8,5
-5,2
7,4
Net Debt
26.789
27.641
28.568
23.333
35.381
Net Debt / EBITDA
1
1,63
2,38
2,48
2,75
2,51
Working Capital in % des Umsatzes
2
32,0
31,0
30,3
28,0
33,8
ROCE in %
8,8
5,0
3,8
2,4
4,9
Investitionen in Sachanlagen
8.885
3.387
6.464
8.064
6.914
Abschreibung
6.443
6.576
6.416
6.897
5.728
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
603
598
598
593
577
Anzahl der konsolidierten Gesellschaften
13
13
13
13
11
1
Im Geschäftsjahr 2019 bereinigt um Einmaleffekte
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
01_KOPFZEILE_5PT_01
GESCHÄFTS-
BERICHT
2023
RATH KONZERN
INHALT
6
8
10
13
24
26
30
45
Konzernbilanz
45
Konzerngewinn- und -verlustrechnung
47
Konzerngesamtergebnisrechnung
48
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
48
Konzerngeldflussrechnung
49
Konzernanhang
50
109
117
119
GESCHÄFTSBERICHT2023 RATH KONZERN
SHORT VIEW |
2023
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
SHORT VIEW |
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
VORWORT DES VORSTANDS
VORWORT DES VORSTANDS |
SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,
TROTZ STARKEM GEGENWIND KONNTEN WIR UNSERE ZIELE IM JAHR 2023
VOLLINHALTLICH ERREICHEN!
Das Jahr 2023 forderte wieder einmal unsere ganze
Kraft, denn die weltweite Industrie ist im Umbruch. Die
Märkte und die Bedürfnisse unserer Kunden wandeln
sich rasant.
Der fortwährende Krieg in der Ukraine, der Krieg im
Nahen Osten und die zunehmenden geopolitischen
Spannungen geben uns Anlass zur Sorge.
Die Konjunktursituation ist aufgrund der vielen
negativen Entwicklungen angespannt, hinzu kommen
neben steigenden Zinsen die anhaltende hohe
Inflation. Ein strukturell höheres Energiepreisniveau in
Europa, eine ausgeprägte Wachstumsschwäche und
die Überregulierung in Europa fordern uns besonders
heraus.
Aber wir nehmen diese Herausforderungen an,
entsprechend unserer Wachstumsstrategie „Evolution
2030+“ blicken wir nach vorne, um unserer
Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und neue Wege zu
gehen. Wir wollen weiterhin, trotz Gegenwind
weltweit profitabel wachsen.
Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2023 zurück.
Die Preisanpassungen, die wir im Jahr 2022
vorgenommen hatten, wurden mit den Auslieferungen
nun realisiert. Unsere Produktionskapazitäten
bewegten sich wieder unter 100%. Dennoch ist eine
Preisentspannung nicht zu sehen, weder bei den
Rohstoffen noch in Europa bei der Energie. Die Kosten
für Energie wurden günstiger aber in Europa mit den
neuen Umlagen, Abgaben und Steuern wurde der
positive Effekt nahezu eliminiert.
Weiterhin arbeiten wir an der Umsetzung einer noch
ressourceneffizienteren Produktion. Im Vorjahr wurde
ein Maßnahmenkatalog erstellt, den wir mit Hochdruck
abarbeiten. Unser realistisches Einsparungspotential
liegt hier bei 25% und mehr!
Im Februar 2024 konnten wir in den indischen Markt
einsteigen. Diese Investition sichert uns mehr
Produktionskapazitäten in einem absoluten
Boommarkt und bringt RATH die Möglichkeit auch über
Indien hinaus die Wertschöpfungskette zu vertiefen.
Wie wird sich das Jahr 2024 entwickeln? Wir sehen
weiterhin sich verändernde Märkte mit mehr
Marktbegleitern, vor allem aus Asien, die, stärker denn
je, nach Europa und den USA drängen. Damit gehen wir
von einer Seitwärtsbewegung im Umsatz aus, bei einer
leichtfallenden Profitabilität, aufgrund engerer Märkte
und größerem Wettbewerb. Die US Wahl im Herbst
wird wieder ein Richtungsweiser für die weltweite
Wirtschaftsentwicklung werden. Doch wir wären nicht
RATH, wenn wir nicht unseren Blick nach vorne richten
würden, unserem Erfolg über 133 Jahre verpflichtet
werden wir weiterhin mit neuen Produkten in den
Markt starten und über weitere Kooperationen oder
aber auch Akquisitionen berichten.
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
VORWORT DES VORSTANDS |
DI Ingo Gruber (COO, CTO), Mag Alexandra Rester (CFO), Andreas Pfneiszl (CSO)
Ihr Vorstand
Andreas Pfneiszl
DI Ingo Gruber
Mag Alexandra Rester
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DIE AKTIE
| DIE AKTIE
> BÖRSENKENNZAHLEN
ISIN
AT0000767306
Wertpapierkürzel
RAT
Marktsegment
Standard Market Auction
Handelssegment
Amtlicher Handel
Aktiengattung
Stimmberechtigte nennbetragslose Stückaktien
Anzahl der Aktien
1.500.000
Aktienkurs 29.12. 2023
27,20 EUR
Börsenkapitalisierung
40.800.000 EUR
Gewinn/Aktie
3,5
> KAPITALMARKTKALENDER 2024
30. September 2024
Halbjahresergebnis 2024
13. Mai 2024
ordentliche Hauptversammlung
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
DIE AKTIE
DIE AKTIE |
AKTIE
Die RATH Aktie
Der Verlauf des Aktienkurses der RATH Gruppe im Jahr 2023 war bedingt durch die Energiekrise,
ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine vergleichbar volatil wie 2022. Nach einem Kurs von 26,20 EUR
zum Jahresbeginn 2023 kam es zu einer leichten Erhöhung bis zum 31.03.2023. Nach einem Höchststand
des Aktienkurses von 30.00 EUR zum 5. Juni 2023 fiel dieser bis zum 30. Juni 2023 auf 26,80 EUR. Bis zum
30. September 2023 kam es zur Erholung des Kurses und konnte mit 28,00 EUR schließen. Zum 31.
Dezember 2023 notierte unsere Aktie bei 27,20 EUR und verzeichnete somit für das Jahr 2023 einen
Kursgewinn i.H.v. 3,8%. Dieser liegt ca. 60,5% Punkte unter jenem des ATX.
Investor Relations
Ziel der Kapitalmarktkommunikation der RATH AG ist es, die Financial Community über marktrelevante
Entwicklungen zeitnah und umfassend zu informieren. Als verständiger Ansprechpartner sehen wir uns
imstande, eine faire und angemessene Bewertung der RATH-Aktie zu schaffen. Im Fokus steht dabei
stets ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Unternehmens nach dem Prinzip „True
and Fair View“ zu vermitteln.
Investor Relations ist für uns nicht nur die Verpflichtung, unsere Aktionäre über das Unternehmen zu
informieren, sondern auch eine Chance, neue Investoren im In- und Ausland zu gewinnen.
Investor Relations Officer
Alexandra Rester
E-Mail: ir@rath-group.com
Internet: www.rath-group.com
KONSOLIDIERTER
CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT
GEMÄSS §243C UND §267B UGB
13
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
KONSOLIDIERTER CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT
ERKLÄRUNG GEMÄSS §§ 243C UND 267B UGB
14 | CORPORATE GOVERNANCE
RATH bekennt sich uneingeschränkt zur Einhaltung der im Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) festgelegten
Verhaltensregeln und sieht darin eine wesentliche Voraussetzung für verantwortungsbewusste Unternehmensführung. Der Vorstand und der
Aufsichtsrat sowie alle Mitarbeiter der RATH Gruppe haben sich zur Wahrung des Kodex verpflichtet.
Der ÖCGK basiert auf freiwilliger Selbstverpflichtung und geht über die gesetzlichen Anforderungen an eine Aktiengesellschaft hinaus.
Aufgrund des Bekenntnisses zum ÖCGK hat die RATH Gruppe nicht nur den gesetzlichen Anforderungen, den L-Regeln (“Legal Requirements”),
zu genügen. Vielmehr bewirkt diese freiwillige Selbstverpflichtung, dass sie die Nichteinhaltung von C-Regeln (“Comply or Explain”) – das sind
Regeln, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen zu begründen hat. Im Sinne dieser Systematik erklärt die RATH Gruppe die
Abweichungen von den C-Regeln wie folgt:
ABWEICHUNGEN VON C-REGELN UND ERLÄUTERUNG
C-Regel 16
Der ÖCGK sieht gemäß C-Regel 16 einen Vorstandsvorsitzenden vor. Bei der RATH Gruppe üben die Mitglieder des Vorstandes, Herr Andreas
Pfneiszl, Herr DI Ingo Gruber und Frau Mag. Alexandra Rester, die Gesamtverantwortung gemeinsam aus. Der Aufsichtsrat hat keinen
Vorstandsvorsitzenden bestellt. Eine klare Aufgabenverteilung sowie kurze, direkte Kommunikationswege erfordern dies nicht. Herr Andreas
Pfneiszl übernimmt dabei die Rolle als Sprecher des Vorstandes.
C-Regel 18
Der ÖCGK sieht gemäß C-Regel 18 vor, dass in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens eine interne Revision als eigene Stabstelle des
Vorstands einzurichten oder an eine geeignete Institution auszulagern ist. Im Hinblick auf die Unternehmensgröße gibt es in der Rath AG keine
eigene Stabstelle „Interne Revision“ die Aufgaben werden von der Stabsstelle „Qualitäts- und Prozessmanagement“ übernommen. Die
Revisionsaufgaben werden anlassfallbezogen im gemeinsamen Zusammenwirken von Vorstand und der Stabsstelle durchgeführt,
gegebenenfalls werden externe Berater hinzugezogen. Darüber hinaus ist eine interne Kontroll- und Reportingsystematik aufgesetzt, die den
Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird
regelmäßig über die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement im Konzern informiert.
C-Regel 27
Gemäß C-Regel 27 ist bei Abschluss von Vorstandsverträgen vorzusehen, dass die variablen Vergütungsteile insbesondere an nachhaltige,
langfristige und mehrjährige Leistungskriterien anknüpfen und auch nicht-finanzielle Kriterien miteinbeziehen. Darüber hinaus sind für variable
Vergütungskomponenten messbare Leistungskriterien sowie betragliche oder als Prozentsätze der fixen Vergütungsteile bestimmte
Höchstgrenzen im Voraus festzulegen. Ebenfalls vorzusehen ist, dass die Gesellschaft variable Vergütungskomponenten zurückfordern kann,
wenn sich herausstellt, dass diese auf der Grundlage von offenkundig falschen Daten ausgezahlt wurden. In Bezug auf die variable Vergütung
des Vorstandes wurden vom Aufsichtsrat der Rath AG für das Geschäftsjahr 2023 keine nachhaltigen, langfristigen und/oder mehrjährigen
Leistungskriterien festgeschrieben und besteht auch keine Regelung zur Zurückforderung variabler Vergütungskomponenten („claw-back“).
C-Regel 27a
Der ÖCGK sieht gemäß C-Regel 27a vor, dass bei Abfindungszahlungen im Rahmen von getroffenen Vereinbarungen bei vorzeitiger Beendigung
der Vorstandstätigkeit die Umstände des Ausscheidens des betreffenden Vorstandsmitglieds und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens
zu berücksichtigen sind. Die Vorstandsverträge sehen im Rahmen einer etwaigen Abfindung eine Grenze in Höhe von zwei
Jahresgesamtvergütungen vor. Es besteht jedoch keine Einschränkung auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens.
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KONSOLIDIERTER CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT
ERKLÄRUNG GEMÄSS §§ 243C UND 267B UGB
CORPORATE GOVERNANCE | 15
C-Regel 36
Gemäß C-Regel 36 befasst sich der Aufsichtsrat jährlich mit der Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere mit seiner Organisation und
Arbeitsweise. Der Großteil der Aufsichtsratsmitglieder der Rath AG ist bereits seit vielen Jahren als Aufsichtsrat tätig und die Abläufe und
Aufgaben sind bekannt und gut eingespielt. Dennoch ist der Aufsichtsrat stets bestrebt, seine Organisation, Arbeitsweise und Effizienz ständig
zu verbessern. Eine explizite und dokumentierte Selbstevaluierung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Februar 2023 stattgefunden. Die
nächste Selbstevaluierung ist im Jahr 2024 geplant.
Der Corporate-Governance-Bericht der RATH AG entspricht auch dem konsolidierten Corporate-Governance-Bericht der RATH Gruppe. Der für
das Geschäftsjahr 2023 gültige ÖCGK (Fassung: Jänner 2023) kann auf der Website des österreichischen Arbeitskreises für Corporate
Governance (www.corporate-governance.at/kodex/), aber auch auf jener der RATH AG (www.rath-group.com) abgerufen werden.
RATH wendet den ÖCGK in der Fassung Jänner 2023,
begleitet von den folgenden Erläuterungen, an:
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ERKLÄRUNG GEMÄSS §§ 243C UND 267B UGB
16 | CORPORATE GOVERNANCE
Zusammensetzung des Vorstands
Der Vorstand der RATH AG bestand zum 31. Dezember 2023 aus drei Mitgliedern.
Herr Andreas Pfneiszl ist seit seiner Erstbestellung am 10. Juni 2013 als Mitglied des Vorstandes für die Bereiche Strategie, Verkauf, Marketing,
Recht, Personal sowie IT verantwortlich.
Herr DI Ingo Gruber ist seit 1. Oktober 2019 als Mitglied des Vorstands für die Bereiche Produktion sowie Forschung & Entwicklung, SCM und
Qualitätsmanagement zuständig.
Am 2. Mai 2023 hat der Aufsichtsrat Frau Mag. Alexandra Rester mit Wirkung zum 1. Juni 2023 in den Vorstand der Rath AG berufen. Frau Mag.
Alexandra Rester ist für die Bereiche Finance, Investor Relations, Compliance, ESG und Treasury zuständig.
Der Aufsichtsrat hat keinen Vorstandsvorsitzenden bestellt. Herr Andreas Pfneiszl übernimmt wie in den Vorjahren die Rolle als Sprecher des
Vorstandes.
› VORSTANDSMITGLIEDER
TITEL
NAME
FUNKTION
GEBURTSDATUM
ERSTBESTELLUNG
ENDE DER
FUNKTIONSPERIODE
AUFSICHTSRATSMANDATE UND/ODER
VERGLEICHBARE FUNKTIONEN IN ANDEREN,
NICHT IN DEN KONZERNABSCHLUSS
EINBEZOGENEN GESELLSCHAFTEN
Andreas Pfneiszl
Mitglied des
Vorstands
1. Dezember 1969
10. Juni 2013
31. Dezember 2027
keine
DI
Ingo Gruber
Mitglied des
Vorstands
19. April 1962
1. Oktober 2019
31. Dezember 2025
keine
Mag.
Alexandra Rester
Mitglied des
Vorstands
2. April 1971
1. Juni 2023
31. Dezember 2026
Stellvertretende Vorsitzende
Kommunale Immobilien
Liegenschaftsverwaltungs- und
Verwertungsgesellschaft m.b.H. Stockerau
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ERKLÄRUNG GEMÄSS §§ 243C UND 267B UGB
CORPORATE GOVERNANCE | 17
Andreas PFNEISZL
DI Ingo GRUBER
Verantwortungsbereiche
Verantwortungsbereiche
Vorstand für Vertrieb
Vorstand für Produktion und Technik
Zugeordnete Konzernfunktionen
Zugeordnete Konzernfunktionen
Strategie, Verkauf, Marketing, Recht,
Personal sowie IT
Produktion, Forschung &
Entwicklung, SCM und
Qualitätsmanagement
Konzerngesellschaften
Konzerngesellschaften
Mitglied des Vorstands der RATH AG,
Mitglied des Vorstands der RATH AG,
Mitglied der Geschäftsführung der
Mitglied der Geschäftsführung der
RATH Business Services GmbH, der
RATH Business Services GmbH, der
RATH GmbH und der RATH Sales
Aug. RATH jun. GmbH, RATH GmbH
GmbH & Co KG
und der RATH Sales GmbH & Co KG
Mag. Alexandra RESTER
Verantwortungsbereiche
Vorstand für Finanzen
Zugeordnete Konzernfunktionen
Finance, Investor Relations, Compliance, ESG
und Treasury
Konzerngesellschaften
Mitglied des Vorstands der RATH AG
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KONSOLIDIERTER CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT
ERKLÄRUNG GEMÄSS §§ 243C UND 267B UGB
18 | CORPORATE GOVERNANCE
› AUFSICHTSRATSMITGLIEDER
TITEL
NAME
FUNKTION
GEBURTSDATUM
ERSTBESTELLUNG
ENDE DER
FUNKTIONSPERIODE
AUFSICHTSRATSMANDATE UND/ODER
VERGLEICHBARE FUNKTIONEN IN
BÖRSENNOTIERTEN GESELLSCHAFTEN
Mag.
Stefan
Ehrlich-Adám
Vorsitzende
r des
Aufsichtsrat
s
19. Mai 1964
25. Juni 2013
Bis zur ordentlichen
Hauptversammlung
im Jahr 2028
keine
WP
Mag.
Philipp Rath
Stellvertrete
r des
Vorsitzende
n
3. Juli 1966
17. Juli 2003
Bis zur ordentlichen
Hauptversammlung
im Jahr 2028
keine
Mag.
Dieter Hermann
Mitglied des
Aufsichtsrat
s
10. Januar 1966
25. Juni 2013
Bis zur ordentlichen
Hauptversammlung
im Jahr 2028
keine
Dr.
Andreas Meier
Mitglied des
Aufsichtsrat
s
10. Juli 1962
1. Juni 2016
Mit der ordentlichen
Hauptversammlung
am 2. Juni 2023
keine
Mag.
Dr.
Ulla Reisch
Mitglied des
Aufsichtsrat
s
22. April 1968
27. Mai 2018
Bis zur ordentlichen
Hauptversammlung
im Jahr 2028
Mitglied des Aufsichtsrats der LEONI AG
DI Dr.
Matthias Rath
Mitglied des
Aufsichtsrat
s
17. März 1968
02. Juni 2023
Bis zur ordentlichen
Hauptversammlung
im Jahr 2028
keine
Diversität und Maßnahmen zur Förderung von Frauen
Bei der Auswahl der Mitglieder des Aufsichtsrats stehen fachliche Qualifikation, persönliche Kompetenz und langjährige Erfahrung in
Führungspositionen im Vordergrund. Darüber hinaus werden Aspekte der Diversität, der Internationalität, der Vertretung beider Geschlechter
und der Altersstruktur seiner Mitglieder bestmöglich berücksichtigt. Dem Aufsichtsrat gehört eine Frau an. Der Frauenanteil beträgt damit 20
%. Alle Mitglieder sind österreichische Staatsbürger.
Bei der Auswahl der Mitglieder des Vorstands sorgt der Aufsichtsrat dafür, dass eine langfristige Nachfolgeplanung eingehalten wird. Bei der
Sichtung von Kandidatinnen und Kandidaten für eine Vorstandsposition stellen deren fachliche Qualifikation für das zu übernehmende Ressort,
überzeugende Führungsqualitäten, bisherige Leistungen sowie Kenntnisse über das Unternehmen aus Sicht des Aufsichtsrats die
grundlegenden Eignungskriterien dar. Darüber hinaus haben Frauen und Männer im Auswahlprozess dieselben Chancen. Im Rahmen seiner
Entscheidung berücksichtigt der Aufsichtsrat nachfolgende Aspekte:
1. Die Mitglieder des Vorstands sollen über eine langjährige Führungserfahrung verfügen und möglichst Erfahrung aus unterschiedlichen
Berufen mitbringen.
2. Mindestens ein Mitglied des Vorstands soll eine technische Ausbildung bzw. langjährige technische Berufserfahrung haben.
3. Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit über eine langjährige Erfahrung auf den Gebieten Produktion, Vertrieb, Finanzen und
Personalführung verfügen.
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CORPORATE GOVERNANCE | 19
Eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand wird nicht festgelegt. Über die konkrete Besetzung der Vorstandsposition entscheidet der
Aufsichtsrat im Unternehmensinteresse und ausschließlich unter Würdigung fachlicher und persönlicher Qualifikationen im Einzelfall.
Seit Juni 2023 gehört Frau Mag. Alexandra Rester dem Vorstand an. Der Frauenanteil beträgt damit rund 33 %. Alle Mitglieder sind
österreichische Staatsbürger.
In zahlreichen Bereichen der zweiten Berichtsebene haben Frauen Führungsfunktionen inne. Der Anteil an Frauen der zweiten Führungsebene
betrug per 31. Dezember 2023 gruppenweit 17% (Vorjahr: 13 %).
Die RATH Gruppe unterstützt und fördert die Anstellung von Frauen, insbesondere in technischen Bereichen. Dabei ist die RATH Gruppe
allerdings sehr oft mit der Situation konfrontiert, dass in vielen Ländern noch immer deutlich weniger Frauen als Männer technische Berufe
ergreifen bzw. technische Studien absolvieren. Die RATH Gruppe fördert daher verschiedene Initiativen, um Frauen für einen technischen Beruf
bzw. den Beginn eines Technikstudiums zu begeistern. Dazu zählt unter anderem die regelmäßige Teilnahme an verschiedenen
Veranstaltungen wie Rekrutierungs- und Berufsorientierungs-tagen für junge Frauen an Universitäten und Fachhochschulen. Die RATH Gruppe
setzt auch Maßnahmen und tätigt Investitionen, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern. Überdies wird im
Rekrutierungsprozess großes Augenmerk auf die strenge Gleichbehandlung der Geschlechter gelegt. Die RATH Gruppe wird bei allen
Bemühungen zur Förderung von Mitarbeiter:innen allerdings alles unterlassen, was zu einer Benachteiligung von Männern führen würde.
Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder
Nach der C-Regel 53 des ÖCGK hat die Mehrheit der von der Hauptversammlung gewählten oder von Aktionären aufgrund der Satzung
entsandten Mitglieder des Aufsichtsrats von der Gesellschaft und deren Vorstand unabhängig zu sein. Als unabhängig anzusehen ist ein
Aufsichtsratsmitglied, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen
materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen. Der Aufsichtsrat verweist auf die
Generalklausel der C-Regel 53 und die Leitlinien des ÖCGK im Anhang 1. Ausgehend von diesen Kriterien haben sich alle Aufsichtsratsmitglieder
bis auf Herr WP Mag. Philipp Rath für unabhängig erklärt. Herr WP Mag. Philipp Rath, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der RATH
AG, gehört bereits länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat an.
Ausschüsse und Tätigkeit des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der RATH AG setzt sich aus Experten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen und hält in regelmäßigen Abständen
Sitzungen ab, die sich unter anderem auch mit strategischen sowie mit Bilanzbelangen des Unternehmens befassen. Dem Aufsichtsrat gehören
seit der Hauptversammlung vom 2. Juni 2023 folgende Personen an: Herr Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender), Herr WP Mag. Philipp Rath
(Stellvertreter des Vorsitzenden), Herr Mag. Dieter Hermann, Frau Mag. Dr. Ulla Reisch und Herr DI Dr. Matthias Rath. In diesem Rahmen ist der
Aufsichtsrat der RATH AG auch in alle grundlegenden Entscheidungen des Vorstands als beratendes Organ involviert.
Die RATH AG verfügt über einen Prüfungs-, Strategie- und Vergütungsausschuss.
Dem Prüfungsausschuss gehören seit der Hauptversammlung vom 2. Juni 2023 folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an: Herr Mag. Stefan
Ehrlich-Adám als Vorsitzender, Herr WP Mag. Philipp Rath, Herr Mag. Dieter Hermann und Frau Mag. Dr. Ulla Reisch. Der Prüfungsausschuss hat
insbesondere folgende Aufgaben: die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Überwachung der Wirksamkeit des internen
Kontrollsystems, die Überwachung der Abschlussprüfung und der Konzernabschlussprüfung, die Prüfung und Überwachung der
Unabhängigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers), die Erstattung des Berichts über das Ergebnis der Abschlussprüfung an den
Aufsichtsrat, die Prüfung des Jahresabschlusses und die Vorbereitung seiner Feststellung, die Prüfung des Vorschlags für die Gewinnverteilung,
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
KONSOLIDIERTER CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT
ERKLÄRUNG GEMÄSS §§ 243C UND 267B UGB
20 | CORPORATE GOVERNANCE
des Lageberichts, des Corporate-Governance-Berichts, der nichtfinanziellen Erklärung (§ 243b UGB) sowie die Erstattung des Berichts über die
Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat, gegebenenfalls die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts, des konsolidierten
Corporate-Governance-Berichts sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat und die Durchführung des
Verfahrens zur Auswahl des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers). Der Prüfungsausschuss hielt zwei Sitzungen ab. Im April 2023 hat
der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers die Schlussbesprechung für das Geschäftsjahr 2022 durchgeführt. Es wurden
Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernjahresabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des
Jahresabschlusses empfohlen, sowie (ohne Anwesenheit des Abschlussprüfers) eine Empfehlung für die Wahl des Wirtschaftsprüfers für das
folgende Jahr ausgesprochen. In der Sitzung im Dezember 2023 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und
Konzernjahresabschlussprüfung informiert.
Der Strategieausschuss berät den Vorstand bei der Festlegung von Grundsätzen der Geschäftsstrategie. Er besteht aus vier Mitgliedern: Herr
WP Mag. Philipp Rath (Vorsitzender), Herr Mag. Stefan Ehrlich-Adám, Herr Mag. Dieter Hermann und Herr DI Dr. Matthias Rath. Der
Strategieausschuss hat im Jahr 2023 einmal getagt. Den Schwerpunkt der Sitzung im Dezember 2023 bildete die Präsentation eines After-
Sales-Service-Konzeptes für Europa.
Der Vergütungsausschuss befasst sich insbesondere mit dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern und bereitet
Beschlüsse zum Thema Vergütung vor. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fand eine Sitzung des Vergütungsausschuss statt. Dem
Vergütungsausschuss gehören Herr Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender), Herr WP Mag. Philipp Rath und Herr DI Dr. Matthias Rath (ab 2.
Juni 2023) bzw. gehörte Herr Dr. Andreas Meier (bis 2. Juni 2023) an. Schwerpunkt der Sitzung im März 2023 war die Feststellung über die
Zielerreichung des Vorstands im Jahr 2022 als Basis für den variablen Vergütungsanteil, sowie die Festsetzung der Ziele für das Jahr 2023.
Die Aufgaben des Aufsichtsrats sind in der Satzung sowie gesetzlich geregelt. Seine Aufgaben nahm der Aufsichtsrat in sechs Sitzungen
(inklusive der konstituierenden Sitzung) wahr.
In der Sitzung im März 2023 wurde über das Geschäftsjahr 2022 berichtet, sowie über den Geschäftsverlauf 2023 und die Werksauslastungen
2023. Der Vorstand berichtete außerdem über Initiativen im Bereich ESG. Darüber hinaus wurde die Suche eines weiteren Mitglieds des
Vorstands für den Bereich Finanzen und eine neue Geschäftsordnung für den Vorstand beschlossen.
In der Sitzung im April 2023 wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht 2022, sowie der Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2022
geprüft. Der Jahresabschluss 2022 wurde entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die
Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2022 gebilligt. Es wurde außerdem der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers beschlossen und
über die aktuelle Geschäftslage berichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats beschlossen überdies die Beschlussvorschläge zur
Hauptversammlung und wiesen auf das Auslaufen der Aufsichtsmandate aller Aufsichtsräte zur Hauptversammlung am 2. Juni 2023 hin.
In der Sitzung im Juni 2023 wurde Frau Mag. Alexandra Rester als neues Mitglied des Vorstandes (CFO) begrüßt. Die Sitzung diente insbesondere
der Vorbesprechung der Hauptversammlung und dem Bericht zur aktuellen Geschäftslage. Dem Aufsichtsrat wurde auch ein Update zum Thema
Energiepreise gegeben. Herr Dr. Andreas Meier wurde als ausscheidendes Mitglied des Aufsichtsrats verabschiedet.
In der am selben Tag, nach der Hauptversammlung, stattfindenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden die Mitglieder des
Aufsichtsrates in die einzelnen Ausschüsse gewählt, gleichzeitig begrüßten die Aufsichtsräte das neue Mitglied, Herrn DI Dr. Matthias Rath.
In der Sitzung im September 2023 wurde über die aktuelle Geschäftslage, inklusive einem Überblick über die Kapazitätsauslastungen in den
Produktionswerken erörtert. Außerdem wurde das Halbjahresergebnis 2023 besprochen und über den Forecast 2023 diskutiert. Eine
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KONSOLIDIERTER CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT
ERKLÄRUNG GEMÄSS §§ 243C UND 267B UGB
CORPORATE GOVERNANCE | 21
Partnerschaft in Form eines Joint Ventures in Indien wurde ebenfalls ausführlich erörtert. Darüber hinaus wurde Herr WP Mag. Philipp Rath vom
Aufsichtsrat zum ESG-Verantwortlichen bestellt.
In der letzten Sitzung des Jahres im Dezember 2023 wurde im Wesentlichen der Ausblick für das nächste Jahr und das Budget für 2024 inklusive
das Investitionsbudget 2024 besprochen und freigegeben.
Die Präsenzquote lag bei 97 % (Vorjahr: 100 %). Mitgliedern des Aufsichtsrats der RATH AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Bericht zu C-Regel49
Rödl & Partner Atlanta, USA, wurde mit der Prüfung des Abschlusses 2023 der amerikanischen Konzerngesellschaften RATH Inc. sowie RATH
LLC beauftragt. Herr WP Mag. Philipp Rath ist Partner der Schwestergesellschaft Rödl & Partner Wien, Österreich.
Wirtschaftsprüfer
Bei der am 2. Juni 2023 abgehaltenen 34. ordentlichen Hauptversammlung der RATH AG wurde die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wien, zum
unabhängigen Abschlussprüfer für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2023 der RATH AG gewählt.
Veränderungen nach dem Abschlussstichtag
Es gab keine wesentlichen Veränderungen zwischen dem Abschlussstichtag und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Corporate-Governance-
Berichts.
Der Vorstand
Andreas Pfneiszl
DI Ingo Gruber
WIEN, 03. April 2024
Mag. Alexandra Rester
ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
GEMÄSS §124 (1) Z 3 BÖRSENGESETZ
23
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ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
GEMÄSS §124 (1) Z 3 BÖRSENGESETZ
| ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS) in der Europäischen Union (EU) aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023
ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der
Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2023 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage
des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten
beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit dem österreichischen Unternehmens-
gesetzbuch (UGB) aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 des Mutterunternehmens ein
möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der
Lagebericht zum 31. Dezember 2023 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des
Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das
Unternehmen ausgesetzt ist.
Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2023 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise
Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.
WIEN, 03. April 2024
Der Vorstand
Andreas Pfneiszl
DI Ingo Gruber
Mag Alexandra Rester
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
25
01_KOPFZEILE_5PT_01
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
| BERICHT DES AUFSICHTSRATS
SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE!
Der Aufsichtsrat der RATH AG nahm auch im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden
Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Insbesondere überwachte der Aufsichtsrat die Arbeit der
Geschäftsführung des Vorstands regelmäßig.
Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war durch einen intensiven und vertrauensvollen Austausch
gekennzeichnet. Hierzu hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig ausführlich über die Entwicklung
der RATH AG sowie der RATH Gruppe unterrichten lassen.
Dem Aufsichtsrat wurde insbesondere die Markt- und Absatzsituation, die Auslastungen der einzelnen Werke
und der Stand der Forschungs- & Entwicklungstätigkeiten vor dem Hintergrund der sehr herausfordernden
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der finanziellen Lage der Gesellschaft und der einzelnen
Tochtergesellschaften, deren aktuelle und prognostizierte Ertragsentwicklung, sowie die
Unternehmensplanung erläutert. Auch berichtete der Vorstand laufend von potenziellen M&A-Aktivitäten,
sowie entsprechend der Strategie “Evolution 2030+über die strategischen Ziele des Unternehmens. Über
aktuelle Entwicklungen und bedeutsame Einzelsachverhalte wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats stets
zeitnah und umfassend informiert. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat
frühzeitig eingebunden. Soweit zu Einzelmaßnahmen des Vorstands nach Gesetz oder Satzung die
Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, hat der Aufsichtsrat darüber Beschluss gefasst. Auch
außerhalb der Aufsichtsratssitzungen steht der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem
Informationsaustausch mit dem Sprecher des Vorstands.
Im Berichtsjahr 2023 fand in sechs Sitzungen (inklusive einer konstituierenden Sitzung) ein intensiver
Informationsaustausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat statt, bei dem über die wirtschaftliche Lage und
die strategische Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe sowie über wesentliche Ereignisse,
Investitionen und Maßnahmen beraten wurde. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat monatlich über die
aktuelle Umsatz- und Marktentwicklung informiert. Dem Aufsichtsrat wurde in ausreichendem Maße
Gelegenheit geboten, seiner Informations-, und Überwachungspflicht nachzukommen. Die Sitzungen wurden
mit Zustimmung aller Mitglieder bei Bedarf mit der Möglichkeit einer virtuellen Teilnahme abgehalten. Wir
haben somit die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben vollständig erfüllt. Wir haben den
Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung überwacht. Es gab keinen
Anlass zur Beanstandung der Geschäftstätigkeit des Vorstands.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2023 fanden sechs Sitzungen (inklusive einer konstituierenden Sitzung) statt. Bis auf wenige
Ausnahmen haben die Mitglieder stets persönlich teilgenommen; die Präsenz lag bei 97%.
In der Sitzung im März 2023 in Wien wurde über das Geschäftsjahr 2022 berichtet, sowie über den
Geschäftsverlauf und die Werksauslastungen. Der Vorstand berichtet auch über die Aktivitäten zu ESG. Es
wurde weiters die Geschäftsordnung des Vorstands überarbeitet und beschlossen, sowie die Suche eines
weiteren Vorstandsmitglieds für Finanzen beschlossen.
In der Sitzung im April 2023 in Wien wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht 2022, sowie der
Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2022 geprüft, der Jahresabschluss 2022 entsprechend der
Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Ergebnisverwendung für das
Geschäftsjahr 2022 gebilligt. Überdies wurde der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers beschlossen und
über die aktuelle Geschäftslage berichtet. Die Beschlussvorschläge zur Hauptversammlung wurden einstimmig
beschlossen, auch wurde in Bezug auf das Auslaufen der Aufsichtsratsmandate aller Aufsichtsräte zur
Hauptversammlung am 2. Juni 2024 hingewiesen.
In der Sitzung im Juni 2023 in Wien wurde Frau Mag. Alexandra Rester als neue CFO begrüßt. Die Sitzung diente
vorwiegend der Vorbesprechung zur Hauptversammlung und dem Bericht der aktuellen Geschäftslage, es
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BERICHT DES AUFSICHTSRATS
BERICHT DES AUFSICHTSRATS |
wurde auch ein Update zum Thema Energiepreise gegeben. Herr Dr. Andreas Meier wurde von allen
Aufsichtsräten herzlich verabschiedet. In der am selben Tag, nach der Hauptversammlung, stattfindenden
konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden die Mitglieder des Aufsichtsrates in die einzelnen Ausschüsse
gewählt, gleichzeitig begrüßten die Aufsichtsräte das neue Mitglied, Herrn Dr. Matthias Rath.
In der Sitzung in Krummnußbaum im September 2023 wurde über die aktuelle Geschäftslage, inklusive eines
Überblicks unserer Kapazitätsauslastungen in allen Produktionswerken gegeben. Es wurde das
Halbjahresergebnis 2023 besprochen und über den Forecast 2023 diskutiert, gleichzeitig wurden potentielle
Marktchancen in Indien erörtert, die sich über eine Partnerschaft in Form eines Joint Ventures eröffnet haben.
Herr Mag. Philipp Rath wurde vom Aufsichtsrat zum ESG-Verantwortlichen bestellt.
In der letzten Sitzung des Jahres im Dezember 2023 wurde der Ausblick ins nächste Jahr und das Budget für
2024, inkl. Investitionsbudget 2024, besprochen und freigegeben.
Ausschüsse
Vom Aufsichtsrat waren im Berichtszeitraum drei Ausschüsse eingerichtet. Der Prüfungsausschuss ist im Jahr
2023 zweimal zusammengetreten. Im April 2023 hat der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers
die Schlussbesprechung für das Geschäftsjahr 2022 durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht
sowie Konzernjahresabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des
Jahresabschlusses empfohlen, sowie (ohne Anwesenheit des Abschlussprüfers) eine Empfehlung für die Wahl
des Wirtschaftsprüfers für das folgende Jahr ausgesprochen. In der Sitzung im Dezember 2023 haben die
Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres-, und Konzernjahresabschlussprüfung informiert.
Der Strategieausschuss hat im Jahr 2023 einmal getagt. Den Schwerpunkt der Sitzung im November 2023
bildete die Präsentation eines After Sales Service Konzeptes für Europa. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fand
eine Sitzung des Vergütungsausschuss statt. Schwerpunkt der Sitzung im März 2023 war die Feststellung über
die Zielerreichung des Vorstands im Jahr 2022 als Basis für den variablen Vergütungsanteil, sowie die
Festsetzung der Ziele für das Jahr 2023.
Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der RATH AG zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht des Vorstands, sowie der
Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2023 nach IFRS und der Konzernlagebericht des Vorstands sind
unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung vom 2. Juni 2023 als
Abschlussprüfer gewählten PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat das Ergebnis der
Abschlussprüfung in der Sitzung vom 3. April 2024 unter Einbeziehung der Abschlussprüfer analysiert und dem
Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses empfohlen. Mit Beschluss vom 3. April 2024 hat der
Aufsichtsrat den Konzernjahresabschluss zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat die
Unterlagen gemäß § 96 AktG, sowie den Corporate-Governance-Bericht geprüft und den Jahresabschluss
gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist; ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand
vorgelegten Gewinnverteilungsvorschlag geprüft und ihm seine Zustimmung erteilt. Die vorgenommenen
Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.
WIEN, 03. APRIL 2024
Mag. Stefan Ehrlich-Adám
Vorsitzender des Aufsichtsrats
KONZERNLAGEBERICHT
29
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
KONZERNLAGEBERICHT 2023
| KONZERNLAGEBERICHT
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Berichtsjahr verlangsamt, der IWF geht in seinem jüngsten
Ausblick vom 30. Jänner 2024 von einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei 3,1% aus. Nach Regionen bedeutet
dies, die USA steigerten ihr (BIP) um +2,5% (VJ:+1,9%), im Euroraum kam es zu keiner Zunahme des
Bruttoinlandsprodukt +0,5% (VJ:+3,4%), in China erreichte das BIP +5,2% (VJ:+3,0%) und in Indien lag das
BIP bei +6,7% (VJ:+7,2%). Demnach wächst die Weltwirtschaft um +3,1% gegenüber dem Jahr 2022. Zu
den belastenden Faktoren im Jahr 2023 zählten insbesondere die Kriege in der Ukraine und im Nahen
Osten, die zunehmende Fragmentierung der Weltwirtschaft sowie hohe Inflationsraten und eine
restriktivere Geldpolitik.
Der Gaspreis in Nordwesteuropa betrug im Jahresdurchschnitt 40,52 €/MWh. Er lag damit um rund zwei
Drittel unter dem Niveau des Vorjahres, aber immer noch mehr als doppelt so hoch wie der
Durchschnittspreis der Jahre 2015 bis 2020 und mehr als fünfmal so hoch wie in den USA.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verlief im Jahr 2023 insgesamt gedämpft, aber mit erheblichen
regionalen Unterschieden. Während sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den USA nach einem
moderaten ersten Halbjahr im dritten Quartal deutlich beschleunigte, stagnierte das Bruttoinlandsprodukt
in der Europäischen Union (EU) weitgehend. In den USA wurde die private Nachfrage durch den Abbau von
Ersparnissen, die steigende Beschäftigung und wachsende Löhne gestützt. In der EU hielten sich die
Verbraucher trotz der soliden Arbeitsmärkte angesichts der gestiegenen Strom- und Gaspreise und der
Unsicherheit im Zuge des Kriegs in der Ukraine mit Ausgaben zurück. In Asien verlief die
Konjunkturentwicklung uneinheitlich: In China folgte auf einen dynamischen Jahresauftakt im
ersten Quartal ein schwaches Wachstum im Rest des Jahres. Die chinesische Inlandsnachfrage blieb
aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit im Umfeld der Immobilienkrise verhalten und das
Exportgeschäft litt unter der Schwäche der Weltkonjunktur. In der Bauindustrie machte sich das in vielen
Ländern stark gestiegene Zinsniveau zunehmend mit einer sinkenden Nachfrage bemerkbar.
BRANCHENUMFELD
Die RATH Gruppe ist Mitglied im österreichischen Fachverband der Stein-, und Keramischen Industrie
Österreich. Das WIFO berichtet, dass es zu einem Schrumpfen der Wirtschaft kam, demnach sank das BIP
um 0,8%. Gleichzeitig prognostiziert das WIFO ein BIP-Wachstum für Österreich im Jahr 2024 von +0,9 %
(VJ:+0,3 %). In Deutschland errechnete der IWF für das Jahr 2023 ein Schrumpfen von -0,3% (VJ:+1,8%)
der Wirtschaft, in den USA legte die Wirtschaft (BIP) um +2,5% gegenüber dem Vorjahr +1,9% zu.
SALES UNITS
Innerhalb unserer RATH-Tochtergesellschaften gliedern wir unsere Kunden und deren
Anwendungen/Applikationen nach Sales Units. Diese Struktur unterstützt unsere Kunden dabei, immer die
optimale Feuerfestlösung zu erhalten. Unsere Engineering Abteilung konstruiert die optimale Zustellung,
gemeinsam mit unseren Kundenbetreuern werden die Lösungen mit dem Kunden besprochen, produziert,
bereitgestellt und übergeben.
TEUR
%
2023
UMSATZANTEILE NACH SALES UNITS <
64.871
53 %
METALS & FCE
37.757
31 %
CERAMICS & SFU
19.160
16%
GLASS
121.787
100 %
Summe
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
KONZERNLAGEBERICHT 2023
KONZERNLAGEBERICHT |
TEUR
%
2022
58.003
49 %
METALS & FCE
43.127
37 %
CERAMICS & SFU
16.464
14 %
GLASS
117.594
100 %
Summe
METALS & FCE:
Im Bereich „METALS“ beschäftigen wir uns mit Anfragen aus der Stahl- und Aluminiumindustrie bzw. mit
NE-Metallen. Die RATH Gruppe stellt hier unseren Kunden ein breites Produktportfolio zur Verfügung und
bietet mit Engineering, Montage und Supervision eine Gesamtlösungen an. Unsere Kunden werden
weltweit betreut. Die geografischen Hauptabsatzmärkte sind Europa, die USA, gefolgt von Asien.
Der Bereich „FCE (FUELS, CHEMICALS & ENERGY)“ beschäftigt sich mit Anfragen aus Industrien wie z. B. der
Titanchlorid-Pigmenterzeugung, Fernheizwerke, Biomasseanlagen, der Holzwerkstofferzeugung, sowie
petrochemischer Anlagen, aber auch Anfragen des Hafner-Gewerbes. Die RATH Gruppe stellt hier ein
breites und sehr anwendungsspezifisches Produktportfolio zur Verfügung. Die geografischen
Hauptabsatzmärkte sind Europa, die USA, gefolgt von Asien.
Der Umsatz in der Sales Unit METALS & FCE erreichte eine Allzeithoch, mit 65 Mio. EUR gegenüber dem
Vergleichszeitraum konnte dieser um 12% gesteigert werden, hier profitierte die Sales Unit vom sehr
guten Auftragseingang des Vorjahres. Im Jahr 2023 wurden Kundenaufträge in Höhe von 55 Mio. EUR
verbucht, gegenüber dem Jahr 2022 ging die Nachfrage zurück, mit 19% reduzierte sich die
Kundennachfrage zum Vergleichszeitraum, stark. Im Wesentlichen ist dies auf den sehr hohen
Auftragseingang des Jahres 2022 Aufholeffekte nach der Pandemie und der schwachen Entwicklung
der Weltwirtschaft, zurückzuführen.
CERAMICS & SFU
Im Bereich „CERAMICS“ beschäftigen wir uns mit Anfragen aus Industrien für die Erzeugung von Sanitär-,
Geschirr-, Bau- sowie technischer Keramik. Die RATH Gruppe stellt hierfür den Kunden ein breites
Produktportfolio von hochwertigen feuerfesten Materialien einschließlich Engineering, Montage und
Supervision für regelmäßig anspruchsvolle Anwendungen und Fragestellungen zur Verfügung. Die
geografischen Hauptabsatzmärkte sind Europa und in den USA.
Im Bereich „SPECIAL FURNACES“ beschäftigen wir uns mit Anfragen aus Industrien im Bereich
Dentalofenbau, Laborofenbau, Analysegeräthersteller, Öfen für Trocknung und Sinterung von Materialien
zur Batterieproduktion und anderer spezieller Applikationen wie zum Beispiel 3D-Druck. Die RATH Gruppe
kann auch hier unseren Kunden ein breites, trotzdem sehr spezialisiertes und auf die Kunden
zugeschnittenes Angebot an Materialien anbieten. Komplettiert wird das Angebot auch hier durch
Engineering, Montage und Supervision, und die Beschäftigung mit besonderen Kundenanforderungen. Die
geografischen Hauptabsatzmärkte sind ebenfalls Europa und die USA.
Im Berichtsjahr 2023 konnte die Sales Unit CERAMICS & SFU Umsatzerlöse i.H.v. 38 Mio. EUR erzielen, dies
ist gegenüber dem Vergleichszeitraum um 12% weniger. Der Nachholbedarf aus den Bereichen der
Halbleiter- und Batterieindustrien, bedingt durch die Pandemie und der Lieferkettenstörung wurde
gedeckt und die Weltmärkte konnten wieder auf ein übliches Produktionsniveau zurückkehren,
erschwerend kommt die Inflation hinzu. Demnach konnte im Berichtsjahr der Boom des Vorjahres nicht
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
KONZERNLAGEBERICHT 2023
| KONZERNLAGEBERICHT
fortgeschrieben werden. Mit 36 Mio. EUR sammelten wir um 8% weniger Kundenaufträge im Jahr 2023
gegenüber dem Vorjahr, ein.
GLASS
In der Sales Unit „GLASS“ beschäftigen wir uns mit Anfragen aus Industrien wie z.B. der Behälterglas-,
Flachglas-, sowie Spezialglasherstellung. Die RATH Gruppe stellt hier ein breites und sehr
anwendungsspezifisches Produktportfolio, unter anderem auch gegossene Formteile und
Verschleißteilmaterial für unsere Kunden zur Verfügung. Die geografischen Hauptabsatzmärkte sind die
USA und Europa.
Der Umsatz im Jahr 2023 konnte um 16% auf 19 Mio. EUR gesteigert werden. Die Auftragseingänge im Jahr
2023 gingen jedoch um 8% gegenüber dem Vergleichszeitraum zurück. Hintergrund sind die nach wie vor
hohen Energiekosten in Europa, zusätzlich gewinnen in den USA im Bereich der Behälterverpackung die
Produkte aus Plastik wieder mehr Marktanteile.
GESCHÄFTSVERLAUF 2023
Im 1. Halbjahr 2023 erhöhten sich die Umsätze der RATH Gruppe gegenüber dem
Vorjahresvergleichszeitraum deutlich. Im Wesentlichen ist dies auf einen Einflussfaktor zurückzuführen,
der sehr hohe Auftragsbestand, welcher per 1. Jänner 2023 bei EUR 59 Mio. lag. Im ersten Halbjahr 2023
konnte ein Konzernumsatz von 61.200 TEUR (Vorjahr: 55.388 TEUR) verzeichnet werden.
Das operative Ergebnis (EBITDA) konnte aufgrund der Maßnahmen welche im Jahr 2023 getroffen wurden
deutlich verbessert werden. Das EBITDA zum 30. Juni 2023 lag bei beachtlichen 8.975 TEUR
(Vorjahr: 4.913 TEUR). In Relation zu den Umsatzerlösen lag die Profitabilität bei ausgezeichneten 15 %
(Vorjahr: 9 %).
Im 2. Halbjahr 2023, konnte ein Abschwächen der Auftragseingänge festgestellt werden.
Die allseits negative Stimmung auf den Weltmärkten, beeinflusst durch anhaltende Kriege und neue
Konflikte im Nahen Osten, sowie die sich hartnäckig haltende hohe Inflationsraten und nicht zuletzt die
hohen Zinsen, waren sehr negative Einflussfaktoren für die weltweite Nachfrage an Produkten.
Bedingt dadurch konnten wir immer noch einen starken Umsatz in Höhe von 60.588 TEUR
(Vorjahr: 62.206 TEUR) und ein EBITDA von 7.418 TEUR (Vorjahr: 6.723 TEUR) ausweisen, die EBITDA-
Marge lag bei 12% (Vorjahr: 11%) erzielen.
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
KONZERNLAGEBERICHT 2023
KONZERNLAGEBERICHT |
Nachfolgend findet sich die Darstellung nach Halbjahren des Geschäftsjahres 2023:
GJ 2022
GJ 2023
2. Halbjahr
1. Halbjahr
KENNZAHLEN ‹
117.594
121.787
60.588
61.200
Umsatz in TEUR
11.636
16.393
7.418
8.975
EBITDA in TEUR
10 %
14,0%
12%
15 %
EBITDA-Marge
5.060
9.951
4.029
5.922
EBIT in TEUR
4%
8%
7%
10 %
EBIT-Marge
598
603
601
604
Mitarbeiter in Ø
26,2
27,2
27,2
26,8
Aktienkurs in EUR
UMSATZENTWICKLUNG
An dieser Stelle konnten wir noch im Vorjahr von einem neuen historischen Höchststand berichten, nun
haben wir diesen nochmals übertroffen und bilanzieren zum Jahresende 2023 einen Umsatz in Höhe von
121.787 TEUR, somit um 4.193 TEUR oder 4% höher.
Bedingt durch den doch sehr hohen Auftragsbestand von 59 Mio. EUR aus dem Vorjahr und der
anfänglichen Euphorie des Jahres 2023 entwickelte sich der Umsatz sehr gut, jedoch mit zunehmender
Dauer des Wirtschaftsjahres verbreitete sich die negative Stimmung immer mehr und führten dazu, dass
mit Jahresende 2023 eine Seitwärtsbewegung feststellbar war. Die Auftragseingänge sanken um 13%,
bzw. der Bestand an offenen Aufträgen reduzierte sich um 31% auf 41 Mio. EUR. Die RATH Gruppe wird
über unsere Landesgesellschaften gesteuert. Nachfolgend erfolgt eine Analyse der Umsatzentwicklung
auf Gesellschaftsebene:
Die Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. RATH jun. GmbH, Krummnußbaum, konnte den externen
Umsatz des Vorjahres mit 50.658 TEUR (Vorjahr: 43.492 TEUR) deutlich übertreffen. Auch in diesem Jahr
konnten wir einige Neukunden im Projektgeschäft von unseren Gesamtkonzepten überzeugen und
gewinnen. Als Projektgeschäft betiteln wir Umsätze, wo RATH nicht nur Material liefert Hier geht die
Wertschöpfung viel tiefer, wir bieten hier auch das Know-How unserer Engineering-Abteilung für
individuelle Lösung der Feuerfestauskleidung unseren Kunden an, abgerundet wird das Projektgeschäft
auch durch zusätzliche Montageleistung und/oder Supervision. Der geografische Absatzmarkt, nach dem
Sitz unserer Kunden geordnet, lag hier im Wesentlichen in Europa und den USA. Durch die gut gefüllten
Auftragsbücher zog in den Industriebranchen der Umsatz nochmals stark an, wie auch im klassischen
Hafner-Bereich.
Die deutschen RATH Gesellschaften mit ihren drei Werken in Mönchengladbach, Bennewitz und Meißen
verzeichneten einen leichten Umsatzrückgang i. H. v. 5 % und erzielten einen Umsatz i. H. v. 32.510 TEUR
(Vorjahr: 34.368 TEUR). Kunden aus dem Bereich der keramischen Industrie sistierten Projektaufträge auf
2024, auch im Labor-, und Dentalofenbau kam es zu deutlich schwächerer Nachfrage, manches bedingt
durch die doch hohe Inflation und Zinsen in Europa und den USA.
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
KONZERNLAGEBERICHT 2023
| KONZERNLAGEBERICHT
Die RATH Hungaria kft. verzeichnete eine deutliche Umsatzsteigerung i. H. v. 8 % und erzielte einen Absatz
von 12.757 TEUR (Vorjahr: 11.780 TEUR). Die Umsätze stammen überwiegend aus der Glasindustrie. Die
Absatzmärkte liegen hier in Europa und Rest der Welt.
Die US-Gesellschaften RATH Inc. und RATH LLC mit ihren Werken in Milledgeville und Owensville erreichten
einen Umsatz von 22.073 TEUR (Vorjahr: 24.292 TEUR). In den USA trübte sich die Nachfrage zu Beginn
des 2. Halbjahres 2023 ein und unsere Kunden passten deren Anfragen an uns an und reduzierten die
Bedarfe. Die Nachfrage für Special Furnances ging doch deutlich zurück, Hintergrund sind die Umsätze der
USA mit China, diese gingen im Jahr 2023 nochmals deutlich zurück. Die Absatzmärke liegen hier
überwiegend in „Americas“.
Unsere Vertriebsgesellschaften aus Europa und Mexiko konnten ein Umsatzplus i. H. v. 4 % auf 3.790 TEUR
(Vorjahr: 3.661 TEUR) verzeichnen. Die Gesellschaften agieren hauptsächlich im Projektgeschäft und hier
vor allem im Bereich Stahl, bzw. in diversen Segmenten im Reparaturgeschäft
ERTRAGSENTWICKLUNG
Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragssteuern (EBITDA) steigerte sich auf 16.393
TEUR (Vorjahr: 11.637 TEUR). Die EBITDA-Marge liegt mit 14 % (Vorjahr: 10 %) auf sehr hohem Niveau. Das
Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) verdoppelte sich auf 9.951 TEUR (Vorjahr: 5.061 TEUR), die
EBIT-Marge beläuft sich dadurch auf 8 % (Vorjahr: 4 %).
Der Personalaufwand erhöhte sich um 9 % auf 37.980 TEUR (Vorjahr: 34.829 TEUR), im Verhältnis zum
Umsatz entspricht das 31 % (Vorjahr: 30 %), bedingt durch die steigende Inflation mussten auch wir Lohn-
und Gehaltserhöhungen durchführen. Um in Zukunft auch den strategischen Zielen entsprechen zu
können wurde im Jahr 2023 der Vorstand und Teile des Managements erweitert. Die übrigen betrieblichen
Aufwendungen in Höhe von 13.663 TEUR (Vorjahr: 13.425 TEUR) nahmen um 2 % zu.
Das Finanzergebnis lag zum Berichtsjahresende bei 2.258 TEUR (Vorjahr: +83 TEUR). Im Vorjahr konnten
wir an dieser Stelle noch von einem positiven Währungseffekt in Höhe von 1 Mio. EUR sprechen, im
Wirtschaftsjahr 2023 mussten wir einen negativen Währungseffekt von 500 TEUR ausweisen. Auch lag
das Zinsniveau deutlich über jenem des Berichtsjahres 2023, die Zinsen stiegen um 1 Mio. EUR.
Somit erreicht die RATH Gruppe ein sehr starkes Ergebnis vor Steuern i. H. v. 7.693 TEUR (Vorjahr: 5.144
TEUR). Das Konzernergebnis nach Steuern beläuft sich auf 5.264 TEUR (Vorjahr: 4.221 TEUR).
Im Jahr 2023 wurde eine Dividendenausschüttung aus dem Bilanzgewinn i. H. v. EUR 1,30 je Aktie, das sind
in Summe 1.950 TEUR, realisiert. Der kommenden Hauptversammlung wird für das Geschäftsjahr 2023
eine Dividendenausschüttung i. H. v. 1,0 EUR je Aktie, das sind in Summe 1.500 TEUR, aus dem Bilanzgewinn
vorgeschlagen und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
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VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Im Wirtschaftsjahr 2023 erhöhte sich die Bilanzsumme um 4.782 TEUR. Der Anteil der langfristigen Aktiva
am Gesamtvermögen liegt stabil im Jahresvergleich auf 42 % (Vorjahr: 41 %). Der Anteil der langfristigen
Passiva verringerte sich im Jahresvergleich auf 36% (Vorjahr: 39%).
Die aktiven latenten Steuern betragen 874 TEUR (Vorjahr: 641 TEUR) und beziehen sich auf die
österreichische Steuergruppe, die deutschen Gesellschaften sowie unsere Gesellschaften in Ungarn und
den USA.
Das Working Capital stieg im abgelaufenen Jahr von 36.471 TEUR auf 38.989 TEUR. Gemessen am Umsatz
ergibt sich dabei eine Ratio i. H. v. 32 % (Vorjahr: 31 %).
Das Konzerneigenkapital stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum um 6 % auf 58.239 TEUR
(Vorjahr: 55.075 TEUR). Diese Veränderung war primär auf das gute operative Ergebnis zurückzuführen. Im
sonstigen Gesamtergebnis wurden versicherungsmathematische Gewinne nach Steuern im
Zusammenhang mit Pensionen und Abfertigungen i. H. v. -194 TEUR (Vorjahr: 63 TEUR) sowie
Währungsunterschiede erfasst. Die Eigenkapitalquote beträgt 43 % (Vorjahr: 42 %).
Die langfristigen Personalrückstellungen stiegen von 1.981 TEUR auf 2.160 TEUR. Der Anstieg ist mit der
Anpassung der Löhne und Gehälter im laufenden Jahr, bzw. die Inflationsanpassung sowie die Veränderung
des Zinssatzes bei der Pensionsrückstellung zu erklären.
Die Finanzverbindlichkeiten exkl. Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen reduzierten sich um 2.542
TEUR. Den Finanzverbindlichkeiten stehen liquide Mittel und Wertpapiere von 22.484 TEUR (Vorjahr:
22.863 TEUR) gegenüber. Unsere Nettoverschuldung zeigt einen Endstand im Geschäftsjahr von 26.789
TEUR (Vorjahr: 27.641 TEUR).
Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit erhöhte sich im abgelaufenen Jahr auf 13.393 TEUR
(Vorjahr: 5.166 TEUR). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit steigt um 4.299 TEUR und zeigt zum
Jahresende einen Wert von -6.661 TEUR gegenüber 2.362 TEUR im Jahr 2022. Im Finanzierungsbereich
zeigt sich der Cashflow mit einem Ergebnis von -7.164 TEUR (Vorjahr: 6.333 TEUR).
Mit Jahresende 2023 betrug die Entschuldungsdauer (Net Debt/EBITDA) 1,6 Jahre (Vorjahr: 2,4 Jahre). Die
EBIT-Zinsdeckung lag bei 5,7 (Vorjahr: 5,5).
NACHHALTIGE FINANZIERUNGSSTRATEGIE
Die Finanzierung des Konzerns folgt seit Jahren den Grundsätzen der Erhaltung einer gesicherten Liquidität
sowie einer möglichst hohen Eigenmittelausstattung. Der Konzern hat über die RATH Aktiengesellschaft
Schuldscheindarlehen ausgegeben, ein Teil läuft im Jahr 2024, sowie 2027 und 2029 aus. Die Tranchen
umfassen sowohl feste als auch variable Verzinsungen. Die Platzierung erfolgte bei institutionellen
Investoren aus Österreich und Deutschland. Darüber hinaus stehen bei Kreditinstituten zusätzliche
Kreditlinien zur Verfügung, die zum 31.12.2023 zur Gänze nicht ausgenutzt waren.
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ARBEITNEHMER
Bestens ausgebildete, motivierte Mitarbeiter:innen stellen für die RATH Gruppe den zentralen
Erfolgsfaktor dar. Durch ihre hohe fachliche und soziale Kompetenz sichern sie die ausgezeichnete
Produktqualität und das hohe Servicelevel und sind ein wichtiger Motor für die Zukunft. Unser Erfolg liegt
einerseits in der Begeisterung für innovative Feuerfestlösungen, die wir in unseren Produkten und
Technologien umsetzen, und andererseits in der hohen Einsatzbereitschaft und Loyalität unserer
Mitarbeiter:innen. Die RATH Gruppe beschäftigte zum 31. Dezember 2023 insgesamt 603 Personen in
Vollzeitäquivalenten (Vorjahr: 598).
Es gibt in der RATH Gruppe kein Aktienoptionsprogramm. Management, leitende Mitarbeiter:innen und
sonstige Schlüsselkräfte sind in lokal unterschiedlichen Prämienmodellen eingebunden. Die
Personalmanagementaufgaben werden entsprechend zentraler Vorgaben der Muttergesellschaft
wahrgenommen und in die Tochtergesellschaften übertragen. Die strategischen Aufgaben im Bereich
Human Resources sind beim Sprecher des Vorstands angesiedelt.
Für Mitarbeiter:innenweiterbildung wurden 2023 in der RATH Gruppe insgesamt 136 TEUR (Vorjahr: 167
TEUR) aufgewendet. Wir haben ein Leadership Programm ins Leben gerufen und unter dem Projektnamen
„BEST“ gestartet. Unsere Mitarbeiter:innen sind unser wichtigstes Kapital, sie bringen nicht nur ihre
fachlichen Kompetenzen und Erfahrungen ein, sondern auch ihre persönlichen Stärken und Werte. Sie sind
bereit, sich für die gemeinsamen Ziele des Unternehmens einzusetzen, Herausforderungen anzunehmen
und Lösungen zu finden. Sie übernehmen Verantwortung für ihre Aufgaben, ihre Kolleg:innen und sich
selbst. Sie handeln diszipliniert, zuverlässig und professionell, sie sind loyal gegenüber dem Unternehmen
und ihren Teammitgliedern. Und sie schätzen die Leistungen und die Persönlichkeit ihrer Kolleg:innen,
sowie die familiäre Atmosphäre in unserem Unternehmen. Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiter:innen und
danken ihnen für ihren Einsatz und ihr Engagement. Sie sind der Grund, warum wir erfolgreich sind und uns
stetig weiterentwickeln.
NACHHALTIGKEIT (CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY)
Aufsichtsrat und Management der RATH Gruppe legen großen Wert auf eine nachhaltige Unternehmens-
führung. Die strategische Entscheidungsfindung sowie die operative Führung werden dementsprechend
gleichermaßen von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren beeinflusst.
Der aktive Umweltschutz ist ein ganz wesentlicher Faktor und Fokusbereich der RATH Gruppe. Ein
sorgsamer Umgang mit Ressourcen und Abfall ist oberste Prämisse, damit die Umwelt weitestgehend
geschont wird. Die Aug. RATH jun. GmbH ist beispielsweise Mitglied der Interseroh in Österreich und
Deutschland. Die auf dem Gebiet des Umweltschutzes erzielten technischen Fortschritte werden laufend
auf ihre Verwendbarkeit für die Betriebsanlagen untersucht.
Seit dem 1. Jänner 2005 unterliegt die RATH Gruppe dem europäischen Emissionshandelssystem. Im
Rahmen dieses Systems erhalten die betroffenen Unternehmen (derzeit die Aug. RATH jun. GmbH,
Österreich sowie die RATH Hungaria Kft., Ungarn) Emissionszertifikate, die innerhalb von vier Monaten
nach Ablauf eines Kalenderjahres entsprechend dem tatsächlichen Ausstoß des Jahres an die zuständige
Behörde zurückgegeben werden müssen. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten
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Zertifikate pro Jahr, müssen die fehlenden Zertifikate zugekauft werden. Die RATH Gruppe verfügte wie im
Vorjahr über ausreichend Gratiszertifikate.
Zu den wichtigsten gruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsstrategien zählen die RATH Marken- und
Produktentwicklungsstrategie, Innovation und die Verbesserung von Produktionsverfahren zur
Optimierung von Ökonomie und Ökologie im Herstellungsprozess wie auch im Produktbereich.
Unsere Kolleg:innen sind der wichtigste Schlüssel für die weitere positive, nachhaltige Entwicklung
unseres Unternehmenserfolges. Ein offener, wertschätzender Umgang mit Kolleg:innen in allen Bereichen
über die Funktionsebenen hinweg ist das Fundament unseres Unternehmens.
Im Jahr 2023 begann die RATH Gruppe mit der Umsetzung, der in der CSRD Richtlinie festgeschriebenen
Anforderungen.
Als Startpunkt wurde eine Wesentlichkeitsanalyse entsprechend der Vorgaben der CSRD Richtlinie unter
Berücksichtigung einer Stakeholder Befragung durchgeführt. Als Ergebnis der Wesentlichkeitsanalyse
wurden 17 Sustainability Matters identifiziert. Detaillierte Ausführungen zum Ergebnis der
Wesentlichkeitsanalyse und der 17 Sustainability Matters finden sich in unserem Nachhaltigkeitsbericht
2023.
Darüber hinaus haben wir ein Screening sämtlicher berichtspflichtiger Themengebiete gemäß dem ESRS-
Standard durchgeführt. Alle für uns relevanten Themengebiete wurden entweder bereits in die
Nachhaltigkeitsberichterstattung 2023 oder werden in die Nachhaltigkeitsberichterstattung 2024
soweit bereits verpflichtend aufgenommen. Nähere Ausführungen finden sich ebenfalls in unserem
Nachhaltigkeitsbericht.
FORSCHUNG & ENTWICKLUNG
Die RATH Gruppe ist durch eine zentrale Forschungs-, und Entwicklungsabteilung mit den Schwerpunkten
Innovation, Entwicklung, Prozessoptimierung und Materialwissenschaft organisiert. Intensive und
nachhaltige Forschung und Entwicklung sind wesentliche Bausteine unserer Strategie als
Premiumanbieter. Themen und Projekte im Bereich Forschung, Technologie und Innovation sind von
höchster Priorität und tragende Säulen für unseren Unternehmenserfolg und damit ausschlaggebend für
nachhaltigen Wettbewerbsvorsprung und Wachstum.
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Im Jahr 2023 wurden folgende Projekte erfolgreich umgesetzt:
- Entwicklung einer neuen Altrafaser für eine Einsatztemperatur bis 1500 °C.
- Vorbereitung der Technologie im Bereich Endlosfaser. Die Inbetriebnahme und großtechnische
Umsetzung einer neuen Produktionslinie im Werk Mönchengladbach ist im zweiten Halbjahr
2024 geplant.
- Weiterentwicklungen im Bereich Heißgasfilter
- Entwicklung von zwei Produkten für den Einsatz im Glasrinnenbereich
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BERICHTERSTATTUNG ÜBER WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN
KONTROLLSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Das interne Kontrollsystem (IKS) definiert alle Prozesse zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit und
Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Es verringert die Fehleranfälligkeit von Transaktionen, schützt
das Vermögen vor Verlusten durch Schäden und Betrug und gewährleistet die Übereinstimmung der
Unternehmensabläufe mit der Satzung, den Konzernrichtlinien und den geltenden Gesetzen (Compliance).
Das Kontrollumfeld des Rechnungslegungsprozesses ist durch eine klare Aufbau-, und Ablauforganisation
gekennzeichnet, wobei den einzelnen Funktionen eindeutig Personen (zum Beispiel in Finanz-,
Rechnungswesen und Controlling) zugeordnet sind. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten
Mitarbeiter erfüllen die fachlichen Voraussetzungen. Im Rechnungswesen kommen SAP und LucaNet zum
Einsatz.
Die Konzernrichtlinien der RATH Gruppe basieren auf dem RATH Managementhandbuch, der
ComplianceRichtlinie sowie der Geschäftsordnung und den Unterschriftenregelungen für die
Geschäftsführungen und leitenden Angestellten aller RATH Gruppengesellschaften. Diese Bestimmungen
werden bei Bedarf gemäß den Compliance-Bestimmungen überarbeitet und der jeweiligen
Geschäftsführung nachweislich zur Kenntnis gebracht. Die lokale Geschäftsführung ist für die Einhaltung
der Richtlinien in der jeweiligen RATH Tochtergesellschaft verantwortlich. Die Geschäftsordnung verweist
unter anderem auf die zwingende Einhaltung der Bestimmungen im Managementhandbuch und definiert
eine Liste von Geschäftsfällen, welche einer Zustimmung der Konzernleitung bedürfen. Das
Managementhandbuch der RATH Gruppe beinhaltet unter anderem die für den Rechnungslegungsprozess
notwendigen Informationen und Bestimmungen, wie das Konsolidierungshandbuch (Reporting-
Richtlinien, Bilanzierungs-, und Bewertungsregeln) oder die IT-Richtlinien.
Der Konzernabschluss wird in enger Abstimmung des Aufsichtsrates mit dem Prüfungsausschuss
umfassend geprüft. Ein standardisiertes monatliches Management-Berichtswesen umfasst sämtliche in
der RATH Gruppe konsolidierten Einzelgesellschaften. Der Aufsichtsrat der RATH AG informiert sich
regelmäßig in seinen Sitzungen über das interne Kontrollsystem. Der Prüfungsausschuss hat die Aufgabe,
die Wirksamkeit des Kontrollsystems zu überwachen.
RISIKOMANAGEMENT
Die RATH Gruppe ist in ihrem weltweiten unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und
Risiken ausgesetzt. Die kontinuierliche Identifizierung, Bewertung und Steuerung der Risiken ist
wesentlicher Bestandteil des Führungs-, Planungs-, und Controlling-Prozesses. Das Risikomanagement
bedient sich dabei der im Konzern vorhandenen Organisations-, Berichts-, und Führungsstrukturen. Diese
Prozesse werden laufend durch das zentrale Prozessmanagement evaluiert. Inhaltlich geht es um die
Dokumentation aller Abläufe im Unternehmen sowie das dokumentierte Verhalten bei Abweichungen, um
aus Fehlern zu lernen und sich stetig weiter zu verbessern. Dieses Denken in Prozessen ist in der ISO 9001
verankert. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet
werden. So ist gewährleistet, dass diese antizipiert und frühzeitig erkannt werden und im Eintrittsfall rasch
Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.
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WESENTLICHE RISIKEN
Risiken, welche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RATH Gruppe
haben könnten, stellen sich gegenüber früheren Perioden im Wesentlichen unverändert wie folgt dar:
Beschaffung
Als wesentlicher Ansatzpunkt zur Risikominimierung im Beschaffungsbereich ist, soweit möglich, das
Verhindern von Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu erwähnen. Hier steuert unser zentraler
Einkauf aktiv entgegen und schafft die Voraussetzung für ein ausgewogenes Lieferantenportfolio unter
Berücksichtigung sinnvoller Einkaufsmengen sowie Preise. Im Laufe des Jahres 2023 hat sich die
Verfügbarkeit der Materialien weiter entspannt. Auf der Suche nach alternativen Rohstofflieferanten
erkennen wir das Risiko der Verfügbarkeit der Rohstoffe nach Ländern insbesondere China/Russland. Das
Thema Energie ist ein wesentliches für die Herstellung von unseren Produkten, somit beschäftigen wir uns
laufend mit der Verfügbarkeit und den Preisen, bei den Preisen achten wir auf Möglichkeiten „Future
Contracts“ zu erwerben, wenn dies in unsere Sicherungsstrategie passt.
Produktion
Die wesentlichen Wertschöpfungsstufen der RATH Gruppe liegen in der Fertigung unserer Produkte. Ein
eventuelles Risiko einer Betriebsunterbrechung mit direktem Einfluss auf das Unternehmensergebnis ist
durch unsere konzernweite Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Vorsorglich steuert die
Gruppe diesem proaktiv über kontinuierliche Analysen der einzelnen Anlagen sowie vorbeugender
Wartung entgegen. In diesem Bereich werden zunehmend digitale Lösungen aus dem Umfeld der Industrie
4.0 evaluiert. Trotzdem können Risiken aus Produkthaftungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Im
Falle von Qualitätsmängeln werden diese im Sinne unserer Kunden behoben. Daraus entstehende externe
Kosten sind über unsere konzernweite Produkthaftpflichtversicherung gedeckt. Ein dadurch entstandener
Imageschaden ist jedoch immer ein Risiko für die Unternehmensgruppe.
Vertrieb
Der weltweite Produkt- beziehungsweise Projektverkauf birgt auch Risiken. Unsere Gesamtlösungen
gehen heute zum Teil in Länder, die nicht immer wirtschaftlich bzw. politisch stabil sind. Über unsere
Vertriebsmanager werden laufend Informationen aus den jeweiligen Absatzmärkten und Ländern
eingeholt, die uns unterstützen, mögliche Forderungsausfälle frühzeitig zu erkennen und
Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die RATH Gruppe setzt außerhalb der Europäischen Union und den USA
hinsichtlich der Zahlungskonditionen überwiegend auf das Akkreditivgeschäft. Damit ist sichergestellt,
dass unsere Verkäufe durch eine internationale Bank besichert sind. Zu jenen Umsätzen, die wir nicht mit
Akkreditiven besichern, haben wir ein internes Forderungsmanagement mit Kreditlimits eingerichtet. Das
Forderungsmanagement bewertet das entstehende Kreditrisiko mit externen Informationen von
Kreditauskünften und unseren Erfahrungen über den jeweiligen Kunden bzw. das Land des Kunden.
Aufgrund der so gesammelten Informationen wird ein Kreditlimit festgelegt. Im Berichtsjahr 2023 kam es
zu keinen Forderungsausfällen (Vorjahr: 244 TEUR; 0,2% vom Umsatz).
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Liquidität
Ziel des Liquiditätsmanagements ist es, zu jeder Zeit eine ausreichende Liquidität innerhalb des Konzerns
sicherzustellen. Der externe Finanzierungsspielraum wird für RATH primär durch internationale
Bankengruppen gewährleistet. Innerhalb des Konzerns gilt der Grundsatz der internen Finanzierung. Das
bedeutet, der Finanzierungsbedarf von Tochtergesellschaften wird soweit möglich und wirtschaftlich
sinnvoll über interne Darlehensbeziehungen abgedeckt. Die Festlegung von Kreditlimits und die Höhe der
Refinanzierungskosten bei Geldinstituten sind abhängig von deren Einschätzung der Zukunftsperspektive
der RATH Gruppe. Bankkontakte werden daher partnerschaftlich gepflegt, damit sichergestellt wird, dass
unsere Bankpartner jederzeit ein klares und aktuelles Bild der wirtschaftlichen Lage unserer Gruppe
bekommen. Die RATH Gruppe finanziert sich über die RATH AG in der Gesellschaft setzt man auf eine
strukturierte Finanzierungsform, dem Schuldscheindarlehen. Im Falle von Investitionen werden mit unter
in den Tochtergesellschaften geförderte Investitionskredite in Anspruch genommen.
Fremdwährungen und Zinsen
Die RATH Gruppe liefert an ihre Kunden zumeist in der jeweiligen Landeswährung. Durch die laufende
Bewertung der Währungspaare USD/EUR und HUF/EUR kann es zu positiven wie auch negativen
Veränderungen im Finanzergebnis der Einzelgesellschaften und in Folge auch im Konzern kommen. Derzeit
verfügt die RATH Gruppe über keine derivativen Finanzinstrumente im Bereich Währungen und Zinsen.
GESAMTRISIKO
Die Risiken der RATH Gruppe werden durch die beschriebenen Mittel und Maßnahmen bestmöglich
überwacht, der Fortbestand des Unternehmens ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet.
ANGABEN GEMÄSS § 243B UGB
Das Grundkapital setzt sich aus 1.500.000 Stückaktien (Vorjahr: 1.500.000 Stückaktien) zusammen, wobei
jede Stückaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist. Dem Vorstand sind keinerlei
Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Die RATH AG
besitzt keine eigenen Aktien. Der Streubesitz befindet sich bei österreichischen und internationalen
Investoren.
Die Aktie notiert im „Standard Market Auction“ der Wiener Börse unter der ISIN-Nummer AT0000767306.
Es sind keine wesentlichen Beteiligungen von Arbeitnehmern der RATH Gruppe bekannt. Wie jedem
Aktionär steht es auch Arbeitnehmern mit Aktienbesitz frei, ihre Stimmrechte in Hauptversammlungen
auszuüben.
Es bestehen keine, nicht unmittelbar aus dem Gesetz abgeleiteten Bestimmungen über die Ernennung
und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der
Satzung der Gesellschaft. Dem Vorstand sind keine bedeutenden Vereinbarungen bekannt, an denen die
Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahme-
angebotes wirksam werden. Es besteht auch keine Entschädigungsvereinbarung zwischen der Gesell-
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schaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines
öffentlichen Übernahmeangebotes.
AUSBLICK
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung:
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit einer Seitwärtsbewegung der
Weltwirtschaftsleistung für 2024, erst für 2025 sollte die Weltwirtschaft geringfügig wachsen. Die
Wirtschaftsleistung der gesamten Eurozone soll für 2024 um 0,9 % wachsen. Für Deutschland wird dabei
eine Erhöhung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,5 % und für die USA ein Anstieg i. H. v. 2,1 %
prognostiziert. Für Österreich wird vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) ein
Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2024 um 0,9 % erwartet. Voraussichtliche Entwicklung
der RATH Gruppe. Basierend auf unserem „Orderbacklog“ zum 1.1.2024 in Höhe von 41 Mio. EUR
(VJ: 59 Mio. EUR) und der aktuellen Marktentwicklung gehen wir, von einer Seitwärtsbewegung im
Umsatz im Vergleich zum Berichtsjahres 2023 aus. Die Profitabilität wird leicht zurückgehen, da die
nochmaligen Erhöhungen in den Bereichen Lohn und Gehalt, bedingt durch Kollektivverträge und
Inflation, bzw. kaum nennenswerte Rohstoffkostenverringerungen in Verbindung von mehr Wettbewerb
aus Asien zu einem Absatzkampf führen. Einen weiteren Einfluss auf das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit werden die noch anhaltend hohen Zinsen in Europa und den USA, haben. Um
gegenüber Wettbewerbern nicht ins Hintertreffen zu gelangen, werden wir punktuell Absatz- und
Preisanpassungen vornehmen müssen.
Der an dieser Stelle im Jahr 2023 erwartete positive Effekt, im Zuge der Verabschiedung der CSRD
Richtlinie und der ESRS Standards für Unternehmen innerhalb der Europäischen Union ist ausgeblieben.
Wir als Unternehmen sehen uns derzeit höheren Kosten als unsere Mitbewerber außerhalb der
Europäischen Union ausgesetzt.
Die RATH Gruppe wird alles daran setzen, unsere Kunden mit einem wettbewerbsfähigen und attraktiven
Service- und Produktmix zu überzeugen. Unternehmensintern stehen weiterhin Umwelt, der
ressourcenschonender Umgang mit den eingesetzten Energiequellen, Qualität, Innovation und Kosten-
optimierung im Fokus.
Unser strategisches Hauptziel, einer der größte europäische Feuerfesthersteller von nicht-basischen
Produkten zu werden, verfolgen wir konsequent. Wir werden und sind weiterhin auf der Suche nach
potenziellen Targets und setzen Parallelschritte für organisches Wachstum, jedoch nicht nur in Europa
auch in den USA.
Mit Februar 2024 konnte die RATH Gruppe in Indien sich an einem Joint Venture beteiligen, gemeinsam
mit unserem neuen indischen Partner werden wir in Indien eine Produktion hochziehen und sowohl den
indischen Markt als auch die internationale Kundenlandschaft von RATH bedienen. Der Zuschlag für das
Investment von RATH in Indien ist auf der Tatsache entstanden, dass Indien einer der größten
Wachstumsmärkte der Zukunft ist und das Umfeld für energieintensive Industrieunternehmen
ausgezeichnete Rahmenbedingungen bietet.
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Die am Beginn des Absatzes erwähnte Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024 fußt
auf dem Vorhandsein und der Verfügbarkeiten von Rohstoffen und Energie, sowie den Entwicklungen
der Rohstoff- und Energiepreise. Auch spielen die Zinseffekte, die sowohl im EURO-Raum als auch in den
USA deutlich nach oben gegangen sind, nicht nur bei unseren Kunden eine tragende Rolle.
WIEN, 3. April 2024
Der Vorstand
Andreas Pfneiszl
DI Ingo Gruber
Mag Alexandra Rester
JAHRESABSCHLUSS
RATH KONZERN 2023
44
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KONZERNBILANZ
JAHRESABSCHLUSS |
ANHANGANGABE
31.12.2023
31.12.2022
TEUR
TEUR
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
(20.3)
22.001
22.398
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(12)
15.040
14.108
Vertragsvermögenswerte
(12)
8.225
7.646
Sonstige finanzielle Forderungen
(20.4)
710
1.687
Sonstige nicht-finanzielle Forderungen und Rechnungsabgrenzungen
(13)
3.628
2.980
Vorräte
(11)
29.195
27.481
Forderungen aus Ertragsteuern
(18)
42
23
Kurzfristige Aktiva
78.841
76.322
Finanzielle Vermögenswerte
(20.5)
483
465
Immaterielle Vermögenswerte & Firmenwert
(9)
4.771
4.536
Sachanlagevermögen
(8)
50.227
48.452
Aktive latente Steuern
(18)
874
641
Langfristige Aktiva
56.355
54.093
AKTIVA GESAMT
135.197
130.415
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
(16), (20.6)
5.519
3.496
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen
(10)
715
688
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(20.7)
10.402
8.678
Vertragsverbindlichkeiten
(20.7)
3.069
4.086
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
(19)
4.393
4.449
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
(20.7)
113
86
Kurzfristige Rückstellungen
(17)
2.409
1.468
Kurzfristige Ertragssteuerschulden
(18)
2.508
1.334
Kurzfristige Verbindlichkeiten
29.128
24.286
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
(16), (20.6)
40.565
45.130
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen
(10)
1.992
725
Personalrückstellungen
(15)
2.160
1.981
Sonstige langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
(19)
1.707
2.329
Passive latente Steuern
(18)
1.407
889
Langfristige Verbindlichkeiten
47.832
51.055
Grundkapital
10.905
10.905
Kapitalrücklagen
1.118
1.118
Bilanzgewinn und freie Rücklagen
49.784
46.470
Rücklage aus Währungsumrechnung
-2.578
-2.622
Sonstige Rücklagen
-993
-799
Nicht beherrschende Anteile
3
3
Eigenkapital
(14)
58.239
55.075
PASSIVA GESAMT
135.197
130.415
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
KONZERNBILANZ
| JAHRESABSCHLUSS
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
JAHRESABSCHLUSS |
ANHANGANGABE
2023
2022
TEUR
TEUR
Umsatzerlöse
(21)
121.787
117.594
Andere betriebliche Erträge
(24)
1.942
1.335
123.729
118.929
Materialaufwand und bezogene Leistungen
(22)
-55.676
-58.480
Personalaufwand, einschließlich Sozialleistungen und Abgaben
(23)
-37.980
-34.829
Wertminderungsaufwand aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie Vertragsvermögenswerten
(12)
-17
-558
Sonstiger betrieblicher Aufwand
(25)
-13.663
-13.425
EBITDA
16.393
11.637
Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte
(9)
-532
-535
Abschreibung auf Sachanlagen
(8)
-5.910
-6.041
EBIT
9.951
5.061
Zinsertrag
287
54
Zinsaufwendungen
-2.021
-972
Sonstige Finanzerträge
302
2.527
Sonstiger Finanzaufwand
-826
-1.526
Finanzergebnis
(26)
-2.258
83
Ergebnis vor Steuern (EBT)
7.693
5.144
Ertragsteuern
(18)
-2.429
-922
Konzernergebnis
5.264
4.222
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
(14)
0
0
davon den Aktionären der Muttergesellschaft zuzurechnen
(14)
5.264
4.222
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR)
(14)
3,51
2,81
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR)
(14)
3,51
2,81
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG
| JAHRESABSCHLUSS
ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS
GRUNDKAPITAL
KAPITAL-
RÜCKLAGEN
UNTERSCHIEDE
WÄHRUNGS-
UMRECHNUNG
SONSTIGE
RÜCKLAGEN
BILANZGEWINN
UND FREIE
RÜCKLAGEN
SUMME
EIGENKAPITAL
GESELLSCHAFTER
ANTEILE NICHT
BEHERRSCHENDER
GESELLSCHAFTER
GESAMTES
EIGENKAPITAL
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Stand 1.Januar 2022
10.905
1.118
-2.441
-1.433
42.743
50.892
3
50.895
Konzernergebnis 2022
0
0
0
0
4.221
4.221
0
4.221
Sonstiges Ergebnis 2022
0
0
-181
635
0
454
0
454
Konzerngesamtergebnis
0
0
-181
635
4.221
4.675
0
4.675
Abgang
0
0
0
0
0
0
0
0
Ausschüttung
0
0
0
0
-495
-495
0
-495
Stand am 31. Dezember 2022
10.905
1.118
-2.622
-798
46.470
55.072
3
55.075
Konzernergebnis 2023
0
0
0
0
5.264
5.264
0
5.264
Sonstiges Ergebnis 2023
0
0
44
-194
0
-150
0
-150
Konzerngesamtergebnis
0
0
44
-194
5.264
5.114
0
5.114
Zugang
0
0
0
0
0
0
0
0
Ausschüttung
0
0
0
0
-1.950
-1.950
0
-1.950
Stand am 31. Dezember 2023
10.905
1.118
-2.578
-992
49.785
58.236
3
58.239
ANHANGANGABE
31.12.2023
31.12.2022
TEUR
TEUR
Konzernergebnis nach Ertragssteuern
5.264
4.221
Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können:
Neubewertung der langfristigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern gemäß IAS 19
(15)
-259
846
Darauf entfallende Steuer
(18)
65
-212
-194
634
Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können:
Unterschiede Währungsumrechnung
44
-181
44
-181
Sonstiges Gesamtergebnis
-150
453
zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft
(14)
-150
453
zurechenbar zu nicht beherrschenden Anteilen
(14)
0
0
Gesamtergebnis nach Steuern
5.114
4.675
davon den Aktionären der Muttergesellschaft zuzurechnendes Gesamtergebnis
(14)
5.114
4.675
davon Gesamtergebnis der nicht beherrschenden Anteile
(14)
0
0
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG
JAHRESABSCHLUSS |
ANHANGANGABE
2023
2022
TEUR
TEUR
Konzernergebnis vor Steuern
7.693
5.143
Cash-Flow aus dem Ergebnis
Abschreibungen
(8), (9)
6.442
6.576
Wertberichtigungen und Erträge aus dem Abgang von als FVTPL klassifizierten Wertpapieren
-18
111
Veränderung von Personalrückstellungen
-79
-364
Veränderung der Wertberichtigung
-597
1.177
Wechselkursdifferenzen
(28)
461
-1.608
Zinsergebnis
(26)
1.691
1.081
Gezahlte Ertragsteuern
(18)
-927
-365
(Gewinn)/Verlust aus dem Abgang von Anlagen
259
41
Sonstige Anpassungen
3
0
14.928
11.793
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
-1.001
507
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
480
-2.071
Vorräte
-1.043
-6.350
Vertragsvermögenswerte
-628
829
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1.702
-2.327
Vertragsverbindlichkeiten
-1.070
61
Sonstige Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Abgrenzungen
24
2.724
-1.536
-6.627
Nettomittelzuflüsse aus betrieblicher Tätigkeit
13.393
5.166
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen
(8), (9)
-6.785
-3.288
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
(8), (9)
-221
-491
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen
(8), (9)
58
3
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen
0
1.376
Netto-Auszahlungen für Unternehmenszusammenschlüsse
(3)
0
0
Einzahlungen aus der Veräußerung von als FVTPL klassifizierten Wertpapieren
(20.5)
0
0
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen
0
0
Erhaltene Zinsen
287
38
Geldflüsse aus der Investitionstätigkeit
-6.661
-2.362
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten
(29)
-74
39.800
Rückzahlungen von finanziellen Verbindlichkeiten
(29)
-3.065
-31.565
Tilgungsanteil von Leasingzahlungen
(29)
-757
-750
Gezahlte Dividenden
-1.950
-495
Gezahlte Zinsen
-1.318
-657
Geldflüsse aus der Finanzierungstätigkeit
-7.164
6.333
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Jahres
22.398
13.309
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
-432
9.138
Zahlungsunwirksame Währungsdifferenzen
35
-49
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Jahres
22.001
22.398
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
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ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
1 GRUNDLAGE FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES
Das Unternehmen:
Die RATH Aktiengesellschaft (nachfolgend „RATH AG“), Walfischgasse 14, 1010 Wien, Österreich, und Tochtergesellschaften (in der Folge
„RATH Gruppe“ oder „Konzern“ genannt) erzeugen und vertreiben Feuerfestwerkstoffe für industrielle Abnehmer und Gewerbebetriebe.
Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im Gebiet der Europäischen Union, in Osteuropa und in den USA. Sitz der Muttergesellschaft ist
Wien. Produktionsstätten befinden sich in Österreich, Deutschland, Ungarn und den USA. Darüber hinaus gibt es Vertriebsgesellschaften
in Österreich, Deutschland, Tschechien, Polen, in der Ukraine sowie in Mexiko.
Die Aktien der RATH AG notieren an der Wiener Börse im Segment „Standard Market Auction“.
Grundsätze der Rechnungslegung:
Der Konzernabschluss der RATH Gruppe zum 31. Dezember 2023 wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften der am
Abschlussstichtag anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International
Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Alle für das
Geschäftsjahr vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und von der EU übernommenen IFRS, für die eine
Anwendung verpflichtend ist, wurden von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angewende t.
Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsmethoden
der RATH Gruppe zugrunde.
Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nichts Anderes vermerkt ist, in Tausend Euro („TEUR“)
angegeben. Sowohl Einzel- als auch Summenwerte stellen den Wert mit den kleinsten Rundungsdifferenzen dar. Bei Addition der
dargestellten Einzelwerte können deshalb geringe Rundungsdifferenzen zu den ausgewiesenen Summen auftreten.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 3. April 2024 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Der Jahresabschluss der
RATH AG wurde am 3. April 2024 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt und zur Veröffentlichung freigegeben.
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2 KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONSOLIDIERUNGSMETHODEN
Konsolidierungskreis:
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 sind exklusive der RATH AG 12 (Vorjahr: 12) Tochterunternehmen einbezogen, die von
der RATH AG beherrscht werden. Für die RATH Ukrajina TOW wurden im Geschäftsjahr 2022 keine Daten übermittelt. Es wurden alle per
30. November 2021 ausgewiesenen Vermögenswerte, mit Ausnahme der zum 31. Dezember 2022 vorhandenen Zahlungsmittel,
abgeschrieben. Dies führte zu einem Ergebniseffekt i.H.v. -138 TEUR im Geschäftsjahr 2022. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden
Finanzinformationen zum 30. September 2023 erhalten, diese sind im Konzernabschluss 2023 enthalten.
Die 12 Tochterunternehmen sind ab dem Zeitpunkt der Beherrschung voll konsolidiert und, wenn die Beherrschung nicht mehr gegeben
ist, entkonsolidiert. Beherrschung ist nach IFRS 10 dann gegeben, wenn die RATH Gruppe die Verfügungsgewalt über das
Tochterunternehmen hat, einer Risikobelastung durch schwankende Renditen aus dem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen
ausgesetzt ist bzw. über ein Anrecht darauf verfügt und die Fähigkeit hat, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu
nutzen, um die Höhe dieser Renditen zu beeinflussen und in weiterer Folge diese dazu nutzen kann, die Finanz- und Geschäftspolitik des
Unternehmens zu bestimmen
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der RATH AG noch folgende Unternehmen:
KONZERNANTEIL
FUNKTIONALE
WÄHRUNG
2023
2022
EINBEZIEHUNGSMETHODE
Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. RATH jun.
GmbH, Krummnußbaum, Österreich
99,98 %
99,98 %
EUR
Vollkonsolidierung
RATH Business Services GmbH
100%
100%
EUR
Vollkonsolidierung
RATH GmbH, Meißen, Deutschland
100%
100%
EUR
Vollkonsolidierung
RATH Sales GmbH & Co KG, Meißen, Deutschland
100%
100%
EUR
Vollkonsolidierung
RATH Sales Beteiligungs GmbH, Meißen, Deutschland
100%
100%
EUR
Vollkonsolidierung
RATH Hungaria Kft., Budapest, Ungarn
100%
100%
HUF
Vollkonsolidierung
RATH Inc., Newark, DE, USA
100%
100%
USD
Vollkonsolidierung
RATH LLC, Owensville, MO, USA
100%
100%
USD
Vollkonsolidierung
RATH žárotechnika spol. s r.o, Dvůr Králové nad Labem,
Tschechische Republik
100%
100%
CZK
Vollkonsolidierung
RATH Polska Sp. z o.o., Dabrowa Gornicza, Polen
100%
100%
PLN
Vollkonsolidierung
RATH Ukrajina TOW, Dnipro, Ukraine
100%
100%
UAH
Vollkonsolidierung
RATH Group S. de R.L. de C.V., Guadalupe, Mexiko
100%
100%
MXN
Vollkonsolidierung
Unternehmenszusammenschlüsse:
Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode zum Erwerbszeitpunkt und somit mit Übergang der Beherrschung
auf den Konzern bilanziert.
Die Anschaffungskosten eines Erwerbes bemessen sich nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der
eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt. Die erworbenen Vermögenswerte, Schulden sowie
Eventualverbindlichkeiten werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Immaterielle Vermögenswerte
werden dabei intern unter Verwendung angemessener Bewertungsmethoden ermittelt. Sie werden planmäßig abgeschrieben oder im
Falle einer unbestimmbaren Nutzungsdauer analog zum Firmenwert mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft.
Erwerbsbezogene Kosten werden als Aufwand erfasst. Etwaige bedingte Gegenleistungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt bewertet.
Bedingte Kaufpreisbestandteile werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Wird ein bedingter
Kaufpreisanteil als Eigenkapitalinstrument eingestuft, wird dieser in Folgeperioden nicht neu bewertet und eine etwaige Abgeltung wird
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
| JAHRESABSCHLUSS
direkt im Eigenkapital erfasst. Ansonsten werden spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes eines bedingten Kaufpreisbestand-
teils erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung jener Periode erfasst, in der die Wertänderung eingetreten ist.
Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital wird
als Firmenwert angesetzt und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Die Fortführung des Firmenwertes erfolgt in der
jeweiligen Landeswährung, in der er zum Erwerbszeitpunkt zugeordnet wurde. Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt auf Ebene der
zahlungsgenerierenden Einheiten. Negative Unterschiedsbeträge werden nach nochmaliger Beurteilung der Ansetzbarkeit und
Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden sowie unter Berücksichtigung von Transaktionskosten sofort
erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen Erträgen erfasst.
Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern:
Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein
aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem
betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und
Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
Bei der Konsolidierung eliminierte Geschäftsvorfälle:
Alle konzerninternen Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen
und Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und
Leistungsverkehr im Anlage- und Umlaufvermögen werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Einseitig
ergebniswirksame Buchungen werden ergebniswirksam ausgebucht und die darauf entfallenden latenten Steuern in Ansatz gebracht.
3 UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE
Es gab weder im aktuellen noch im vorhergegangenen Geschäftsjahr einen Unternehmenserwerb.
4 WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Berichtswährung:
Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die Berichtswährung der RATH Gruppe darstellt. Die Jahresabschlüsse ausländischer
Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Diese entspricht für sämtliche Gesellschaften
der jeweiligen Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht
selbständig betreiben. Alle Bilanzpositionen mit Ausnahme jener des Eigenkapitals werden mit dem Devisenmittelkurs zum 31. Dezember
2023 umgerechnet. Firmenwerte werden als Vermögenswert in der lokalen Währung ihres jeweiligen Ursprungs bilanziert und ebenfalls
mit dem Devisenmittelkurs zum Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten wurden wie im Vorjahr zu
Monatsdurchschnittskursen konvertiert.
Währungsumrechnungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs innerhalb der Bilanz und dem Durchschnittskurs innerhalb der Gewinn-
und Verlustrechnung werden erfolgsneutral in den Posten „Unterschiede Währungsumrechnung“ in der Gesamtergebnisrechnung und
somit als Teil des sonstigen Ergebnisses eingestellt.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
JAHRESABSCHLUSS |
STICHTAGSKURS
31.12.2023
STICHTAGSKURS
31.12.2022
DURCHSCHNITTSKURS
1-12 2023
DURCHSCHNITTSKURS
1-12 2022
USD
1,105
1,067
1,082
1,053
HUF
382,800
400,870
381,759
391,290
CZK
24,724
24,116
24,001
24,566
PLN
4,340
4,681
4,542
4,686
UAH
42,048
39,532
39,790
34,482
MXN
18,723
20,856
19,190
21,187
Transaktionen in fremder Währung:
Gewinne und Verluste aus Transaktionen in einer anderen Währung als der jeweiligen funktionalen Währung werden sofort
ergebniswirksam erfasst.
Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die am Abschlussstichtag auf eine Fremdwährung lauten, werden zum Stichtagskurs in die
funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die mit dem beizulegenden Zeitwert in einer
Fremdwährung bewertet werden, werden zu dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des Zeitwertes gültig ist. Nicht
monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem
Wechselkurs am Tag der Transaktion umgerechnet.
5 AUSWIRKUNGEN NEUER UND GEÄNDERTER STANDARDS
5.1 NEUE UND GEÄNDERTE STANDARDS, DIE IM JAHR 2023 ANWENDUNG FINDEN
Übersicht:
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden folgende Änderungen bestehender IAS/IFRS bzw. Interpretationen sowie die neu
herausgegebenen Standards und Interpretationen, soweit sie bis zum Bilanzstichtag im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht
wurden und bis zu diesem Zeitpunkt in Kraft getreten sind, beachtet:
STANDARD
INHALT
ANZUWENDEN AB
IFRS 17
Versicherungsverträge einschließlich a) Änderungen an IFRS 17 (veröffentlicht am 25. Juni
2020) und b) Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 Vergleichsinformationen
(veröffentlicht am 9. Dezember 2021)
Jänner 2023
IAS 1, IFRS Practice
Statement 2
Angaben von Rechnungslegungsmethoden
Jänner 2023
IAS 8
Definition rechnungslegungsbezogener Schätzungen
Jänner 2023
IAS 12
Latente Steuern aus Transaktionen bei denen bei erstmaliger Erfassung betragsgleiche
steuerpflichtige und abzugsfähige temporäre Differenzen entstehen
Jänner 2023
IAS 12
Internationale Steuerform - Zwei Säulen-Modell-Regeln
nicht anwendbar
Aus keiner dieser Änderungen ergeben sich wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
5.2 STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN ZU PUBLIZIERTEN STANDARDS, DIE 2023 NOCH NICHT VERPFLICHTEND
ANZUWENDEN SIND UND NICHT VORZEITIG ANGEWENDET WURDEN
Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag teilweise noch nicht von der EU
übernommen worden und für das Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewandt.
Zum Stichtag noch nicht von der Europäischen Union übernommene Standards:
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
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STANDARD
INHALT
NICHT ÜBERNOMMEN UND
ANZUWENDEN AB
AUSWIRKUNGEN IM JAHR DER
ERSTMALIGEN ANWENDUNG
IAS 1
a) Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig
b) Langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants
Jänner 2024
Keine wesentlichen
Auswirkungen
IFRS 16
Leasingverbindlichkeit in einer Sale and Leaseback Transaktion
Jänner 2024
Keine wesentlichen
Auswirkungen
IAS 7/IFRS 7
Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen
Jänner 2024
Keine wesentlichen
Auswirkungen
IAS 21
Mangelnde Austauschbarkeit („Lack of Exchangeability“)
Jänner 2025
Diese Änderung wird gerade
evaluiert.
6 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
6.1 SACHANLAGEVERMÖGEN
Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger
Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen, die
angefallen sind, um den Gegenstand an beziehungsweise in seinen derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten
selbsterstellter Anlagen beinhalten die direkt der Herstellung zurechenbaren Aufwendungen. Fremdkapitalkosten werden angesetzt,
sofern diese einem qualifizierenden Vermögenswert zuzuordnen sind. Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten
angesetzt, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorlagen.
In späteren Perioden werden für einen Gegenstand anfallende Kosten (nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten) nur dann
aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus der RATH Gruppe zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten
verlässlich bestimmbar sind.
Die Abschreibung der abnutzbaren Sachanlagen erfolgt linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen
Vermögenswertes. Die Abschreibung wird grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst. Abschreibungsmethoden, Restwerte und
wirtschaftliche Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Bei der Ermittlung der
Abschreibungssätze wurden folgende Nutzungsdauern in Jahren angenommen:
NUTZUNGSDAUER IN JAHREN
Gebäude
von 10
bis 35
Maschinen
von 10
bis 35
Geschäftsausstattung
von 10
bis 15
Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den
Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und im Posten „Andere betriebliche Erträge“ beziehungsweise „Sonstiger betrieblicher Aufwand“
in der Gewinn- und Verlustrechnung erfass t.
Gewöhnliche Instandhaltungsmaßnahmen und unwesentliche Reparaturen werden als Sofortaufwand behandelt.
6.2 LEASINGVERHÄLTNISSE
Die RATH Gruppe wendet sowohl das Wahlrecht für Vereinfachungen im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen mit kurzer Laufzeit
(12 Monate oder weniger) als auch für geringwertige Vermögenswerte an. Der Konzern hat Leasingverhältnisse (als Leasingnehmer) über
diverse elektronische Geräte bzw. Maschinen abgeschlossen, die als geringwertige Wirtschaftsgüter nach IFRS 16 angesetzt werden. Bei
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
JAHRESABSCHLUSS |
jenen unter die Wahlrechte fallenden Leasingverträgen verändert sich an der Buchungsweise nichts, die Aufwendungen erscheinen nach
wie vor in der GuV auf.
Vermögenswerte und Schulden aus Leasingverhältnissen werden bei Erstansatz zu Barwerten erfasst. Die Leasingverbindlichkeiten
beinhalten den Barwert folgender Leasingzahlungen:
feste Zahlungen (einschließlich de facto fester Zahlungen, abzgl. etwaiger zu erhaltender Leasinganreize)
variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, anfänglich bewertet mit dem Index oder Zins(-Satz)
zum Bereitstellungsdatum
erwartete Zahlungen der RATH Gruppe aus der Inanspruchnahme aus Restwertgarantien
der Ausübungspreis einer Kaufoption, deren Ausübung durch den Konzern hinreichend sicher ist
Strafzahlungen im Zusammenhang mit der Kündigung eines Leasingverhältnisses, sofern in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass der
Konzern die betreffende Kündigungsoption wahrnehmen wird
Innerhalb des Konzerns bestehen Verträge, in denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt und welche neben einer
Leasingkomponente auch jeweils eine Servicekomponente enthalten. Der Konzern macht von dem Wahlrecht, den gesamten Vertrag
nach IFRS 16 zu bilanzieren, nicht Gebrauch und wird deshalb die beiden Komponenten trennen, sofern dies möglich ist. Der Konzern
ermittelt die Fristigkeit der Leasingverbindlichkeiten nach dem Tilgungsmodell. Beim Tilgungsmodell entspricht der Kurzfristanteil dem
Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeit.
Für die Nutzungsrechte werden über die Leasinglaufzeit planmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Laufzeit der einzelnen Leasing-
verhältnisse entspricht der unkündbaren Grundmietzeit unter Berücksichtigung von Kündigungs-, Verlängerungs- und Kaufoptionen,
soweit es hinreichend sicher ist, dass diese ausgeübt werden. Hierbei werden grundsätzlich sämtliche Umstände berücksichtigt, die einen
wirtschaftlichen Anreiz bieten, potenzielle Optionen auszuüben.
6.3 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE & FIRMENWERT
Erstmaliger Ansatz
Gemäß IAS 38 werden sowohl extern erworbene als auch selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte nur dann angesetzt, wenn:
es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und
die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswerts verlässlich bestimmt werden können.
Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit künftigen wirtschaftlichen Nutzens werden vernünftige und begründete Annahmen zu den
Rahmenbedingungen einbezogen. Bei immateriellen Vermögenswerten, welche separat oder im Rahmen eines
Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, gilt das Wahrscheinlichkeitskriterium gemäß IAS 38 grundsätzlich als erfüllt.
Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen, die angefallen sind, um den Gegenstand in seinen derzeitigen
Zustand zu versetzen. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss
erworben wird, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt.
Folgebewertung
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
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Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter
Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear über eine geschätzte Nutzungsdauer. Bei der
Ermittlung der Abschreibungssätze wurden folgende Nutzungsdauern in Jahren angenommen:
NUTZUNGSDAUER IN JAHREN
Kundenbeziehungen
6
Markenrecht
5
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
von 1
bis 15
Es existieren keine immateriellen Vermögenswerte mit einer unbegrenzten/unbestimmbaren Nutzungsdauer.
Gewinne und Verluste aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den
Veräußerungserlösen und den Buchwerten der immateriellen Vermögenswerte ermittelt und im Posten „Andere betriebliche Erträge“
beziehungsweise „Sonstiger betrieblicher Aufwand“ in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Entwicklungsausgaben werden nur
dann aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich bewertet werden können, das Produkt oder das Verfahren technisch und
kommerziell geeignet ist, ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und der Konzern sowohl beabsichtigt als auch über
genügend Ressourcen verfügt, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Aktivierte
Entwicklungsausgaben werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter
Wertminderungen bewertet.
Firmenwert
Der in der Bilanz ausgewiesene Firmenwert resultiert aus der Anwendung der Erwerbsmethode bei Unternehmenszusammenschlüssen.
Der erworbene Firmenwert wurde auf Basis der erwarteten Synergien, denen die nicht im Rahmen der Kaufpreiszuteilung angesetzten
Vermögenswerte zugeordnet sind, vollständig dem Segment „USA“ (siehe Angabe (7) und (9)) zugeteilt.
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte
Bei selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten erfolgt eine Aufteilung des Herstellungszeitraumes in eine Forschungs- und eine
Entwicklungsphase. Entwicklungsaufwendungen entstehen insbesondere für neue Feuerfesttechnologien sowie wesentliche
Verbesserungen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit und Qualität.
Eine Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen erfolgt nur dann, wenn sämtliche Bedingungen gemäß IAS 38 kumulativ erfüllt sind:
Die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts kann technisch so weit realisiert werden, dass er genutzt oder verkauft
werden kann
Die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen
Die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen
Die Art und Weise, wie der immaterielle Vermögenswert voraussichtlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird, kann
nachgewiesen werden
Adäquate technische, finanzielle und sonstige Ressourcen sind verfügbar, sodass die Entwicklung abgeschlossen und der
immaterielle Vermögenswert genutzt oder verkauft werden kann
Die dem immateriellen Vermögensgegenstand zurechenbaren Ausgaben können verlässlich bewertet werden
Im Geschäftsjahr wie im Vorjahr wurden diese Bedingungen für einzelne Projekte erfüllt (siehe Angabe (9)).
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Zum Bilanzstichtag bestehen noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte i. H. v. 1.867 TEUR (Vorjahr: 1.220 TEUR). Diese
werden jährlich oder bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf eine potenzielle Wertminderung geprüft.
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen werden in den jeweiligen Aufwandsposten saldiert dargestellt.
6.4 WERTMINDERUNG LANGFRISTIGER VERMÖGENSWERTE
Allgemein
Bei immateriellen Anlagen, Sachanlagen und Leasing-Nutzungsrechten sowie die umfassenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten
(Cash Generating Units/CGUs) wird jeweils zum Bilanzstichtag mittels qualitativer Analyse oder bei Eintritt eines auslösenden Ereignisses
überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen für noch nicht abgeschlossene
Projekte sowie Firmenwerte werden jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Die Grundlage für diese Analyse folgt den Vorgaben des
Managements der RATH Gruppe.
Liegen Anhaltspunkte vor, ermittelt die RATH Gruppe den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren
Betrag aus Nutzungswert und beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert
des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.
Firmenwert
Nach IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ sind Firmenwerte nicht planmäßig abzuschreiben, sondern jährlich bzw. wenn
Anzeichen dafür bestehen, dass eine wesentliche Wertminderung eingetreten sein könnte, daraufhin zu untersuchen, ob Gründe für eine
Wertminderung vorliegen. Eine dabei allfällig festgestellte Wertminderung ist in jener Höhe zu erfassen, in welcher der Buchwert der
jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit inklusive der dieser Einheit zugeordneten Geschäfts-(Firmen)werte den jeweils
erzielbaren Betrag übersteigt. Dieser ist der höhere der beiden Beträge aus Nutzungswert und beizulegender Zeitwert abzüglich
Veräußerungskosten.
Vollständig außerplanmäßig wertberichtigte Firmenwerte werden im Anlagenspiegel als Abgang dargestellt.
Ermittlung des Nutzungswertes
Der Nutzungswert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows aus seiner fortgesetzten
Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer. Kann für einen einzelnen Vermögenswert kein von anderen
Vermögenswerten unabhängiger Cashflow ermittelt werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzwertes für die nächstgrößere Einheit, zu der
dieser Vermögenswert gehört und die Mittelzuflüsse erzeugt, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer
Vermögensgegenstände sind (CGUs). Die RATH Gruppe definiert die einzelnen Konzerngesellschaften, zusammengefasst nach Ländern
als CGU.
Ausgangspunkt für die Cashflow-Prognosen auf Nachsteuerbasis zur Ermittlung des Nutzungswerts ist das von Vorstand verabschiedete
und vom Aufsichtsrat beschlossene Budget. Nach einem Detailplanungszeitraum, der sich über 5 Jahre erstreckt, wird basierend auf den
Annahmen des letzten Jahres mit einer ewigen Rente unter Berücksichtigung einer nachhaltigen langfristigen Wachstumsrate i. H. v. 2 %
(Vorjahr: 2 %) gerechnet, die tendenziell die allgemeine Teuerung ausgleicht. Zur Planung bzw. Prognostizierung von Free Cashflows
werden insbesondere auf interne und externe Annahmen über die künftig erwarteten Absatzpreise und -mengen sowie die dazu
notwendigen Kosten (insbesondere Energiepreise, Rohstoffe sowie Personal und Steuern) unter Berücksichtigung des erwarteten
Marktumfeldes herangezogen. Überdies werden die geplanten Investitionen sowie die Veränderung des Working Capitals berücksichtigt.
Die geplanten bzw. prognostizierten zukünftigen Zahlungsströme (Free Cashflows) vor Steuern werden mittels Discounted-Cashflow-
Methode auf einen Barwert abgezinst. Als Abzinsungssatz wird dieses Jahr, um schwankenden Inflationsentwicklungen Rechnung zu
tragen, ein periodenspezifischer individuell nach dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelter Mischsatz aus der durchschnittlichen
Fremdkapitalverzinsung und der erwarteten Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals herangezogen (Weighted Average Cost of
Capital/ WACC). Bei der Bestimmung der periodenspezifischen WACCs wurden großteils extern verfügbare Kapitalmarktdaten von
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Vergleichsunternehmen verwendet. Für die Wertminderungstests von CGUs wurden folgende periodenspezifische WACCs nach Steuern
herangezogen:
ZUGEORDNETER
FIRMENWERT
WACC
VOR STEUERN
WACHSTUMSRATE
EWIGE RENTE
CGU
TEUR
WACC
AT
0
7,92%
7,94%
2,00%
DE
0
7,24%
7,26%
2,00%
HU
0
9,98%-11,93%
9,99%-11,94%
2,00%
US
1.978
6,75%-7,58%
6,77%-7,60%
2,00%
REST
0
8,62%-8,64%
8,64%-9,53%
2,00%
Die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts wird in seiner Gesamtheit in die Stufe 3 der Bewertungshierarchie eingeordnet, da
wesentliche Inputfaktoren (insbesondere Cashflows) nicht am Markt beobachtbar sind.
Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen
Anschaffungs- oder Herstellungskosten und erzielbarem Betrag.
Zum Bilanzstichtag und damit unverändert zum Vorjahresbilanzstichtag kam es bezogen auf die CGUs zu keiner Erfassung einer
Wertminderung oder Wertaufholung.
Sensitivität der getroffenen Annahmen
Zur Ermittlung der Nutzungswerte der einzelnen CGUs wurden wesentliche makroökonomische und industrie- und unternehmens-
bezogene Annahmen getroffen. Der Werthaltigkeitstest wurde um Stresstests ergänzt, indem die wesentlichen Parameter im Rahmen
einer Sensitivitätsanalyse einzeln bzw. gemeinsam verändert wurden.
Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) wurden im Rahmen der Sensitivitätsanalyse folgende Parameteränderungen
(Stresstest) einzeln simuliert: Es wurde eine relative Minderung des geplanten EBITDA um 5%. im Detailplanungszeitraum und in der
ewigen Rente angenommen. Bei dieser Simulation ergibt sich keine Unterdeckung des Nutzungswerts im Vergleich zum Buchwert der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Bei einer Erhöhung des WACC um 1,5 Prozentpunkte führt die Simulation zu keiner
Unterdeckung des Nutzungswerts im Vergleich zum Buchwert in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Bei einer Reduktion der
Wachstumsrate in der ewigen Rente von 0,5 Prozentpunkten ergibt sich in keiner der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten eine
Unterdeckung.
6.5 ZUSCHÜSSE DER ÖFFENTLICHEN HAND
Zuschüsse der öffentlichen Hand für Aufwendungen werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die
entsprechenden Aufwendungen anfallen, außer wenn der Zufluss des Zuschusses von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit
eintretenden Bedingungen abhängt.
Aufwandszuschüsse
Aufwandszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage als Abgrenzungsposten angesetzt und entsprechend den
angefallenen Aufwendungen von der entsprechenden Aufwandsposition in Abzug gebracht.
In Summe wurden 125 TEUR (Vorjahr: 1.141 TEUR) an Zuschüssen der öffentlichen Hand im Geschäftsjahr 2023 verbindlich zugesagt, 125
TEUR (Vorjahr: 441 TEUR) wurden von den im Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen in Abzug gebracht. In 2023 wurden 105 TEUR
(Vorjahr: 0 TEUR) als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen.
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Investitionszuschüsse
Investitionszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage als Passivposten angesetzt und nach Maßgabe der
Abschreibung der zugrunde liegenden Anlagen erfolgswirksam realisiert.
Zum 31. Dezember 2023 wurden keine Investitionszuschüsse passiviert (Vorjahr: 1.760 TEUR). Insgesamt wurden 55 TEUR (Vorjahr 36
TEUR) an Investitionszuschüssen im sonstigen betrieblichen Ertrag erfasst.
Emissionszertifikate
Auf Basis der Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates über ein System für den Handel mit
Treibhausgas-Emissionszertifikaten werden durch nationale Zuteilungspläne den betroffenen Gesellschaften in der RATH Gruppe
Emissionszertifikate unentgeltlich zugeteilt. Überdies wurden den betroffenen Gesellschaften Quoten zum Tausch von internationalen
Emissionszertifikaten in EU-Emissionszertifikate unentgeltlich zugeteilt.
Unentgeltlich zugeteilte Emissionszertifikate und Gewinne aus dem Tausch von entgeltlich erworbenen internationalen
Emissionszertifikaten in EU-Zertifikate unter Verwendung der unentgeltlich zugeteilten Quote werden nicht im Konzernabschluss der
RATH Gruppe angesetzt.
Soweit die verbrauchten Zertifikate die im Bestand befindlichen Zertifikate übersteigen, wird die Rückstellung mit dem Zeitwert der
(nachzuschaffenden) Zertifikate zu dem betreffenden Stichtag bewertet. Zum 31. Dezember 2023 waren wie zum Vorjahresstichtag
ausreichend Emissionszertifikate vorhanden.
6.6 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN
Ansatz und erstmalige Bewertung
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Entstehungszeitpunkt angesetzt. Alle anderen finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn das Unternehmen Vertragspartei nach den
Vertragsbestimmungen des Instruments wird.
Ein finanzieller Vermögenswert (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente)
oder eine finanzielle Verbindlichkeit werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei einem Posten, der nicht
zu FVTPL bewertet wird, kommen hierzu die Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb oder der Ausgabe des Finanzinstruments
zurechenbar sind. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen
Ansatz zum Transaktionspreis bewertet.
Klassifizierung und Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte
Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet:
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten
Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode folgebewertet. Die
fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursgewinne
und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Ein Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung wird im
Gewinn oder Verlust erfasst.
FVTPL
Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Nettogewinne und -verluste, einschließlich jeglicher
Zins- oder Dividendenerträge, werden im Gewinn oder Verlust erfasst.
FVOCI-Schuldinstrumente
Diese Investments in Schuldinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Zinserträge, die mit der
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Effektivzinsmethode berechnet werden, Wechselkursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder
Verlust erfasst. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei der Ausbuchung wird das kumulierte
sonstige Ergebnis in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
FVOCI-Eigenkapitalinvestments
Eigenkapitalinvestments werden zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet. Dividenden werden
als Ertrag im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, die Dividende stellt offensichtlich eine Deckung eines Teils der Kosten des
Investments dar. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und nie in den Gewinn oder Verlust
recycelt.
Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nur reklassifiziert, wenn der Konzern sein Geschäftsmodell zur
Steuerung der finanziellen Vermögenswerte ändert. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag
der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt.
Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt
sind und er nicht als FVTPL designiert wurde:
Er wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur
Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und
die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die
ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.
Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als FVTPL designiert
wurde:
Es wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur
Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte; und
seine Vertragsbedingungen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und
Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.
Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinvestments, das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann die RATH Gruppe
unwiderruflich wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird
einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen.
Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden, werden zu FVTPL
bewertet. Dies umfasst alle derivativen finanziellen Vermögenswerte. Bei der erstmaligen Erfassung kann der Konzern unwiderruflich
entscheiden, finanzielle Vermögenswerte, die ansonsten die Bedingungen für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder
zu FVOCI erfüllen, zu FVTPL zu designieren, wenn dies dazu führt, ansonsten auftretende Rechnungslegungsanomalien („accounting
mismatch“) zu beseitigen oder signifikant zu verringern. Es bestehen keine Forderungen bzw. Verbindlichkeiten innerhalb des Konzerns,
die zum Fair Value bewertet werden.
Wertminderung finanzieller Vermögenswerte
Der Konzern beurteilt auf zukunftsgerichteter Basis die mit zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten verbundenen erwarteten Kreditverluste. Die Wertminderungsmethode ist
abhängig davon, ob eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos vorliegt.
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Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet der Konzern den gemäß IFRS 9 zulässigen vereinfachten Ansatz an, dem
zufolge die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste ab dem erstmaligen Ansatz der Forderungen zu erfassen sind. Zur Bemessung der
erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte auf Basis
gemeinsamer Kreditrisikomerkmale und Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die Vertragsvermögenswerte betreffen noch nicht
fakturierte laufende Arbeiten und weisen im Wesentlichen die gleichen Risikomerkmale wie die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen für die gleichen Vertragsarten auf. Der Konzern hat daher die Schlussfolgerung gezogen, dass die erwarteten Verlustquoten
für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einen angemessenen Näherungswert der Verlustquoten für Vertragsvermögenswerte
darstellen.
Die erwarteten Verlustquoten beruhen auf den Zahlungsprofilen der Umsätze über eine Periode von 36 Monaten vor dem 31. Dezember
2023 bzw. dem 1. Januar 2024 und den entsprechenden historischen Ausfällen in dieser Periode. Die historischen Verlustquoten werden
angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen zu makroökonomischen Faktoren abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der
Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Der Konzern hat das Länderrisiko bezogen auf das jeweilige Kundendomizil als
relevantesten Faktor identifiziert und passt die historischen Verlustquoten aufgrund der erwarteten Veränderungen bei diesen Faktoren
an. Das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte wird generell als gering
eingestuft. Eine signifikante Erhöhung dieses wird ab einer Überfälligkeit ab 90 Tage eingeschätzt.
Informationen zu den Entwicklungen der Wertberichtigung in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen befinden sich in
Angabe (12).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden ausgebucht, wenn nach angemessener
Einschätzung keine Realisierbarkeit mehr gegeben ist. Zu den Indikatoren, wonach nach angemessener Einschätzung keine
Realisierbarkeit mehr gegeben ist, zählen unter anderem das Versäumnis eines Schuldners, sich zu einem Rückzahlungsplan gegenüber
dem Konzern zu verpflichten und das Versäumnis, für eine Periode von mehr als 120 Tagen Zahlungsverzug, vertragliche Zahlungen zu
leisten. Zur Ermittlung der Verlustquote, d.h. der tatsächliche Forderungsverlust bei Ausfall eines Kunden bzw. was voraussichtlich aus
der Insolvenzmasse uneinbringlich sein wird, werden neben etwaigen Besicherungen auch die finanzielle Situation des Kunden sowie
Erfahrungswerte und Einschätzungen von Rechtsexperten berücksichtigt.
Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden im
Betriebsergebnis als Wertminderungsaufwendungen, netto, dargestellt. In Folgeperioden erzielte, früher bereits abgeschriebene
Beträge werden im gleichen Posten erfasst.
Klassifizierung finanzieller Verbindlichkeiten
Bei der erstmaligen Erfassung wird eine finanzielle Verbindlichkeit wie folgt eingestuft und bewertet:
Andere finanzielle Verbindlichkeiten (zu fortgeführten Anschaffungskosten)
FVTPL (zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust)
Andere finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der
Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen und Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen werden im Gewinn oder Verlust
erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst.
Ausbuchung
Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Zahlungsströme aus dem
finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Zahlungsströme in einer Transaktion überträgt, in der auch alle
wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Eine
Ausbuchung findet ebenfalls statt, wenn der Konzern alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen weder
überträgt noch behält und er die Verfügungsgewalt über den übertragenen Vermögenswert nicht behält.
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Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen
sind. Der Konzern bucht des Weiteren eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn dessen Vertragsbedingungen geändert werden und die
Zahlungsströme der angepassten Verbindlichkeit signifikant anders sind. In diesem Fall wird eine neue finanzielle Verbindlichkeit
basierend auf den angepassten Bedingungen zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Bei der Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit
wird die Differenz zwischen dem Buchwert der getilgten Verbindlichkeit und dem gezahlten Entgelt (einschließlich übertragener unbarer
Vermögenswerte oder übernommener Verbindlichkeiten) im Gewinn oder Verlust erfasst.
Derivative Finanzinstrumente
Zum 31. Dezember 2023 und damit unverändert zum Vorjahresbilanzstichtag hält die RATH Gruppe keine derivativen Finanzinstrumente.
6.7 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALEN TE
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten mit einer
Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Die Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmt mit dem Zahlungsmittelfonds
der Konzerngeldflussrechnung überein.
6.8 VORRÄTE
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert am
Bilanzstichtag bewertet. Die RATH Gruppe überprüft in regelmäßigen Abständen die Werthaltigkeit der Vorräte und vergleicht diese mit
erzielbaren Nettoveräußerungswerten am Absatzmarkt (Verkaufspreis abzüglich zuzurechnender Vertriebs- und Verwaltungskosten). Ist
dieser geringer als die Anschaffungs- bzw. Herstellkosten, wird eine Abschreibung auf den Nettoveräußerungswert erfolgswirksam
erfasst.
Überdies werden Gängigkeitsabschläge für Rohmaterialien, ausgenommen Ersatzteile, mit 50% bei keinerlei Verbrauch des Rohmaterials
zwischen 2 und 3 Jahren sowie mit 100% bei keinerlei Verbrauch über 3 Jahren angenommen. Im Falle von Fertigerzeugnissen wird
zwischen Kleber und Betone und anderen Fertigerzeugnissen unterschieden. Kleber und Betone werden zu 100% wertberichtigt, wenn
keinerlei Verbrauch innerhalb eines Jahres erfolgte. Bei allen anderen Fertigerzeugnissen außer Standardprodukten erfolgen folgende
Gängigkeitsabschläge:
Kein Verbrauch innerhalb von 3 Jahren: 33%
Kein Verbrauch innerhalb von 4 Jahren: 67%
Kein Verbrauch innerhalb von 5 Jahren und mehr: 100%
Bei Wegfall des Grundes für den Gängigkeitsabschlag bzw. der Wertminderung aufgrund eines geringeren Nettoveräußerungswertes
erfolgt die Auflösung der Wertberichtigung.
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten des Erwerbes und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten, die
angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten beinhalten dabei alle
Einzelkosten sowie systematisch zugerechnete, mit der Herstellung anfallende variable und fixe Gemeinkosten auf Basis einer
durchschnittlichen Auslastung der Produktionsanlagen. Die Kosten pro Einheit werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren
ermittelt.
Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus den erwarteten Verkaufserlösen abzüglich der auf Basis von Erfahrungswerten festgelegten,
noch anfallenden Herstellungs- und Vertriebskosten.
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6.9 VERPFLICHTUNGEN GEGENÜBER ARBEITNEHMERN
Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer
Verpflichtungen aus kurzfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer werden als Aufwand erfasst, sobald die damit verbundene
Arbeitsleistung erbracht wird. Eine Schuld ist für den erwartungsgemäß zu zahlenden Betrag zu erfassen, wenn der Konzern
gegenwärtig eine rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, diesen Betrag aufgrund einer vom Arbeitnehmer erbrachten
Arbeitsleistung zu zahlen und die Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann.
Beitragsorientierte Pläne
Verpflichtungen für Beiträge zu beitragsorientierten Plänen werden als Aufwand erfasst, sobald die damit verbundene
Arbeitsleistung erbracht wird. Vorausgezahlte Beiträge werden als Vermögenswert erfasst, soweit ein Anrecht auf Rückerstattung
oder Verringerung künftiger Zahlungen entsteht. Im Falle von beitragsorientierten Versorgungsplänen leistet die Gesellschaft
aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Verpflichtung Zahlungen in privatwirtschaftliche oder öffentlich-rechtliche
Pensionssysteme und Mitarbeitervorsorgekassen. Außer der Beitragszahlung bestehen keine weiteren Verpflichtungen.
Leistungsorientierte Pläne
Alle anderen Verpflichtungen resultieren aus ungedeckten, leistungsorientierten Versorgungssystemen und werden entsprechend
rückgestellt. Die Nettoverpflichtung des Konzerns im Hinblick auf leistungsorientierte Pläne wird für jeden Plan separat berechnet,
indem die künftigen Leistungen geschätzt werden, welche die Arbeitnehmer in der laufenden Periode und in früheren Perioden
verdient haben. Dieser Betrag wird abgezinst und der beizulegende Zeitwert eines etwaigen Planvermögens hiervon abgezogen.
Die Bilanzierung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined
benefit obligation DBO) ermittelt. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (projected unit credit
method PUC). Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum
angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben. Die Berechnung des erforderlichen
Rückstellungswertes erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.
Die zukünftigen Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet und basieren auf einer
sachgerechten Annahme des Abzinsungsfaktors, Gehaltssteigerungsfaktors und des Pensionssteigerungsfaktors. Annahmebedingte
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden im Jahr ihres Entstehens unmittelbar über das
sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Somit entspricht die Rückstellung in der Regel der tatsächlichen Verpflichtung zum jeweiligen
Bilanzstichtag. Ein etwaiger nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Für die
Jubiläumsgeldrückstellung werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sofort ergebniswirksam erfasst. Für
Abfertigungsrückstellungen und Pensionsrückstellungen werden die Ergebnisse aus der Neubewertung der Nettoschuld im sonstigen
Ergebnis erfasst. Bei der Abfertigungsrückstellung wird der Dienstzeitaufwand über den Zeitraum, in dem der maximale
Abfertigungsanspruch erreicht wird, verteilt.
6.10 CKSTELLUNGEN
Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die RATH Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aufgrund
eines vergangenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird
und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Bestehen bei einer Sachanlage Rückbauverpflichtungen zum
Ende der Nutzungsdauer, so werden die Aufwendungen dafür als Rückstellung für Entsorgungskosten passiviert und als Teil der
Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage aktiviert. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die
bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines
marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung
angesetzt.
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Eine Rückstellung für Gewährleistungen wird erfasst, sobald die zugrunde liegenden Produkte oder Dienstleistungen verkauft werden.
Die Rückstellung basiert auf historischen Gewährleistungsdaten und einer Gewichtung aller möglichen Ergebnisse mit den damit
verbundenen Wahrscheinlichkeiten.
6.11 STEUERN
Der Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern. Tatsächliche Steuern und latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust
erfasst. Ausgenommen davon sind jene Posten, die mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital
oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden sind.
Zinsen und Strafen auf Ertragsteuern, welche nicht die Definition von Ertragssteuern erfüllen, werden nach IAS 37 bilanziert. Für die
Bilanzierung unsicherer Steuerposten wird IFRIC 23 berücksichtigt.
Tatsächliche Steuern
Tatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernden Einkommen
oder den steuerlichen Verlust, und zwar auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten sowie alle Anpassungen
der Steuerschuld für frühere Jahre. Der Betrag der erwarteten Steuerschuld oder Steuerforderung spiegelt den Betrag wider, der unter
Berücksichtigung von steuerlichen Unsicherheiten, sofern vorhanden, die beste Schätzung darstellt. Tatsächliche Steuerschulden
beinhalten auch alle Steuerschulden, die als Folge der Festsetzung von Dividenden entstehen.
Die tatsächliche Steuer für die einzelnen Gesellschaften der RATH Gruppe errechnet sich aus dem steuerpflichtigen Einkommen der
einzelnen Gesellschaften und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz. Tatsächliche Steueransprüche und -schulden werden
nur unter bestimmten Bedingungen saldiert.
Es besteht ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs 8 KStG 1988 zwischen der RATH AG als Gruppenträger sowie den
Konzerngesellschaften Aug. RATH jun. GmbH und RATH Business Services GmbH als Gruppenmitgliedern zum Zweck der
Gruppenbesteuerung. Überdies besteht jeweils zwischen den US-Gesellschaften sowie den Gesellschaften in Deutschland eine
steuerliche Organschaft.
Latente Steuern
Latente Steuern werden im Hinblick auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden für
Konzernrechnungslegungszwecke und den verwendeten Beträgen für steuerliche Zwecke sowie für steuerliche Verlustvorträge erfasst.
Für folgende Sachverhalte werden keine latenten Steuern erfasst:
temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Schulden bei einem Geschäftsvorfall, bei dem es sich
nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt und der weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu
versteuernde Ergebnis beeinflusst.
temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlich
geführten Unternehmen, sofern der Konzern in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu
steuern und es wahrscheinlich ist, dass sie sich in absehbarer Zeit nicht auflösen werden.
zu versteuernde temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwertes.
Ein latenter Steueranspruch für noch nicht genutzte steuerliche Verluste, noch nicht genutzte Steuergutschriften und abzugsfähige
temporäre Differenzen wird in jenem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass künftige zu versteuernde Ergebnisse zur
Verfügung stehen werden, für die sie genutzt werden können. Zukünftig zu versteuernde Gewinne werden auf Basis der Umkehr zu
versteuernder temporärer Differenzen ermittelt. Sollte der Betrag nicht ausreichen, um latente Steueransprüche vollständig zu
aktivieren, werden die zukünftig zu versteuernden Gewinne unter Berücksichtigung der Umkehr temporärer Differenzen auf Basis der
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individuellen Geschäftspläne der Tochterunternehmen ermittelt. Latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag
überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert
werden wird. Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn sich die Wahrscheinlichkeit zukünftig zu versteuernder Ergebnisse
verbessert.
Nicht bilanzierte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag neu beurteilt und in dem Umfang angesetzt, in dem es
wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung gestatten wird.
Latente Steuern werden anhand der Steuersätze bewertet, die erwartungsgemäß auf temporäre Differenzen angewendet werden,
sobald sie sich umkehren, und zwar unter Verwendung von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gültig oder angekündigt sind. Der
Ermittlung der Steuerabgrenzung wurde in Österreich ein Steuersatz von 23 % ab dem Jahr 2024 zugrunde gelegt (Vorjahr 24% für das
Jahr 2023 und 23% für die Folgejahre). Unverändert zu den Vorjahren wurde die Berechnung in Deutschland mit 31 %, in Ungarn mit 9 %
und in den USA mit 23 % durchgeführt.
Die Bewertung latenter Steuern spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Erwartung des Konzerns im Hinblick auf
die Art und Weise der Realisierung der Buchwerte seiner Vermögenswerte bzw. der Erfüllung seiner Schulden zum Abschlussstichtag
ergeben.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
6.12 UMSATZREALISIERUNG
Allgemein:
Basis für die Realisierung eines Umsatzerlöses innerhalb der RATH Gruppe ist das Vorliegen eines Vertrages, in dem eine mit dem Kunden
festgelegte Gegenleistung vereinbart ist. Die Gegenleistung wird auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen des Vertrages auf Basis
ihrer relativen Einzelveräußerungspreise verteilt. Sind diese nicht verfügbar (z.B. bei kundenspezifischen Projekten), werden die
erwarteten Kosten zuzüglich einer Marge herangezogen.
Variable Gegenleistungen werden nur bis zu jener Höhe in den Umsatzerlösen erfasst, als höchstwahrscheinlich ist, dass es zukünftig zu
keiner signifikanten Reduzierung bereits erfasster Umsatzerlöse kommt. Die Darstellung der Umsatzerlöse erfolgt somit abzüglich von
Rabatten, Skonti, Boni sowie ggf. Vertragsstrafen. Auch für gestaffelte Preisstrukturen, die eine Rabattierung in zukünftigen Perioden
festlegt, erfolgt eine Umsatzabgrenzung. Der Ansatz variabler Gegenleistungen basiert im Wesentlichen auf historischen Daten.
Die Diversität im Produkt- und Kundenportfolio spiegelt sich auch in den Zahlungsbedingungen wider und ist vor allem im Projektgeschäft
sehr ausgeprägt. Generell strebt die RATH Gruppe dabei nach Zahlungsplänen, die in etwa dem Projektfortschritt entsprechen bzw.
möglichst kurzen Zahlungszielen bei reinen Lieferaufträgen.
Je nach Beschaffenheit der Leistungsverpflichtung wird diese zeitpunkt- bzw. zeitraumbezogen als Umsatz realisiert.
Leistungsverpflichtungen innerhalb der RATH Gruppe
Die RATH Gruppe produziert und vertreibt Feuerfestprodukte. Dazu zählen Hochtemperaturwollen, - rollen, -matten, - Kombi-Module
sowie Feuerleichtsteine und dichte Steine, Betone sowie Vakuumformteile und Filterelemente. Neben der Produktion von Standard-
formaten werden auch kundenspezifische Produkte gefertigt, deren Produktion i.d.R. auch Engineering (Planung) voraussetzt. Im Rahmen
von Projekten werden Kunden mit ganzheitliche Feuerfestlösungen wie z.B. Öfen ausgestattet. Neben Engineering werden noch weitere
Services wie Montage, Supervision oder Reparaturleistungen angeboten und auch gemeinsam mit der Fertigungsleistung vertrieben.
Eine Leistung ist kundenspezifisch, wenn:
die Design Spezifikationen einzigartig für einen Kunden sind und eine Umarbeitung unwirtschaftlich bzw. mit wesentlichen Kosten
verbunden wäre; oder
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eine alternative Verwendung der Produkte durch vertragliche Restriktionen eingeschränkt ist.
Zu Vertragsbeginn werden eigenständige Waren oder Dienstleistungen abgegrenzt und als Leistungsverpflichtung identifiziert. Eine
Reihe von eigenständig abgrenzbaren Waren oder Dienstleistungen, die im Wesentlichen gleich sind und das gleiche Übertragungsmuster
an den Kunden aufweisen, werden als eine Leistungsverpflichtung identifiziert (z.B. Produktion mehrerer gleicher Steine mit
Standardformat).
Eine Ware oder eine Dienstleistung sind eigenständig abgrenzbar, wenn die folgenden beiden Kriterien erfüllt sind:
dem Kunden entsteht aus den zugesagten Waren oder Dienstleistungen direkt oder im Zusammenspiel mit anderen, ihm zur
Verfügung stehenden Ressourcen Nutzen und
die zugesagten Waren oder Dienstleistungen sind von anderen zugesagten Waren oder Dienstleistungen des gleichen Vertrags
trennbar.
Folgende wesentliche und typische Leistungsverpflichtungen bestehen innerhalb der RATH Gruppe:
Fertigung von Produkten mit Standardformat
Engineering (inkl. Dokumentation) und Fertigung von kundenspezifischen Produkten
Services wie Installation, Supervision, Reparatur oder Wartung
Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr, bestehen Verträge, die wesentliche Finanzierungskomponenten oder wesentliche Garantien
bzw. Gewährleistungen und damit verbundene Verpflichtungen enthalten. Unverändert zum vorhergegangenen Geschäftsjahr weisen
die Leistungsverpflichtungen eine erwartete, ursprüngliche Laufzeit von maximal einem Jahr auf.
Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung
Der Konzern erfasst Erlöse über einen Zeitraum hinweg, wenn eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:
Kunde erhält den Nutzen aus der erbrachten Leistung und verbraucht ihn gleichzeitig
Erzeugung oder Verbesserung eines Vermögenswertes, über den der Kunde die Verfügungsmacht während der Erzeugung oder
Verbesserung besitzt
Kundenspezifische Leistung: Erzeugung eines Vermögenswertes, der vom Unternehmen nicht anderweitig genutzt werden kann;
dabei bestehen Zahlungsanspruch für die bisher erbrachten Leistungen und die Erwartung, dass der Vertrag wie vereinbart erfüllt
wird
Daraus ergeben sich folgende typische Leistungsverpflichtungen innerhalb der RATH Gruppe, für die eine zeitraumbezogene
Umsatzrealisierung erfolgt:
Engineering (inkl. Dokumentation) und Fertigung von kundenspezifischen Produkten
Services wie Installation, Supervision, Reparatur oder Wartung
Zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung
Werden die Kriterien zur zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung nicht erfüllt, erfolgt eine zeitpunktbezogene Erfassung der Umsätze.
Erlöse werden daher erfasst, wenn die Verfügungsmacht zu einem bestimmten Zeitpunkt übergeht. Folgende Indikatoren werden dabei
vom Konzern herangezogen:
die wesentlichen Risiken und Chancen aus dem Besitz des Vermögenswerts liegen gemäß vereinbartem INCOTERM beim Kunden
Kundenabnahme (sofern nicht nur eine Formalität)
Folgende wesentliche und typische Leistungsverpflichtungen, für die eine zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung zur Anwendung
kommt, bestehen innerhalb der RATH Gruppe:
Fertigung von Produkten mit Standardformat
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Vertragskosten
Kosten, die zur Erlangung eines Vertrags der eine erwartete Laufzeit von nicht mehr als einem Jahr hat angefallen sind, werden gem. IFRS
15:91-94 im Aufwand erfasst. Wesentliche Kosten zur Erlangung eines Vertrages mit einer Laufzeit über einem Jahr werden als Vermö-
genswert aktiviert und über die Laufzeit des Vertrages im Aufwand erfasst. Zum 31. Dezember 2023 bestanden keine abgegrenzten
Vertragskosten (Vorjahr: 0 TEUR).
6.13 FINANZERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN
Die Finanzerträge und -aufwendungen des Konzerns umfassen:
Zinserträge
Zinsaufwendungen
Erträge aus Wertpapieren
Nettogewinne oder -verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu FVTPL bewertet werden
Fremdwährungsgewinne und -verluste aus finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
Wertminderungsaufwendungen (und Wertaufholungen) auf Investments in Wertpapiere bewertet zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Zinserträge und -aufwendungen werden nach der Effektivzinsmethode im Gewinn oder Verlust erfasst. Erträge aus Wertpapieren
werden im Gewinn oder Verlust zu dem Zeitpunkt erfasst, in dem der Rechtsanspruch des Konzerns auf Zahlung besteht.
Der Effektivzinssatz ist jener Zinssatz, der exakt die geschätzten künftigen Zahlungsaus- oder -eingänge während der voraussichtlichen
Lebensdauer des Finanzinstruments:
auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts oder
auf den Restbuchwert der finanziellen Verbindlichkeit abzinst
Bei der Berechnung der Zinserträge und -aufwendungen wird der Effektivzinssatz auf den Bruttobuchwert des Vermögenswertes (wenn
dieser nicht in der Bonität beeinträchtigt ist) oder auf den Restbuchwert der Verbindlichkeit angewendet. Für finanzielle
Vermögenswerte, die nach der erstmaligen Erfassung in der Bonität beeinträchtigt werden, werden die Zinserträge hingegen durch
Anwendung des Effektivzinssatzes auf die fortgeführten Anschaffungskosten des finanziellen Vermögenswertes berechnet. Wenn der
Vermögenswert nicht mehr in der Bonität beeinträchtigt ist, wird die Berechnung der Zinserträge wieder auf der Bruttobasis
vorgenommen.
6.14 VERWENDUNG VON ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN
Allgemein
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass vom Management zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und
Annahmen getroffen werden müssen, die die Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, den Ansatz und die Bewertung
von Vermögenswerten und Schulden sowie Eventualschulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den
Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen.
Für die Ermittlung der Schätzungen und Annahmen werden historische Informationen, Plandaten und wirtschaftliche Rahmen-
bedingungen berücksichtigt. Diese Schätzungen und die zugrundeliegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die sich
tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Zu den in der Bilanz nicht erfassten Verpflichtungen,
Bürgschaften, Garantien und sonstigen Haftungsverhältnissen werden regelmäßig Einschätzungen vorgenommen, ob eine bilanzielle
Erfassung im Abschluss zu erfolgen hat.
Folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind am wesentlichsten mit Ermessensausübungen des Managements, sowie mit
Schätzungen und Annahmen verbunden:
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Umsatzrealisierung
Neben Materiallieferungen bestehen häufig auch weitere Leistungsverpflichtungen wie Engineering, Supervision oder
Montageleistungen. Daraus ergeben sich Ermessensspielräume hinsichtlich Festlegung der einzelnen unterscheidbaren
Leistungsverpflichtungen sowie der Verteilung der Gegenleistung auf diese auf Basis ihrer Einzelveräußerungspreise. Auch ob für
Aufträge von langjährigen Bestandskunden bzw. in Bereichen, in denen die Gruppe über langjährige Erfahrung verfügt eine noch nicht
erfolgte Kundenabnahme als Formalakt einzustufen ist und somit eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung erfolgt, bedarf
Ermessensausübung.
Überdies ist die Einschätzung, ob ein Material kundenspezifisch ist mit gewissen Ermessensausübungen verbunden. Diese Einstufung ist
maßgeblich für die zeitliche Verteilung der Umsatzrealisierung. Die Bestimmung des Transaktionspreises ist kaum mit
Ermessensentscheidungen verbunden, da dieser i. d. R. nicht von variabler Natur ist.
Die RATH Gruppe gewährt unterschiedliche Arten von Produktgarantien in Abhängigkeit von Business Line und Marktgegebenheiten. Die
Bilanzierung von Rückstellungen für Produktgarantien ist grundsätzlich mit Einschätzungen hinsichtlich der Schadenshäufigkeit und
Schadenshöhe verbunden. Diese Einschätzungen basieren auf historischen Aufzeichnungen über die Häufigkeit und Höhe von
Garantiefällen sowie der bestmöglichen Einschätzung der erwarteten Leistungen aus Garantiefällen durch das Management. Da es in der
Vergangenheit zu keinen wesentlichen Aufwendungen aus Garantiefällen kam und auch für die Zukunft keine wesentlichen
Veränderungen erwartet werden, wurde wie im Vorjahr keine Rückstellung für Produkthaftung erfasst.
Ansatz von aktiven latenten Steuern
Zur Ermittlung der aktiven latenten Steuern sind Annahmen bezüglich des künftigen zu versteuernden Ergebnisses und des Zeitpunkts
der Realisierung der aktiven latenten Steuern zu treffen. Da jedoch die zukünftigen Geschäftsentwicklungen unsicher sind und teilweise
von der RATH Gruppe nicht beeinflusst werden können, ist die Bewertung der latenten Steuern mit Unsicherheiten verbunden.
Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen
Für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen sind Ermessensausübungen bei der Beurteilung der Identifizierbarkeit
immaterieller Vermögenswerte sowie beim Ansatz aller identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlich-
keiten zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag erforderlich. Insbesondere die Bewertung immaterieller Vermögenswerte
basiert grundsätzlich auf der Prognose der insgesamt erwarteten künftigen Cashflows und ist eng mit den Annahmen des Managements
bezüglich deren künftiger Weiterentwicklung sowie mit den zugrunde gelegten Entwicklungen des anzuwendenden Diskontierungs-
zinssatzes verbunden.
Wertminderung von Vermögenswerten
Firmenwerten und Anlagen werden auf ihre Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten,
dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten den erzielbaren Betrag überschreiten könnte.
Firmenwerte und noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte sind auch ohne Anzeichen einer Wertminderung jährlich auf
ihre Werthaltigkeit zu prüfen. Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit werden vom Management Schätzungen und zukunftsbezogene
Annahmen, über die in den Planungsperioden erwarteten Einzahlungsüberschüsse und Kapitalkostensätze der RATH Gruppe sowie
einzelner zahlungsmittelgenerierender Einheiten getroffen. Die vorgenommenen Schätzungen werden nach bestem Wissen und
Gewissen unter der Prämisse der Unternehmensfortführung getroffen, bauen auf Erfahrungswerten auf und berücksichtigen die
verbleibende Unsicherheit in einer angemessenen Weise.
Nutzungsdauern von Sachanlagen
Die Festlegung der Nutzungsdauern von Sachanlagen basiert auf Sctzungen, die auf Erfahrungswerten aus dem Betrieb vergleichbarer
Anlagen beruhen. Eine Auflistung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern erfolgt unter Angabe (6.1).
Bewertung bestehender Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen
Im Einzelnen wurden bei der von Aktuaren vorgenommenen versicherungsmathematischen Bewertung von Pensionsplänen sowie
Abfertigungs- und Jubiläumsgeldansprüchen Annahmen über den erwarteten Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen,
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Fluktuationsraten sowie Lebenserwartung getroffen. Detaillierte Angaben zu den verwendeten Parametern sowie eine
Sensitivitätsanalyse erfolgen unter Angabe (15).
Folgebewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte
Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten erfolgen aufgrund der
erwarteten Kreditverluste. Dazu sind Annahmen zur Ermittlung der gewichteten durchschnittlichen Verlustraten nötig.
Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen
Neben der Abgrenzung von Forschungs- und Entwicklungsphase ist auch die Einschätzung der technischen Realisierbarkeit mit
Ermessensentscheidungen des Managements verbunden. Auch das Erfüllen der Ansatzkriterien für immaterielle Vermögenswerte
gemäß IAS 38 bedarf Annahmen über Marktbedingungen und -entwicklung, Kundennachfrage und anderen zukünftigen Entwicklungen.
7 GESCHÄFTSSEGMENTE
Allgemein:
Die Darstellung der Geschäftssegmente erfolgt nach Regionen. Die Geschäftssegmentierung nach Regionen entspricht dem internen
Berichtswesen der RATH Gruppe, welches dem Hauptentscheidungsträger, dem Vorstand der RATH AG, regelmäßig vorgelegt wird.
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden den einzelnen Geschäftssegmenten nur so weit
zugeordnet, als diese unmittelbar oder mittels eines vernünftigen Verfahrens zu den jeweiligen Geschäftssegmenten zuordenbar sind.
Die Verrechnung zwischen den einzelnen Segmenten erfolgt auf fremdüblicher Basis.
Die Geschäftssegmentinformationen unterliegen den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Konzernabschluss und
erfolgt nach folgenden Regionen:
Österreich:
RATH AG, Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. RATH jun. GmbH,
RATH Business Services GmbH
Deutschland:
RATH GmbH, RATH Sales GmbH & Co KG, RATH Sales Beteiligungs GmbH
Ungarn:
RATH Hungaria Kft.
USA:
RATH Inc., RATH LLC
Rest:
RATH žárotechnika spol. s r.o, RATH Polska Sp. Z o.o.,
RATH Ukrajina TOW, RATH Group S. de R.L. de C.V.
Segmentberichterstattung:
Das Segment „Österreich“ umfasst den Produktionsstandort in Krummnußbaum an dem neben der Produktion von Feuerleichtsteinen
und dichten Steinen weitere Schwerpunkte auf der Produktion von Vakuumformteilen und Hafnerware liegen. Dem Segment sind auch
die Holdinggesellschaft RATH AG sowie die RATH Business Services GmbH zugeordnet.
Filterkerzen zur Heißgasfiltration werden neben Vakuumformteilen im Werk Meißen produziert, das dem Segment „Deutschland“
zugeordnet ist. Im Werk Mönchengladbach wird vor allem Hochtemperaturwolle hergestellt, aus welcher wir Matten & Rollen, bzw.
Module fertigen. Der Schwerpunkt des Werks in Bennewitz liegt in der Produktion von Feuerleichtsteinen.
Das Werk in Budapest gehört dem Segment „Ungarn“ an und produziert vor allem Betonformteile und Feuerleichtsteine sowie dichte
Steine.
Im Segment „USA“ werden Feuerfestprodukte an den zwei Standorten in Milledgeville und Owensville produziert und vertrieben. Im Werk
in Milledgeville werden v. a. dichte Steine gefertigt. Am Standort in Owensville liegt der Produktionsschwerpunkt auf Feuerfestprodukten
für die Glasindustrie sowie die Weiterverarbeitung von Vakuumformteilen.
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In den oben genannten Segmenten werden neben der Produktion von Standardformaten auch kundenspezifische Produkte gefertigt,
deren Produktion i. d. R. auch Engineering (Planung) voraussetzt. Im Rahmen von Projekten werden Kunden mit ganzheitlichen Feuerfest-
lösungen ausgestattet. Neben Engineering werden noch weitere Services wie Montage oder Supervision angeboten und auch
gemeinsam mit der Fertigungsleistung vertrieben.
Das Segment „Rest“ setzt sich aus den Vertriebsgesellschaften in Tschechien, Polen, Ukraine und Mexiko zusammen.
ÖSTERREICH
DEUTSCHLAND
UNGARN
USA
REST
KONSOLIDIERUNG
SUMME
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
2023
Warenaufträge
33.457
21.397
11.840
21.558
2.963
0
91.215
Materiallieferungen inkl. Dienstleistungen
17.201
11.093
917
515
825
0
30.551
Innenumsätze
9.352
27.228
7.149
2.014
457
-46.200
0
Andere Umsätze
0
21
0
0
0
0
21
Summe
60.010
59.739
19.906
24.087
4.245
-46.200
121.787
Sonstige betriebliche Erträge
9.165
4.158
233
0
67
-11.682
1.941
Materialaufwand und bezogene Leistungen
-39.341
-36.457
-11.169
-12.881
-1.882
46.054
-55.676
Personalaufwand
-15.009
-12.619
-2.916
-6.364
-1.073
0
-37.981
Sonstige betriebliche Aufwendungen und
Wertminderungsaufwand aus Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie
Vertragsvermögenswerten
-11.240
-8.080
-1.873
-3.601
-706
11.822
-13.678
EBITDA
3.585
6.741
4.181
1.241
651
-5
16.393
Abschreibungen
-1.623
-2.025
-761
-1.950
-81
0
-6.440
Segmentergebnis (EBIT)
1.962
4.716
3.419
-710
570
-5
9.951
Finanzerträge
4.431
9.699
883
33
64
-14.520
590
Finanzaufwendungen
-2.349
-173
-609
-586
86
787
-2.844
Finanzergebnis
2.081
9.526
275
-553
149
-13.737
-2.259
Ergebnis vor Steuern (EBT)
4.044
14.242
3.694
-1.263
719
-13.743
7.693
Ertragssteuern
-200
-1.882
-500
-12
18
147
-2.429
Jahresergebnis
3.843
12.361
3.194
-1.274
737
-13.597
5.264
Segmentvermögen
132.351
72.408
20.222
37.143
4.282
-131.210
135.197
Segmentverbindlichkeiten
86.675
40.254
14.152
38.947
2.708
-105.778
76.960
Investitionen
1.113
3.923
1.195
547
7
0
6.785
Abschreibungen
1.623
2.025
761
1.950
81
0
6.440
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
JAHRESABSCHLUSS |
ÖSTERREICH
DEUTSCHLAND
UNGARN
USA
REST
KONSOLIDIERUNG
SUMME
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
2022
Warenaufträge
27.978
25.895
11.363
23.022
2.867
0
91.125
Materiallieferungen inkl. Dienstleistungen
15.514
8.452
418
1.270
794
0
26.448
Innenumsätze
9.588
31.183
7.360
2.274
378
-50.783
0
Andere Umsätze
0
21
0
0
0
0
21
Summe
53.080
65.551
19.141
26.566
4.039
-50.783
117.594
Sonstige betriebliche Erträge
8.403
2.669
207
-1
110
-10.056
1.335
Materialaufwand und bezogene Leistungen
-37.155
-43.328
-13.062
-13.366
-2.214
50.640
-58.480
Personalaufwand
-13.227
-12.072
-2.416
-6.169
-946
0
-34.830
Sonstige betriebliche Aufwendungen und
Wertminderungsaufwand aus Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie
Vertragsvermögenswerten
-9.806
-8.065
-1.867
-3.478
-770
10.003
-13.983
EBITDA
1.295
4.755
2.003
3.552
219
-196
11.636
Abschreibungen
-1.556
-2.139
-703
-2.098
-81
0
-6.577
EBIT
-261
2.616
1.300
1.454
138
-196
5.059
Finanzerträge
10.376
4.232
178
8
64
-12.274
2.580
Finanzaufwendungen
-1.946
-74
-964
-600
-24
1.113
-2.498
Finanzergebnis
8.430
4.158
-786
-592
40
-11.161
83
EBT
8.169
6.774
514
862
178
-11.357
5.143
Ertragssteuern
-155
-477
-211
12
-55
-38
-922
Jahresergebnis
8.014
6.297
303
874
123
-11.395
4.221
Segmentvermögen
116.407
53.732
14.265
32.071
4.115
-90.173
130.415
Segmentverbindlichkeiten
72.777
24.562
11.466
32.661
2.681
-68.807
75.340
Investitionen
1.277
1.517
694
376
14
0
3.878
Abschreibungen
1.556
2.139
703
2.098
81
0
6.577
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
| JAHRESABSCHLUSS
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
8 SACHANLAGEN
GRUND-
STÜCKE
BAUTEN
TECHNISCHE
ANLAGEN
SONSTIGE ANLAGEN
UND GESCHÄFTS-
AUSSTATTUNG
NUTZUNGS-
RECHTE AUS
LEASING
ANLAGEN
IN BAU
GESAMT
(EINSCHLIESSLICH
BAUTEN AUF
FREMDEM GRUND)
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2022
421
30.309
105.284
13.311
3.984
5.060
158.366
Zugänge
0
161
1.957
362
98
809
3.387
Abgänge
0
-3
-49
-45
-794
0
-890
Umbuchungen
0
0
4.719
6
0
-4.759
-34
Zugänge aus IFRS 16
Erstanwendung
0
0
0
0
63
0
63
Wechselkursänderung
-16
67
783
28
67
-40
889
Stand am 31.12.2022
405
30.534
112.694
13.662
3.417
1.070
161.781
Zugänge
0
282
2.672
430
2070
3.431
8.885
Abgänge
0
-16
-212
-90
-975
-9
-1.302
Umbuchungen
0
173
686
68
0
-1.547
-621
Wechselkursänderung
8
-56
-478
-20
-27
11
-562
Stand am 31.12.2023
414
30.917
115.362
14.050
4.485
2.954
168.184
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022
-1
-17.315
-76.640
-11.756
-2.054
0
-107.766
Zugänge
0
-802
-4.024
-416
-769
0
-6.011
Abgänge
0
0
20
33
794
0
847
Umbuchungen
0
0
0
0
0
0
0
Wechselkursänderung
0
26
-392
-21
-13
0
-400
Stand am 31.12.2022
-1
-18.091
-81.036
-12.160
-2.042
0
-113.330
Zugänge
0
-785
-3.941
-414
-773
0
-5.913
Abgänge
0
0
0
0
976
0
976
Wechselkursänderung
0
4
283
18
7
0
312
Stand am 31.12.2023
-1
-18.872
-84.694
-12.556
-1.832
0
-117.955
Buchwerte
Stand am 1.1.2022
420
12.994
28.644
1.555
1.930
5.060
50.603
Stand am 31.12.2022
404
12.443
31.658
1.502
1.375
1.070
48.452
Stand am 31.12.2023
413
12.045
30.668
1.494
2.652
2.954
50.227
Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr wurden außerplanmäßige Wertminderungen erfasst.
Die Differenz zwischen Abschreibung im Anlagenspiegel und der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich aus der Auflösung des
Aufwandszuschusses i. H. v. 3 TEUR (Vorjahr: 39 TEUR).
Es wurden, wie im Vorjahr keine Sachanlagen für externe Finanzierung hinterlegt.
Zum 31. Dezember 2023 betrug das Bestellobligo im Anlagenbereich 2.377 TEUR (Vorjahr: 3.608 TEUR).
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9 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
SOFTWARE
SONSTIGE
RECHTE
LIZENZEN
AKTIVERTE
ENTWICKLU
NGS-
AUFWENDU
NGEN
MARKEN-
RECHT
KUNDEN-
BEZIEHUN-
GEN
FIRMEN-
WERT
GESAMT
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2022
1.657
174
0
1.173
443
2.311
1.930
7.686
Zugänge
13
0
0
478
0
0
0
491
Abgänge
0
0
0
0
0
0
0
0
Umbuchungen
24
0
0
10
0
0
0
34
Wechselkursänderung
2
0
0
0
27
143
119
292
Stand am 31.12.2022
1.696
174
0
1.661
470
2.454
2.049
8.503
Zugänge
11
0
210
0
0
0
0
221
Abgänge
0
0
0
0
0
0
0
0
Umbuchungen
0
0
0
647
0
0
0
647
Wechselkursänderung
0
0
0
0
-16
-85
-71
-173
Stand am 31.12.2023
1.708
174
210
2.308
454
2.369
1.978
9.200
Kumulierte
Abschreibungen
Stand am 1.1.2022
-1.555
-174
0
-345
-207
-1.075
0
-3.356
Zugänge
-53
0
0
-26
-96
-360
0
-535
Abgänge
0
0
0
0
0
0
0
0
Wechselkursänderung
-1
0
0
0
-11
-64
0
-76
Stand am 31.12.2022
-1.609
-174
0
-371
-314
-1.499
0
-3.967
Zugänge
-50
0
-15
-25
-93
-350
0
-532
Abgänge
0
0
0
0
0
0
0
0
Wechselkursänderung
1
0
0
0
14
57
0
72
Stand am 31.12.2023
-1.656
-174
-15
-396
-393
-1.793
0
-4.427
Buchwerte
Stand am 1.1.2022
102
0
0
828
236
1.236
1.930
4.330
Stand am 31.12.2022
87
0
0
1.290
156
955
2.049
4.536
Stand am 31.12.2023
50
0
195
1.912
61
575
1.978
4.771
Angaben zum Firmenwert erfolgen unter Punkt (6.3) und (6.4) des Anhangs.
Bei den selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich wie im Vorjahr im Wesentlichen um aktivierte Kosten für die
Entwicklung einer Hochtemperatur-Langfaser.
Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr wurden außerplanmäßige Wertminderungen erfasst.
Es wurden wie im Vorjahr keine immateriellen Vermögenswerte für externe Finanzierungen hinterlegt.
10 LEASINGVERHÄLTNISSE
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen:
Die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen haben sich im Geschäftsjahr folgendermaßen entwickelt:
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FERTIGUNGS- UND
LAGERHALLEN,
BÜROGEBÄUDE
MITARBEITER-
FAHRZEUGE
STAPLER UND
SONSTIGE
NUTZFAHRZEUGE
WERKZEUG
UND SONSTIGE
ANLAGEN
GESAMT
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2022
2.034
1.103
817
30
3.984
IFRS 16 Remeasurements
-21
0
84
0
63
Zugänge
0
0
97
0
97
Abgänge
-92
-292
-410
0
-794
Umbuchungen
0
0
0
0
0
Wechselkursänderung
71
-11
6
2
68
Stand am 31.12.2022
1.992
800
594
32
3.418
Zugänge aus IFRS 16
0
0
0
0
0
Zugänge
1.552
511
7
0
2.070
Abgänge
-214
-488
-277
0
-979
Wechselkursänderung
-29
8
-4
-1
-26
Stand am 31.12.2023
3.301
831
320
31
4.483
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022
-822
-705
-518
-9
-2.054
Zugänge
-331
-210
-222
-6
-769
Abgänge
92
292
410
0
794
Umbuchungen
-21
7
1
0
-13
Wechselkursänderung
0
0
0
0
0
Stand am 31.12.2022
-1.082
-616
-329
-15
-2.042
Zugänge
-332
-224
-211
-6
-773
Abgänge
214
487
274
0
975
Wechselkursänderung
11
-6
1
1
7
Stand am 31.12.2023
-1.189
-359
-265
-20
-1.833
Buchwerte
Stand am 1.1.2022
1.212
398
299
21
1.930
Stand am 31.12.2022
910
184
265
17
1.376
Stand am 31.12.2023
2.112
472
55
11
2.649
Der Erwerb von Nutzungsrechten aufgrund eines Leasingvertrags als nicht zahlungswirksame Transaktion findet keinen Niederschlag in
der Kapitalflussrechnung.
Der im Geschäftsjahr erfasste Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse beträgt 613 TEUR (Vorjahr: 548 TEUR) und jener für
Leasingverhältnisse von geringem Wert beträgt 8 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR). An Nichtleasingkomponenten wurden 108 TEUR (Vorjahr: 137
TEUR) erfasst. Alle 3 Komponenten sind in der Kapitalflussrechnung im operativen Cashflow ausgewiesen und im sonstigen betrieblichen
Aufwand unter der Position „Miete und Leasing“ zusammengefasst. Die in der gleichen GuV-Position dargestellten „Raumkosten“
enthalten vor allem Reinigungsaufwendungen und somit keine Aufwendungen im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen.
Leasingverbindlichkeiten:
Die Entwicklung der Leasingverbindlichkeiten im Geschäftsjahr ist in Angabe (29.) dargestellt. Zum 31. Dezember 2023 setzt sich diese
folgendermaßen zusammen:
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31.12.2023
31.12.2022
TEUR
TEUR
Langfristige Leasingverbindlichkeiten
1.992
725
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten
715
688
2.707
1.414
Einzelne Leasingverträge für Mitarbeiterfahrzeuge sind an den 3-Monats-EURIBOR (wobei eine Veränderung von 25 Basispunkten
unberücksichtigt bleibt) gekoppelt. Der Effekt aus Veränderungen dieses Index war unwesentlich und wurde in der Überleitungsrechnung
nicht berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr wurden 47 TEUR (Vorjahr: 39 TEUR) an Zinsaufwendungen für Leasingverhältnisse erfasst.
Der in den Leasingzahlungen enthaltene Tilgungsanteil für die Leasingverbindlichkeit wird im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
erfasst, dem auch der Zinsanteil gem. Wahlrecht des IAS 7.31 zugeordnet ist.
11 VORRÄTE
31.12.2023
31.12.2022
TEUR
TEUR
Fertige Erzeugnisse
15.953
13.453
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
5.953
7.158
Sonstige Vorräte
4.301
4.171
Handelswaren
4.224
4.484
Wertberichtigungen zu Vorräten
-1.236
-1.785
29.195
27.481
Im Jahr 2023 wurden die Vorräte auf Wertminderungen überprüft. Aus dem Vergleich der Anschaffungs- und Herstellungskosten mit dem
erzielbaren Nettoveräußerungswert am Absatzmarkt sowie der Ermittlung von Gängigkeitsabschlägen ergab sich netto und ohne
Fremdwährungseffekte ein Ertrag aus der Auflösung von Wertberichtigungen für Vorräte i.H.v. 549 TEUR (Vorjahr: -1.122 TEUR).
12 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND VERTRAGSVERMÖGENSWERTE
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte setzen sich folgendermaßen zusammen:
31.12.2023
31.12.2022
TEUR
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
16.308
15.387
Vertragsvermögenswerte
8.225
7.646
Wertberichtigungen
-1.268
-1.280
23.265
21.754
davon langfristig
0
0
Der Bestand an Vertragsvermögenswerten hat sich folgendermaßen entwickelt:
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
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2023
2022
TEUR
TEUR
Stand zum 1. Januar
7.646
5.161
Zugang
5.161
7.646
Abgang
-4.654
-4.983
Veränderung Wertberichtigung
23
-19
Währungsumrechnung
49
-159
Stand zum 31. Dezember
8.225
7.646
Wurden zum Stichtag Leistungen im Zusammenhang mit Leistungsverpflichtungen erbracht, die die Kriterien für eine zeitraum bezogene
Umsatzrealisierung erfüllen, und noch nicht (vollständig) abgerechnet, werden diese parallel zur Umsatzrealisierung gem.
Leistungsfortschritt als Vertragsvermögenswerte abgegrenzt. Somit stehen die Vertragsvermögenswerte der RATH Gruppe vor allem mit
noch nicht abgeschlossenen, kundenspezifischen Projekten und kundenspezifischen Fertigfabrikaten aus Fertigungsaufträgen ohne
Servicekomponente in Verbindung. Rohstoffe und Halbfertigfabrikate werden dabei nicht berücksichtigt.
Noch nicht abgeschlossene, kundenspezifische Projekte sowie erbrachte Leistungen im Zusammenhang mit diesen und
kundenspezifischen Fertigungsaufträgen ohne Projektcharakter werden als Vertragsvermögenswerte aktiviert.
Auf Grundlage der unter Punkt (6.6) beschriebenen Vorgehensweise wurde die Wertberichtigung im Hinblick auf Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte zum 31. Dezember 2023 und zum Vorjahresstichtag wie folgt ermittelt:
ÜBERFÄLLIGKEIT
Wertberichtigungen zum 31.12.2023
NICHT
ÜBERFÄLLIG
BIS ZU 90
TAGE
91-180
TAGE
181-360
TAGE
MEHR ALS
360 TAGE
SUMME
Erwartete Verlustquote in %
0,69%
1,37%
0,94%
0,16%
89,53%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(Bruttobuchwert)
9.647
3.607
113
1.722
1.219
16.308
Sonstige finanzielle Forderungen (Bruttobuchwert)
0
0
0
0
0
0
Vertragsvermögenswerte - Bruttobuchwert
8.225
0
0
0
0
8.225
Wertberichtigung
-124
-49
-1
-3
-1.091
-1.268
ÜBERFÄLLIGKEIT
Wertberichtigungen zum 31.12.2022
NICHT
ÜBERFÄLLIG
BIS ZU 90
TAGE
91-180
TAGE
181-360
TAGE
MEHR ALS
360 TAGE
SUMME
Erwartete Verlustquote in %
1,88%
0,00%
0,00%
0,00%
94,05%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(Bruttobuchwert)
13.326
1.545
-227
-198
940
15.387
Sonstige finanzielle Forderungen (Bruttobuchwert)
0
0
0
0
0
0
Vertragsvermögenswerte (Bruttobuchwert)
7.646
0
0
0
0
7.646
Wertberichtigung
-395
0
0
0
-884
-1.280
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Die Wertberichtigungen entwickeln sich wie folgt:
2023
2022
TEUR
TEUR
Stand zum 1. Januar
1.280
1.226
Verwendung
0
-257
Auflösung
-11
-31
Dotierung
-1
345
Währungsumrechnung
0
-3
Stand zum 31. Dezember
1.268
1.280
Generelle Angaben zu Kredit- und Marktrisiken sowie die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen
im Risikobericht.
13 SONSTIGE NICHT-FINANZIELLE FORDERUNGEN UND RECHNUNGSABGRENZUNGEN
31.12.2023
31.12.2022
TEUR
TEUR
Forderungen Finanzamt und Sozialabgaben
2.927
2.392
Rechnungsabgrenzungen
445
139
Emissionszertifikate
55
55
Übrige sonstige Forderungen
201
394
Sonstige nicht-finanzielle Forderungen und Rechnungsabgrenzungen
3.628
2.980
14 EIGENKAPITAL
Als Grundkapital wird unverändert gegenüber dem Vorjahr das Nominalkapital der RATH AG mit 10.905 TEUR ausgewiesen. Es setzt sich
aus 1.500.000 nennwertlosen Stückaktien zusammen, die zur Gänze einbezahlt sind. Unverändert zum Vorjahr bestehen weder
Vorzugsrechte bzw. Beschränkungen, noch gibt es genehmigtes Kapital. Es werden auch keine Anteile durch die Konzernmutter oder
Tochtergesellschaften gehalten.
Die gebundenen Kapitalrücklagen i. H. v. 1.118 (Vorjahr: 1.118 TEUR) dürfen nur zum Ausgleich eines ansonsten im Jahresabschluss der
RATH AG auszuweisenden Bilanzverlustes aufgelöst werden.
Die freien Rücklagen resultieren aus den im Konzern erwirtschafteten vorgetragenen Gewinnen und Verlusten. Die sonstigen Rücklagen
beinhalten das erwirtschaftete sonstige Ergebnis exklusive Währungsumrechnungsdifferenzen, welche separat ausgewiesen werden.
Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn.
Die RATH AG weist zum 31. Dezember 2023 einen Bilanzgewinn i. H. v. 15.359 TEUR (Vorjahr: 15.930 TEUR) aus. Für das Geschäftsjahr
2023 wird eine Dividendenausschüttung i. H. v. 1,0 EUR je Aktie, das sind in Summe 1.500 TEUR aus dem Bilanzgewinn vorgeschlagen und
den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital betreffen die Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. RATH jun.
GmbH, Österreich, belaufen sich wie im Vorjahr auf 0,02 % und sind nicht wesentlich.
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Kapitalmanagement:
Ziel des Managements ist es, die Kapitalausstattung im Sinne der Anforderungen von Aktionären, Banken und Lieferanten so zu
gestalten, dass eine optimale Entwicklung des Konzerns gewährleistet ist. Das Management verfolgt ein ausgeglichenes Verhältnis
zwischen Rentabilität, Sicherheit in Form einer soliden Eigenkapitalquote sowie operativer Flexibilität. Weder die Muttergesellschaft noch
ihre Tochtergesellschaften unterliegen satzungsmäßigen oder externen Mindestkapitalanforderungen. Ziel des Kapitalmanagements ist
einerseits den Fortbestand („Going Concern“) der Konzerngesellschaften sicherzustellen und andererseits die Rendite der Aktionäre
durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu maximieren.
Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und die Risiken, welche mit der jeweiligen Art von Kapital
verbunden sind, berücksichtigt. Zentrale Größe in der Überwachung stellt die Eigenkapitalquote dar. Die Zielquote liegt über 40 %. Die
Eigenkapitalquote beträgt zum Abschlussstichtag 43,1 % (Vorjahr: 42,2 %).
Ergebnis je Aktie:
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des den Aktionären der RATH AG zurechenbaren Anteiles am
Konzernergebnis durch die gewichtete Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien während des Jahres.
2023
2022
TEUR
TEUR
Den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare
Anteile des Konzernergebnisses in TEUR
5.264
4.221
Gewichtete Anzahl der Aktien im Umlauf
1.500.000
1.500.000
Gewinn je Aktie in EUR
3,51
2,81
Gezahlte Dividende für Geschäftsjahr je Aktie in EUR
1,30
0,33
Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da sich keine Finanzinstrumente mit
Verwässerungseffekt im Umlauf befinden.
15 VERPFLICHTUNGEN GEGENÜBER ARBEITNEHMERN
Pensionsverpflichtungen:
Die Pensionsverpflichtung beruht auf einzelvertraglichen Zusagen an insgesamt einen Pensionsbezieher / ehemaligen leitenden
Angestellten in Österreich, nach dessen Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten sind.
Abfertigungsverpflichtungen:
Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die RATH Gruppe verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1.
Januar 2003 begann, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten.
Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem beim Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen zwei
und 12 Monatsbezügen. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2002 wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sämtliche Abfertigungs-
Altanwartschaften einzufrieren und alle Mitarbeiter in das neue System einer beitragsorientierten „Mitarbeiter-Vorsorgekasse“ zu
übernehmen. Für die eingefrorene Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.
Für alle aufrechten österreichischen Arbeitsverhältnisse, die nach dem 31. Dezember 2002 begonnen haben, zahlt die RATH Gruppe ab
dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses monatlich 1,53 % des Entgelts in eine betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekasse, in der die
Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als
Anspruch weitergegeben werden. Die RATH Gruppe ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet. Für dieses
beitragsorientierte Versorgungsmodell ist daher keine Rückstellung zu bilden.
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Jubiläumsgeldrückstellungen:
Aufgrund gesetzlicher bzw. kollektivvertraglicher Vorschriften ist die RATH Gruppe verpflichtet, an alle Arbeiter mit Eintritt ab dem 1. Mai
2015 sowie an alle Angestellte in Österreich, die eine bestimmte Dienstzeit überschritten haben, Jubiläumsgelder i. H. v. einem bis drei
Monatsgehältern zu bezahlen.
Berechnungsparameter:
Den Berechnungen für Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern liegen folgende Parameter zugrunde:
2023
2022
%
%
Zinssatz Pensionen
3,37 %
3,96 %
Zinssatz Abfertigungen
3,37 % 3,49 %
4,12 % 4,16 %
Zinssatz Jubiläum
3,44 % 3,69 %
4,11 % 4,29 %
Bezugssteigerungen
3,00 %
3,00 %
Pensionssteigerungen
3,00 %
3,00 %
Sterbewahrscheinlichkeiten
AVÖ 2018-P
AVÖ 2018-P
Durch das Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen wird das Anfallsalter für die Alterspensionen für Frauen ab
dem Jahr 2024 schrittweise von 60 auf 65 Jahre angehoben. Ab 2033 beträgt das Antrittsalter für Frauen und Männer jeweils 65 Jahre.
31.12.2023
31.12.2022
TEUR
TEUR
Rückstellungen für Abfertigungen
473
439
Rückstellungen für Pensionen
1.306
1.210
Rückstellungen für Jubiläumsgelder
382
332
2.160
1.981
ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNG
PENSIONSRÜCKSTELLUNG
JUBILÄUMSGELDRÜCKSTELLUNG
Entwicklung der Rückstellung (DBO)
2023
2022
2023
2022
2023
2022
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Barwert Rückstellung (DBO) am 1. 1.
439
655
1.210
2.113
332
423
Dienstzeitaufwand
14
20
0
0
75
-93
Zinsaufwand
18
6
45
14
13
5
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst
32
26
45
14
88
-88
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste
aus erfahrungsbedingten Anpassungen
31
36
147
-576
0
0
aus Veränderung demografischer Annahmen
0
0
0
0
0
0
aus Veränderung finanzieller Annahmen
26
-120
43
-185
0
0
im sonstigen Ergebnis erfasst
58
-84
190
-762
0
0
Auszahlungen
-56
-158
-139
-155
-39
-3
Sonstige Veränderungen
0
0
0
0
0
0
Barwert Rückstellung (DBO) am 31. 12.
473
439
1.305
1.210
382
332
Im Dienstzeitaufwand der Jubiläumsgeldrückstellung sind 18 TEUR (Vorjahr: -129 TEUR) an Effekten aus geänderten Parametern
abgebildet.
Die erwarteten Zahlungen (Expected Benefits) aus leistungsorientieren Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern für die Folgejahre
stellen sich wie folgt dar:
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31.12.2023
PENSIONEN
ABFERTIGUNGEN
JUBILÄUMSGELDER
TEUR
TEUR
TEUR
bis 1 Jahr
139
18
42
1 - 5 Jahre
487
91
62
5 - 10 Jahre
392
369
148
über 10 Jahre
177
348
1.987
Erwartete Zahlungen
1.194
826
2.239
Für die RATH Gruppe liegt das Risiko bei den Pensionsansprüchen im Wesentlichen in der Entwicklung der Lebenserwartung und Inflation,
da es sich bei den Leistungen aus diesen Versorgungsplänen um lebenslange Rentenleistungen handelt. Darüber hinaus existieren keine
(außergewöhnlichen) Risiken. Bei den Abfertigungsansprüchen und den Jubiläumsgeldansprüchen liegt das Risiko im Wesentlichen in der
Entwicklung der Inflation und in den Gehaltssteigerungen.
Unter sonst gleichbleibenden Bedingungen, ergeben sich bei einer Veränderung des Renditezinssatzes bzw. der Bezugssteigerung
folgende Auswirkungen auf die Rückstellungen:
ERHÖHUNG UM 1,0
PROZENTPUNKTE
REDUKTION UM 1,0
PROZENTPUNKTE
TEUR
TEUR
Auswirkung Veränderung Renditezinssatz
Veränderung der Rückstellung für Abfertigungen
-36
41
Veränderung der Rückstellung für Pensionen
-72
79
Veränderung der Rückstellung für Jubiläumsgeld
-42
52
ERHÖHUNG
UM 1,0 PROZENTPUNKTE
REDUKTION
UM 1,0 PROZENTPUNKTE
TEUR
TEUR
Auswirkung Veränderung Bezugssteigerung
Veränderung der Rückstellung für Abfertigungen
40
-37
Veränderung der Rückstellung für Pensionen
79
-73
Veränderung der Rückstellung für Jubiläumsgeld
51
-43
Die Pensionszahlungen an die Pensionsbezieher betrugen im Geschäftsjahr 139 TEUR (Vorjahr: 155 TEUR).
Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung nach Macaulay beträgt 4,99 Jahre (Vorjahr: 5,20 Jahre), jene der
Abfertigungsverpflichtung 8,79 Jahre (Vorjahr: 9,26 Jahre) und jene der Verpflichtung aus Jubiläumsgeldern 17,97 Jahre (Vorjahr: 15,87
Jahre).
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JAHRESABSCHLUSS |
16 FINANZVERBINDLICHKEITEN
31.12.2023
31.12.2022
LANGFRISTIG
KURZFRISTIG
SUMME
LANGFRISTIG
KURZFRISTIG
SUMME
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredite
0
0
0
0
0
0
Exportkredit
0
0
0
0
2.500
2.500
Investitionskredit
565
565
1.130
1.130
565
1.695
Investitionskredite
40.000
4.954
44.954
44.000
431
44.431
40.565
5.519
46.084
45.130
3.496
48.626
Die Position Investitionskredite betrifft mit EUR 44 mio. das Schuldscheindarlehen (davon EUR 40 mio. langfristig und EUR 4 mio.
kurzfristig) sowie i.H.v. 954 TEUR darauf entfallende Zinsen.
Die Fristigkeiten von Finanzverbindlichkeiten sind im Risikobericht unter Liquiditätsrisiko dargestellt.
Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
ART DER
FINANZIERUNG
ZINSEN
FIX/
VARIABEL
WÄHRUNG
EFFEKTIV-
VERZINSUNG
2023
BUCHWERT
ZUM
31.12.2023
FÄLLIGKEIT
EFFEKTIV-
VERZINSUNG
2022
BUCHWERT
ZUM
31.12.2022
FÄLLIGKEIT
%
TEUR
%
TEUR
Exportkredit
variabel
EUR
0,63
0
< 1 Jahr
0,63
2.500
< 1 Jahr
Investitionskredite
variabel
EUR
n/a
0
< 1 Jahr
1,35 1,65
0
< 1 Jahr
Investitionskredite
fix
EUR
1,53 2,11
4.000
< 1 Jahr
1,53 2,11
4.000
> 1 Jahr
Investitionskredit
fix
EUR
0,78
565
< 1 Jahr
0,78
565
< 1 Jahr
Investitionskredit
fix
EUR
0,78
565
> 1 Jahr
0,78
1.130
> 1 Jahr
Investitionskredite
variabel
EUR
4,7-5,9
26.500
> 1 Jahr
1,6 - 1,9
26.500
> 1 Jahr
Investitionskredite
fix
EUR
3,3 - 3,77
13.500
> 1 Jahr
3,3 - 3,77
13.500
> 1 Jahr
Zinsabgrenzung
n/a
EUR
n/a
954
< 1 Jahr
n/a
431
< 1 Jahr
46.084
48.626
Hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte wird auf Angabe (20.6) verwiesen.
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17 RÜCKSTELLUNGEN UND EVENTUALSCHULDEN
Kurzfristige Rückstellungen:
PERSONAL
SONSTIGE
SUMME
TEUR
TEUR
TEUR
Stand am 01.01.2022
754
221
975
Zugang
1.234
311
1.545
Verbrauch
-715
-215
-930
Auflösung
-45
0
-45
Währungsumrechnung
-5
-72
-77
Stand am 31.12.2022
1.223
245
1.468
Zugang
1.547
338
1.884
Verbrauch
-684
-250
-934
Währungsumrechnung
-13
2
-11
Stand am 31.12.2023
2.073
335
2.408
Die Zunahme der Personalrückstellungen ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass für das abgelaufene Geschäftsjahr im
Vergleich zum Vorjahr höhere Prämienzahlungen geplant sind und entsprechend dafür Vorsorge getroffen wurde. Die sonstigen
Rückstellungen setzen sich wie im Vorjahr vor allem aus Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten, Rückstellungen für
Aufsichtsratsvergütungen sowie ungewisse Verbindlichkeiten zusammen. Alle in obenstehender Tabelle ausgewiesenen Rückstellungen
sind kurzfristig.
Offene Rechtsstreitigkeiten:
Zum Stichtag lagen wie im Vorjahr keine wesentlichen offenen Rechtstreitigkeiten vor.
Eventualschulden:
Die Gruppe weist folgende Eventualverbindlichkeiten zum Stichtag auf:
31.12.2023
31.12.2022
TEUR
TEUR
Haftrücklässe für Geschäftspartner
4.538
4.146
4.538
4.146
Die Haftrücklässe betreffen im Wesentlichen das Projektgeschäft und werden zugunsten von Kunden zu deren Absicherung unserer
Leistungsverpflichtung, die von Dritten erfüllt wird, gewährt. Rücknahmeverpflichtungen, die über die branchenüblichen
Gewährleistungen hinausgehen, liegen nicht vor. Weitere wesentliche Chancen und Risiken aus außerbilanziellen Geschäften sind dem
Management derzeit nicht bekannt.
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18 ERTRAGSSTEUERN
2023
2022
TEUR
TEUR
Laufender Ertragssteueraufwand für das aktuelle Geschäftsjahr
-1.719
-1.104
Laufender Ertragssteueraufwand für Vorperioden
-358
0
Laufender Ertragssteueraufwand
-2.077
-1.104
Latenter Steueraufwand/-ertrag
-352
182
Ertragsteuern
-2.429
-922
Die zum Stichtag ausgewiesenen Ertragsteuerschulden bzw. -forderungen bestehen gegenüber folgenden Steuerbehörden:
31.12.2023
31.12.2022
TEUR
TEUR
Deutschland
2.467
1.313
Österreich
-89
0
Übrige
131
22
Kurzfristige Ertragssteuerschulden
2.508
1.334
Polen
0
0
Österreich
23
23
Ungarn
0
0
Tschechische Republik
19
0
Ertragssteuerforderungen
42
23
Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und den jeweiligen steuerlichen Wertansätzen bzw.
Verlustvorträge wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern aus:
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31.12.2023
31.12.2022
TEUR
TEUR
Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern:
Latente Steueransprüche:
Verlustvorträge
1.607
1.640
Vorratsvermögen
912
1.503
Verbindlichkeiten aus Leasinggeschäften
565
328
Vertragsverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten
893
0
Personalrückstellung IAS 19
127
97
Forderungen
57
18
Temporäre Unterschiede aus der Fremdwährungsbewertung
0
2
Sonstige
814
1.486
Zwischensumme latente Steueransprüche
4.975
5.074
Latente Steuerschulden:
Anlagevermögen
-3.053
-3.309
Vertragsvermögenswerte
-1.998
-1.897
Sonstige
-455
-115
Zwischensumme latente Steuerschulden
-5.506
-5.321
Saldierung
2.282
445
Aktive latente Steuern
875
641
Passive latente Steuern
-1.407
-889
Latente Steuern (Nettoposition)
-532
-248
Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die aus einbehaltenen Gewinnen
resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im Konzern-
abschluss einbezogenen Tochterunternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung
vorgenommen.
Latente Steuern auf Verlustvorträge i. H. v. 7.077 TEUR (Vorjahr: 7.394 TEUR) wurden aktiviert, da entweder auf Basis der bestehenden
Planungsrechnungen ihre Nutzung durch Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen wahrscheinlich ist oder ausreichende zu
versteuernde temporäre Differenzen zur Verfügung stehen.
Auf Verlustvorträge i. H. v. 35.557 TEUR (Vorjahr: 36.864 TEUR) wurde keine latente Steuer aktiviert, da zum Stichtag die Verrechnung
mit künftigen steuerlichen Gewinnen der einzelnen Gesellschaften aus derzeitiger Sicht nicht wahrscheinlich ist. Von den nicht
angesetzten Verlustvorträgen sind 28.777 TEUR (Vorjahr: 27.607 TEUR) innerhalb der Jahre 2026 bis 2037 verfallbar und 6.780 TEUR
(Vorjahr: 6.955 TEUR) unverfallbar. Ein etwaiger Verlustvortrag der RATH Ukrajina TOW, Ukraine, wurde aufgrund fehlender
Informationen nicht berücksichtigt.
Die Ursachen für den Unterschied zwischen der unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 24 % erwarteten
Steuerbelastung und dem ausgewiesenen Ertragssteueraufwand stellen sich wie folgt dar:
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
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2023
2022
TEUR
TEUR
Ergebnis vor Ertragssteuern
7.693
5.143
Ertragssteuern zum Steuersatz von 24 % (Vj 25%)
-1.846
-1.286
Abweichende ausländische Steuersätze
-402
-247
Abweichende österreichische Steuersätze
0
34
Nicht abzugsfähige Aufwendungen
-50
-103
Steueraufwand und -ertrag aus Vorperioden
-358
0
Sonstige Effekte
227
680
Effektive Steuerbelastung (-) bzw. -entlastung (+)
-2.429
-922
Effektive Steuerbelastung (-) bzw. -entlastung (+) in %
-31,6 %
-17,9 %
Die im sonstigen Ergebnis erfasste Steuer stellt sich wie folgt dar:
IM SONSTIGEN ERGEBNIS ERFASSTE STEUERN
VOR
STEUERN
2023
STEUERERTRAG
(-AUFWAND)
NACH
STEUERN
VOR
STEUERN
2022
STEUERERTRAG
(-AUFWAND)
NACH
STEUERN
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Posten, die nicht in den Gewinn
oder Verlust umgegliedert werden
Neubewertungen der Nettoschuld aus
leistungsorientierten Versorgungsplänen
259
-65
194
-846
212
-635
19 SONSTIGE NICHT-FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Die sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
31.12.2023
31.12.2022
TEUR
TEUR
Sonstige personalbezogene Abgrenzungen
677
889
Verbindlichkeiten aus Steuern
1.615
1.270
Abgrenzungen aus Urlaubsansprüchen und Überstunden
790
630
Verbindlichkeiten aus Sozialabgaben
458
410
Investitions- und Aufwandszuschüsse
2.208
2.460
Übrige sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
352
1.122
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
6.100
6.781
davon langfristig
2.208
2.329
Die Investitions- und Aufwandszuschüsse setzen sich im Wesentlichen zusammen aus einer nicht rückzahlungspflichtigen COVID-19
Investitionsprämie i. H. v. 439 TEUR (Vorjahr: 457 TEUR) sowie einer nicht-rückzahlungspflichtigen Forschungsförderung der
Europäischen Union i. H. v. 1.785, welche i. H. v. 594 TEUR als Aufwandszuschuss und i. H. v. 1.191 TEUR als Investitionszuschuss erfasst
wurde.
20 FINANZINSTRUMENTE
20.1 ÜBERSICHT
Diese Angabe enthält Informationen zu den Finanzinstrumenten der RATH Gruppe, u.a.:
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einen Überblick über alle vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente
detaillierte Informationen zu jeder Art von Finanzinstrument
Informationen über die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Instrumente, einschließlich damit verbundener
Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten.
Zum Stichtag werden die folgenden Finanzinstrumente vom Konzern gehalten:
ANHANGANGABE
31.12.2023
31.12.2022
TEUR
TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte
(20.2)
23.265
21.754
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
(20.3)
22.001
22.398
Sonstige, kurzfristige finanzielle Forderungen
(20.4)
710
1.687
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte:
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
(20.5)
483
465
46.459
46.303
Finanzielle Verbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsverbindlichkeiten
(20.7)
13.471
12.764
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
(20.7)
113
86
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten
(20.6)
5.519
3.496
Langfristige Bankverbindlichkeiten
(20.6)
40.565
45.130
Leasingverbindlichkeiten
(10)
2.707
1.414
62.374
62.889
Angaben zu den Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen erfolgen unter Punkt (10).
20.2 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND VERTRAGSVERMÖGENSWERTE
Allgemeines & Klassifizierung
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von Kunden geschuldete Beträge für im gewöhnlichen Geschäftsverlauf verkaufte
Güter bzw. erbrachte Dienstleistungen. Sie sind im Allgemeinen innerhalb von 30 Tagen zu begleichen und werden daher als kurzfristig
eingestuft. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind beim erstmaligen Ansatz zum Betrag der unbedingten Gegenleistung zu
erfassen. Da diese innerhalb der RATH Gruppe keine signifikanten Finanzierungskomponenten enthalten, sind sie nicht zum
beizulegenden Zeitwert anzusetzen. Einzelheiten zu den Wertminderungsmethoden des Konzerns und der Berechnung der
Wertberichtigung sind in Angabe (6.6) enthalten.
Beizulegende Zeitwerte
Aufgrund der kurzfristigen Art der Forderungen und Vertragsvermögenswerte entspricht deren Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.
Wertminderungen und Risiken
Informationen zu Wertminderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte erfolgen unter
Angabe (12). Die Ausfall- und Fremdwährungsrisiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, sind dem Risikobericht zu entnehmen.
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20.3 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
31.12.2023
31.12.2022
TEUR
TEUR
Kassenbestand
24
26
Guthaben bei Kreditinstituten
21.977
22.373
22.001
22.398
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind frei verfügbar.
Klassifizierung
Termineinlagen werden als Zahlungsmitteläquivalente dargestellt, wenn sie eine Laufzeit von bis zu drei Monaten ab Erwerbszeitpunkt
haben und innerhalb von 24 Stunden auf Ankündigung ohne Zinsverlust zurückzuzahlen sind. Siehe Angabe (6.7) zu den weiteren
Rechnungslegungsmethoden des Konzerns für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Beizulegende Zeitwerte
Guthaben bestehen nur bei erstklassigen, internationalen Kreditinstituten. Aufgrund der kurzfristigen Art der Zahlungsmittel und -
äquivalente entspricht deren Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.
20.4 ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTETE SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Klassifizierung
Wie im Vorjahr beinhalten die sonstigen finanziellen Forderungen vor allem Forderungen an Kreditoren und kurzfristige Kautionen. Sie
sind beim erstmaligen Ansatz zum Betrag der unbedingten Gegenleistung zu erfassen. Da diese innerhalb der RATH Gruppe keine
signifikanten Finanzierungskomponenten enthalten, sind sie nicht zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen. Einzelheiten zu den
Wertminde rungsmethoden des Konzerns und der Berechnung der Wertberichtigung ist in Angabe (6.6) enthalten.
Beizulegende Zeitwerte
Aufgrund der kurzfristigen Art der sonstigen Forderungen entspricht deren Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.
Wertminderungen und Risiken
Informationen zu Wertminderungen der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten sonstigen finanziellen Vermögenswerte
erfolgen unter Angabe (12). Die Ausfall- und Fremdwährungsrisiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, sind dem Risikobericht zu
entnehmen.
20.5 ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Bei den zum 31. Dezember 2023 bilanzierten finanziellen Vermögenswerten handelte es sich um Miteigentumsanteile an einem Fonds,
welche ausschließlich der Deckung der Rückstellungen für Pensionen gemäß den Bestimmungen der §§ 14 und 116 öEStG dienen.
Klassifizierung
Investmentfondsanteile dürfen nicht zu FVOCI nach IFRS 9 bewertet werden, da sie keine Eigenkapitalinstrumente darstellen. Allerdings
verfügen sie nicht über vertragliche Zahlungsströme zu festgelegten Zeitpunkten die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den
ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, erfolgt die Bewertung erfolgswirksam zum aktuellen Marktwert mit Marktwertänderungen in der
Konzerngewinn- und Verlustrechnung.
Beizulegende Zeitwerte und Risiken
Informationen über das Risiko des Konzerns im Hinblick auf Marktrisiken im Risikobericht enthalten. Für Informationen zu den bei der
Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Methoden und Annahmen verweisen wir auf Angabe (6.6).
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20.6 FINANZVERBINDLICHKEITEN
Beizulegende Zeitwerte
Wesentliche Unterschiede zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert bestehen für Schuldscheindarlehen i. H. v. 17.500 TEUR
(Vorjahr: 17.500 TEUR) mit fixen Zinsätzen. Bei den übrigen Bankverbindlichkeiten unterscheiden sich die Zeitwerte nicht wesentlich von
den Buchwerten, da die Zinszahlungen auf diese Kreditaufnahmen entweder nahezu den aktuellen Marktsätzen entsprechen oder die
Kreditaufnahmen kurzfristig sind.
31.12.2023
31.12.2022
BUCHWERT
BEIZULEGENDER ZEITWERT
BUCHWERT
BEIZULEGENDER ZEITWERT
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Langfristige Bankverbindlichkeiten
40.565
39.637
45.130
50.953
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten
5.519
6.324
3.496
4.422
46.084
45.961
48.626
55.375
Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Kreditaufnahmen beruhen auf den abgezinsten Cashflows, unter Anwendung des
aktuellen Marktzinssatzes für derartige Kreditaufnahmen. Sie werden aufgrund der Verwendung nicht beobachtbarer Inputfaktoren,
einschließlich des eigenen Ausfallrisikos, in der Zeitwerthierarchie in die beizulegenden Zeitwerte der Stufe 3 eingeordnet (siehe Angabe
(20.8)).
Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte, finanzielle Verbindlichkeit:
Die Anhangsangabe des beizulegenden Zeitwertes der kurzfristigen und langfristigen Bankverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022
musste im Vergleich zum geprüften Konzernabschluss aufgrund eines rechnerischen Fehlers angepasst werden.
Einhaltung der Kreditauflagen und Risikoexposition
Im Geschäftsjahr 2023 sowie auch im Vorjahr wurden sämtliche Covenants in Bezug auf die Schuldscheindarlehen eingehalten.
Weitere Erläuterungen dazu sowie Einzelheiten zu den Risiken, denen der Konzern aus den kurz- und langfristigen Kreditaufnahmen
ausgesetzt ist, sind dem Risikobericht zu entnehmen.
20.7 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN, VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE
VERBINDLICHKEITEN
31.12.2023
31.12.2022
TEUR
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
10.402
8.678
Vertragsverbindlichkeiten
3.069
4.086
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
113
86
13.584
12.850
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unbesichert und werden üblicherweise innerhalb von 30 Tagen nach Zugang
beglichen. Die Buchwerte entsprechen aufgrund deren kurzfristiger Art den beizulegenden Zeitwerten.
Bei den Vertragsverbindlichkeiten handelt es sich wie im Vorjahr vor allem um erhaltene Anzahlungen. Für die zum Vorjahresstichtag
erfassten Vertragsverbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr zur Gänze Umsatzerlöse erfasst. Die Buchwerte der
Vertragsverbindlichkeiten entsprechen aufgrund deren kurzfristiger Art den beizulegenden Zeitwerten.
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Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten stammen wie im Vorjahr vor allem aus Debitoren mit kreditorischen Salden. Auch bei dieser
Position entsprechen die Buchwerte aufgrund deren kurzfristiger Art den beizulegenden Zeitwerten.
20.8 ZEITWERTHIERARCHIE
Dieser Abschnitt erläutert die Ermessensentscheidungen und Schätzungen bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von
Finanzinstrumenten. Der Konzern ordnet seine Finanzinstrumente in die drei im Rahmen der Rechnungslegungsstandards
vorgeschriebenen Stufen ein, um Anhaltspunkte für die Verlässlichkeit der Inputfaktoren zur Verfügung zu stellen, die bei der Ermittlung
des beizulegenden Zeitwerts verwendet werden. Eine Erläuterung dieser Stufen ist im Anschluss an die nachstehende Tabelle enthalten,
die die Buchwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten einschließlich ihrer Stufen in der Fair-Value-Hierarchie
zeigt.
BEWERTUNG
KATEGORIE
ZU FORT-
GEFÜHRTEN
ANSCHAFFUNGS-
KOSTEN
ZUM BEIZU-
LEGENDEN
ZEITWERT
GESAMT
STUFE
1
STUFE
2
STUFE
3
GESAMT
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
31.12.2023
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
22.001
0
22.001
22.001
0
0
22.001
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und
Vertragsvermögenswerte
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
23.265
0
23.265
0
0
23.265
23.265
Sonstige finanzielle Forderungen
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
710
0
710
0
0
710
710
Langfristige finanzielle
Vermögenswerte
zwingend zum
FVTPL
0
483
483
483
0
0
483
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und Vertrags-
verbindlichkeiten
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
13.471
0
13.471
0
0
13.471
13.471
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
113
0
113
0
0
113
113
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
5.518
0
5.518
0
0
5.518
5.518
Langfristige Bankverbindlichkeiten
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
40.565
0
40.565
0
0
40.56
5
40.565
Leasingverbindlichkeiten
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
2.707
0
2.707
0
0
2.707
2.707
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
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BEWERTUNG
KATEGORIE
ZU FORT-
GEFÜHRTEN
ANSCHAFFUNGS-
KOSTEN
ZUM BEIZU-
LEGENDEN
ZEITWERT
GESAMT
STUFE
1
STUFE
2
STUFE
3
GESAMT
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
31.12.2022
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
22.398
0
22.398
22.398
0
0
22.398
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und
Vertragsvermögenswerte
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
21.754
0
21.754
0
0
21.754
21.754
Sonstige finanzielle Forderungen
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
1.687
0
1.687
0
0
1.687
1.687
Langfristige finanzielle
Vermögenswerte
Zwingend zum
FVTPL
0
465
465
465
0
0
465
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und
Vertragsverbindlichkeiten
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
12.764
0
12.764
0
0
12.764
12.764
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
86
0
86
0
0
86
86
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
3.496
0
3.496
0
0
3.496
3.496
Langfristige Bankverbindlichkeiten
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
45.130
0
45.130
0
0
45.130
45.130
Leasingverbindlichkeiten
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
1.414
0
1.414
0
0
1.414
1.414
Stufe 1: Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die in aktiven Märkten gehandelt werden (wie etwa börsennotierte Derivate
und Eigenkapitalinstrumente) beruht auf den notierten Marktpreisen am Ende der Berichtsperiode. Der notierte Marktpreis der
vom Konzern gehaltenen finanziellen Vermögenswerte entspricht dem aktuellen Geldkurs. Diese Instrumente werden in Stufe 1
eingeordnet
Stufe 2: Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden (wie etwa OTC-Derivate)
wird anhand von Bewertungstechniken ermittelt, die den Einsatz beobachtbarer Marktdaten maximieren und möglichst wenig
auf unternehmensspezifische Schätzungen zurückgreifen. Wenn alle signifikanten Inputfaktoren zur Bewertung eines
Instruments zum beizulegenden Zeitwert beobachtbar sind, wird das Instrument in Stufe 2 eingruppiert.
Stufe 3: Sind einer oder mehrere der signifikanten Inputfaktoren nicht beobachtbar, wird das Instrument in Stufe 3 eingeordnet. Dies gilt
für nicht notierte Eigenkapitalinstrumente.
Während des Jahres erfolgten keine Umgruppierungen.
Im Einzelnen werden folgende Bewertungstechniken zur Bewertung von Finanzinstrumenten verwendet:
Verwendung notierter Marktpreise bzw. Händlernotierungen für ähnliche Instrumente
für andere Finanzinstrumente: eine Analyse der abgezinsten Cashflows (DCF-Analyse).
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
JAHRESABSCHLUSS |
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
21 UMSATZERLÖSE
In den folgenden Tabellen werden die Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach den Sales Units METALS & FCE (Fuels, Chemicals & Energy),
CERAMICS & SFU (Special Furnaces) und GLASS aufgegliedert. Die geografische Zuteilung der Umsatzerlöse richtet sich nach dem Sitz des
Kunden.
AFRICA & MIDDLE EAST
AMERICAS
ASIA/PACIFIC
EUROPE
SUMME
Umsätze nach Regionen
und Sales Units
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
2023
METALS & FCE
4.471
7.228
866
52.306
64.871
CERAMICS & SFU
404
4.400
3.250
29.703
37.757
GLASS
1.629
8.126
641
8.763
19.160
Summe in TEUR
6.503
19.755
4.757
90.772
121.787
AFRICA & MIDDLE EAST
AMERICAS
ASIA/PACIFIC
EUROPE
SUMME
Umsätze nach Regionen
und Sales Units
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
2022
METALS & FCE
1.880
5.205
1.549
49.369
58.003
CERAMICS & SFU
754
6.628
4.089
31.657
43.127
GLASS
880
7.611
503
7.471
16.464
Summe in TEUR
3.513
19.444
6.141
88.496
117.594
22 AUFWAND FÜR MATERIAL UND BEZOGENE LEISTUNGEN
2023
2022
TEUR
TEUR
Materialaufwand
-37.528
-37.865
Aufwendungen für bezogene Leistungen
-18.147
-20.021
-55.676
-57.886
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
| JAHRESABSCHLUSS
23 PERSONALAUFWAND
Der Personalaufwand sowie die Anzahl der Mitarbeiter haben sich im Vorjahresvergleich folgendermaßen entwickelt:
2023
2022
TEUR
TEUR
Löhne und Gehälter
-30.547
-27.988
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Beiträge
-5.943
-5.507
Beiträge für beitragsorientierte Vorsorgepläne
-555
-391
Aufwendungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder
-45
-95
Sonstiger Personalaufwand
-891
-849
-37.980
-34.829
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand
Arbeiter
357
354
Angestellte
246
244
603
598
Mitarbeiterzahl zum Bilanzstichtag
Arbeiter
351
355
Angestellte
252
244
603
599
Vergütung für Vorstand und Aufsichtsrat
Vorstände wurden im aktuellen und vorhergegangenen Geschäftsjahr folgendermaßen vergütet:
NAME
FIX
TEUR
DAVON VERB.
UNTERNEHMEN
VARIABEL
TEUR
SONSTIGE
VERGÜTUNGEN
GESAMT
2023
Andreas Pfneiszl
275
62
145
13
433
DI Ingo Gruber
275
62
145
10
430
Mag. Alexandra Rester
129
0
37
6
172
1.035
NAME
FIX
TEUR
DAVON VERB.
UNTERNEHMEN
VARIABEL
TEUR
SONSTIGE
VERGÜTUNGEN
GESAMT
2022
Andreas Pfneiszl
241
62
120
10
372
DI Ingo Gruber
241
62
120
10
372
744
Die Vergütung des Vorstands richtet sich nach dem Umfang des Aufgabengebietes, der Verantwortung und der persönlichen Leistung
des Vorstandsmitgliedes, sowie nach der Erreichung der Unternehmensziele, der Größe und der wirtschaftlichen Lage des
Unternehmens. Erfolgsabhängige Vergütungen erfolgen bei der RATH AG nicht über Aktienoptionen, sondern sind abhängig von
variablen Erfolgskriterien. Dazu zählen eine vordefinierte Zielerreichung hinsichtlich des Geschäftsergebnisses sowie qualitativer und
quantitativer Ziele.
Die Höhe der variablen Vergütung ist mit 50% des Grundbezuges limitiert. Ein etwaiger darüberhinausgehender Betrag wird als variable
Vergütung auf die Folgejahre gutgeschrieben. Bei Unterschreiten eines definierten Mindestbetrages beim Konzernergebnis entsteht ein
Malus, der ebenso auf die Folgejahre übertragen wird und zur Kürzung zukünftiger variabler Gehaltsbestandteile führt. Die
Gesamtvergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr umfasst wie im Vorjahr sowohl fixe als auch erfolgsabhängige Komponenten. Den
Mitgliedern des Vorstands wurden Ansprüche auf Versorgungsleistungen in Form einer Lebensversicherung gewährt. Im Falle einer
vorzeitigen Beendigung der Arbeitsverhältnisse werden, die bis zu diesem Zeitpunkt einbezahlten Beiträge unverfallbar.
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
JAHRESABSCHLUSS |
Ein Vorstandsmitglied hat bei Beendigung der Funktion und unter der Voraussetzung der gleichzeitigen Beendigung des Dienst-
verhältnisses Abfertigungsansprüche im Sinne des § 23 des österreichischen Angestelltengesetzes, außer wenn die Beendigung auf
einer gerechtfertigten Entlassung beruht. Hierzu sei erwähnt, dass die Altabfertigungsansprüche zum Zeitpunkt 31. Dezember 2002
eingefroren wurden, die Ansprüche verändern sich nur noch durch Anpassung der Gehälter und betragen zum 31. Dezember 2023 32
TEUR (Vorjahr: 24 TEUR).
Die Vorstandsmitglieder haben bei Beendigung der Vorstandsfunktion und Beendigung des Anstellungsvertrages einen Anspruch auf
eine Abfertigung in Höhe von einem halben Monatsentgelt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit.
Die RATH AG hat für 2023 wie im Vorjahr eine Organhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen. Die Kosten werden von
der Gesellschaft getragen. Die D&O-Versicherung sichert bestimmte persönliche Haftungsrisiken der verantwortlich handelnden
Personen der RATH Gruppe ab. Die jährlichen Kosten betragen 15 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR).
Die Aufwendungen für die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich im Berichtsjahr auf 100 TEUR (Vorjahr: 91 TEUR).
Überdies wurden im Geschäftsjahr 10 TEUR (Vorjahr: 19 TEUR) an Beratungshonoraren von Mitgliedern des Aufsichtsrats verrechnet.
An ehemalige Organe wurden Pensionszahlungen i. H. v. 139 TEUR (Vorjahr: 155 TEUR) geleistet.
24 ANDERE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
2023
2022
TEUR
TEUR
Aktivierte Eigenleistungen
663
513
Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen Debitoren
0
258
Sonstige Zulagen und Förderungen
160
36
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen, ausgenommen Finanzanlagen
53
3
Versicherungsansprüche bzw. -entschädigungen
942
313
Übrige
124
212
1.942
1.335
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
| JAHRESABSCHLUSS
25 SONSTIGER BETRIEBLICHER AUFWAND
2023
2022
TEUR
TEUR
Wartung und Instandhaltung
2.338
2.248
Rechtsberatung und sonstige Beratung
2.182
1.883
Marketing
1.196
1.036
EDV-Aufwendungen
1.081
979
Reise- und Fahrtaufwendungen
1.028
928
Versicherungen
796
905
Miete und Leasing
730
689
Sonstige Steuern
715
657
Entsorgungskosten
531
593
Energie
492
528
KFZ- und LKW-Aufwendungen
426
397
Technische Prüfkosten
340
256
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen
312
224
Aufwendungen für Arbeitsschutz
311
223
Nachrichtenaufwand
214
220
Spesen des Geldverkehrs
199
214
Beiträge an Berufsvertretungen
163
170
Raumkosten
153
167
Aus- und Weiterbildung
136
150
Aufsichtsratsvergütungen
109
85
Büromaterial
93
83
Transporte durch Dritte
87
44
Übrige sonstige Aufwendungen
32
748
13.662
13.425
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Berichtszeitraum gliedert sich nach Leistungsarten folgendermaßen:
2023
2022
TEUR
TEUR
Abschlussprüfung:
Konzernabschluss RATH AG
63
55
Jahresabschluss RATH AG
25
15
Jahresabschluss Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. RATH jun. GmbH
32
28
Sonstige Bestätigungsleistungen
148
134
268
232
Sonstige Leistungen:
Steuerberatung
0
0
Sonstige Beratungsleistungen
0
0
0
0
Die sonstigen Bestätigungsleistungen betreffen vor allem die Prüfung der Berichtspakete und Jahresabschlüsse der RATH GmbH und der
RATH Sales GmbH & Co KG, die Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements gemäß Regel 83 ÖCGK sowie
Prüfungsleistungen im Zusammenhang mit der Energieabgabenrückvergütung in Deutschland und in Österreich.
26 FINANZERGEBNIS
Das Finanzergebnis nach Kategorien der einzelnen Finanzinstrumente setzt sich wie folgt zusammen:
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
JAHRESABSCHLUSS |
BEWERTUNGSERGEBNIS AUS
ZINSERTRAG
UND
ZINSAUFWAND
FINANZ-
INSTRUMENTEN,
BEWERTET ZUM
BEIZULEGENDEN
ZEITWERT
WÄHRUNGS-
UMRECHNUNG
WERT-
MINDERUNGEN
UND ZU-
SCHREIBUNGEN
SONSTIGEN
GEWINNEN
UND
VERUSTEN
NETTO-
FINANZ-
ERGEBNIS
2023
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
ERTRAG +/AUFWAND
Finanzielle Forderungen zu
fortgeführten Anschaffungskosten
287
0
-478
0
0
-191
Finanzielle Verbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten
-2.008
0
0
0
1
-2.007
Zwingend zum FVTPL
0
18
0
0
0
18
Personalrückstellungen
-13
0
0
0
0
-13
Kredit- und Haftungsprovisionen
0
0
0
0
-66
-66
Gesamt
-1.733
18
-478
0
-65
-2.258
davon im Wertminderungsaufwand
aus Lieferforderungen
0
0
0
0
0
0
davon im Finanzergebnis
-1.733
18
-478
0
-65
-2.258
Gesamt
-1.733
18
-478
0
-65
-2.258
BEWERTUNGSERGEBNIS AUS
ZINSERTRAG
UND
ZINSAUFWAND
FINANZ-
INSTRUMENTEN,
BEWERTET ZUM
BEIZULEGENDEN
ZEITWERT
WÄHRUNGS-
UMRECHNUNG
WERT-
MINDERUNGEN
UND ZU-
SCHREIBUNGEN
SONSTIGEN
GEWINNEN
UND VER-
LUSTEN
NETTO-
FINANZ-
ERGEBNIS
2022
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
ERTRAG +/AUFWAND
Finanzielle Forderungen zu
fortgeführten Anschaffungskosten
54
0
1.375
-558
0
870
Finanzielle Verbindlichkeiten
zu fortgeführten Anschaffungskosten
-947
0
0
0
1
-946
Zwingend zum FVTPL
0
-110
0
0
0
-110
Personalrückstellungen
-25
0
0
0
0
-25
Kredit- und Haftungsprovisionen
0
0
0
0
-266
-266
Gesamt
-918
-110
1.375
-558
-265
-476
davon im Wertminderungsaufwand
aus Lieferforderungen
0
0
0
-558
0
-558
davon im Finanzergebnis
-918
-110
1.375
0
-265
81
Gesamt
-918
-110
1.375
-558
-265
-476
Wertminderungen und Zuschreibungen auf Kredite und Forderungen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.
27 AUFWENDUNGEN FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
In den Aufwendungen sind folgende Forschungs- und nicht aktivierungsfähige Entwicklungsaufwendungen enthalten:
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
| JAHRESABSCHLUSS
2023
2022
TEUR
TEUR
Personalkosten
1.079
1.081
Technische Prüfkosten
340
214
1.419
1.295
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG
28 ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG
Das Cashflow Statement der RATH Gruppe zeigt, wie sich die Zahlungsmittel im Laufe des Berichtsjahrs durch Mittelzu- und -abflüsse
verändert haben. Die Zahlungsmittel (Fonds der liquiden Mittel) setzten sich aus Kassa und Bankguthaben zusammen.
Die Auswirkungen von Unternehmenszusammenschlüssen werden dabei eliminiert und in der Position Netto-Auszahlungen für
Unternehmenszusammenschlüsse dargestellt. Die von ausländischen Konzerngesellschaften übernommenen Beträge werden
grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Hiervon abweichend wird der Fonds der liquiden Mittel wie in der Bilanz zum
Stichtagskurs angesetzt.
Die im Cashflow aus dem Ergebnis ausgewiesenen Wechselkursdifferenzen setzen sich folgendermaßen zusammen:
2023
2022
TEUR
TEUR
Veränderung Rücklage Währungsumrechnung
138
-181
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte
129
-478
Zahlungsmittel
-35
48
Vorräte
-86
-22
Sonstige Forderungen und Abgrenzungen
-151
-4
Sachanlagen & Immaterielle Vermögenswerte
331
-706
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsverbindlichkeiten
74
-263
Sonstige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen
66
-63
Sonstige Bilanzpositionen
-6
60
Währungsumrechnungsbedingte Veränderungen im
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
461
-1.609
Die wechselkursbedingten Veränderungen der einzelnen Bilanzpositionen gleichen sich mit der Veränderung der im Eigenkapital
ausgewiesenen Rücklage Währungsumrechnung nicht vollständig aus, da die Fremdwährungseffekte von in der Konsolidierung
eliminierten Bilanzpositionen mit diesen der Konzerngeldflussrechnung netto dargestellt werden.
29 ÜBERLEITUNG DER NETTOVERBINDLICHKEIT
Die Nettoverbindlichkeit der RATH Gruppe stellt sich zum Stichtag folgendermaßen dar:
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
JAHRESABSCHLUSS |
31.12.2022
31.12.2021
TEUR
TEUR
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
-22.398
-13.309
Finanzverbindlichkeiten
48.626
39.928
Leasingverbindlichkeiten
1.414
1.949
Nettoverbindlichkeit
27.641
28.568
Die Veränderung der Nettoverbindlichkeit im Geschäftsjahr setzt sich aus folgenden Bewegungen zusammen:
INVESTITIONS
-
KREDITE
EXPORT-
KREDITE
KONTOKORRENT-
KREDITE
LEASINGVER-
HÄLTNISSE
ZWISCHEN-
SUMME
FONDS LIQUIDER
MITTEL
NETTO-
VERBINDLICH-
KEITEN
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Nettoverbindlichkeiten
zum 1.1.2021
35.168
2.500
114
2.414
40.196
16.863
23.333
Aufnahme
2.260
0
0
436
2.696
0
Tilgung
0
0
-114
-986
-1.100
0
Remeasurements IFRS 16
0
0
0
0
0
0
Abgang
0
0
0
0
0
0
Zinsabgrenzung (netto)
0
0
0
0
0
0
Umbuchungen /
sonstige Veränderungen
0
0
0
9
9
-3.779
Wechselkursänderung
0
0
0
77
77
225
Nettoverbindlichkeiten
zum 31.12.2021
37.428
2.500
0
1.949
41.878
13.309
28.568
Aufnahme
40.000
0
0
162
40.162
0
Tilgung
-31.565
0
0
-750
-32.315
0
Umbuchungen /
sonstige Veränderungen
260
0
0
0
260
9.138
Wechselkursänderung
0
0
0
54
54
-49
Nettoverbindlichkeiten
zum 31.12.2022
46.126
2.500
0
1.414
50.040
22.398
27.642
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
| JAHRESABSCHLUSS
RISIKOBERICHT
Risikopolitische Grundsätze
Die RATH Gruppe ist im Rahmen ihrer multinationalen Aktivitäten mit ihren Geschäftsbereichen, Vermögenswerten und Schulden sowie
geplanten unternehmerischen Entscheidungen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln
verbunden sind.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für den Aufbau und die Kontrolle des Konzern-Risikomanagements. Die Risikomanagement-Richt-
linien des Konzerns wurden zur Identifizierung und Analyse von Risiken, der Einführung geeigneter Risikolimits und Kontrollen sowie zur
Überwachung der Entwicklung von Risiken und der Einhaltung von Limits entwickelt. Die Risikomanagement-Richtlinien und das
Risikomanagement-System werden regelmäßig überprüft, um Veränderungen der Marktbedingungen und der Aktivitäten des Konzerns
aufgreifen zu können. Durch die bestehenden Fortbildungs- und Managementstandards sowie die zugehörigen Prozesse soll ein
zielführendes Kontrollumfeld sichergestellt werden, in dem alle Mitarbeiter ihre jeweiligen Aufgaben und Verantwortlichkeiten
verstehen.
Der Prüfungsausschuss überwacht zum einen die Einhaltung der Richtlinien und Prozesse des Konzern-Risikomanagements durch den
Vorstand und zum anderen die Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems im Hinblick auf die Risiken, denen der Konzern ausgesetzt
ist.
Der Konzern ist den folgenden finanziellen Risiken ausgesetzt:
Ausfallrisiko
Liquiditätsrisiko
Marktrisiko
Zinsänderungsrisiko
Ausfallrisiko
Das Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde oder die Vertragspartei eines Finanzinstruments seinen bzw.
ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko entsteht grundsätzlich aus den Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie aus den als Finanzanlagen gehaltenen Investmentzertifikaten des Konzerns.
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Vertragsvermögenswerte entsprechen dem maximalen Ausfallrisiko.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte
Das Ausfallrisiko des Konzerns wird hauptsächlich durch die individuellen Merkmale der Kunden beeinflusst. Allerdings berücksichtigt der
Vorstand auch die Merkmale der gesamten Kundenbasis, einschließlich des Ausfallrisikos der Branche und der Länder, in denen die
Kunden tätig sind, da diese Faktoren das Ausfallrisiko ebenfalls beeinflussen können.
Zur Überwachung des Ausfallrisikos werden die Kunden hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit in Gruppen eingeteilt. Dabei werden
geografischer Standort, Branche, Altersstruktur sowie Auftreten und Dauer von Zahlungsproblemen berücksichtigt. Der Konzern
begrenzt sein Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Festlegung eines maximalen Zahlungsziels i. H. v. 3
Monaten bei Firmenkunden, das nur in Ausnahmefällen überschritten werden darf.
Das maximale Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kundengruppen stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
JAHRESABSCHLUSS |
31.12.2023
31.12.2022
TEUR
TEUR
Forderungen gegenüber Großkunden, brutto
3.609
2.064
Forderungen gegenüber übrigen Kunden, brutto
20.924
20.970
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte, brutto
24.533
23.034
Wertberichtigungen
-1.268
-1.280
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte, netto
23.265
21.754
Etwa 16 % (Vorjahr: 9 %) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte zum Stichtag resultieren aus
den Geschäftsbeziehungen mit 10 Großkunden. Die RATH Gruppe sieht keine erhebliche Risikokonzentration.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern möglicherweise nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten
vertragsgemäß durch Lieferung von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten zu erfüllen. Die Steuerung der
Liquidität im Konzern soll sicherstellen, dass soweit möglich stets ausreichend liquide Mittel verfügbar sind, um unter normalen wie
auch unter angespannten Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können, ohne untragbare Verluste
zu erleiden oder die Reputation des Konzerns zu schädigen.
Der Konzern nutzt eine aktivitätsbasierte Kostenrechnung zur Berechnung seiner Produkt- und Dienstleistungskosten. Dies ermöglicht
eine Überwachung des Zahlungsmittelbedarfs und die Optimierung der Zuflüsse auf das eingesetzte Kapital.
Die RATH Gruppe überwacht die Höhe der erwarteten Einzahlungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen
Forderungen zusammen mit den erwarteten Auszahlungen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen
Verbindlichkeiten.
Im Folgenden werden die vertraglichen Restlaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten am Abschlussstichtag einschließlich
geschätzter Zinszahlungen dargestellt. Es handelt sich um nicht diskontierte Bruttobeträge inklusive vertraglicher Zinszahlungen, jedoch
ohne Darstellung der Auswirkung von Verrechnungen.
FÄLLIG
IN 6 MONATEN
FÄLLIG
IN 612 MONATEN
FÄLLIG
IN 15 JAHREN
FÄLLIG
>5 JAHREN
BUCHWERT
ZINSEN
TILGUNG
ZINSEN
TILGUNG
ZINSEN
TILGUNG
ZINSEN
TILGUNG
31.12.2023
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
10.402
0
10.402
0
0
0
0
0
0
Vertragsverbindlichkeiten
3.069
0
3.069
0
0
0
0
0
0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
113
0
113
0
0
0
0
0
0
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten
5.518
950
283
3
4.283
0
0
0
0
Langfristige Bankverbindlichkeiten
40.565
1.014
0
1.002
0
6.754
22.065
1.239
18.500
Leasingverbindlichkeiten
2.708
43
333
37
309
62
2.066
0
0
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
| JAHRESABSCHLUSS
FÄLLIG
IN 6 MONATEN
FÄLLIG
IN 612 MONATEN
FÄLLIG
IN 15 JAHREN
FÄLLIG
>5 JAHREN
BUCHWERT
ZINSEN
TILGUNG
ZINSEN
TILGUNG
ZINSEN
TILGUNG
ZINSEN
TILGUNG
31.12.2022
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
8.678
0
8.678
0
0
0
0
0
0
Vertragsverbindlichkeiten
4.086
0
4.086
0
0
0
0
0
0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
86
0
86
0
0
0
0
0
0
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten
3.496
307
2.783
132
283
0
0
0
0
Langfristige Bankverbindlichkeiten
45.130
192
0
757
0
6.715
26.630
1.740
18.500
Leasingverbindlichkeiten
1.414
24
354
21
334
38
725
0
0
Die Refinanzierungsmöglichkeiten der RATH Gruppe sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche und sonstige Einflussgrößen
bestimmt. Diese Einflussgrößen beinhalten Kreditbedingungen (Covenants) in aktuellen und zukünftigen Kreditvereinbarungen sowie die
Beibehaltung der derzeitigen Bonität.
Marktrisiko
Die für die RATH Gruppe wesentlichsten Marktrisiken sind Preisrisiken für Rohstoffe und Energie, Fremdwährungen und Zinsen. Das Ziel
des Risikomanagements ist dabei die Risikoüberwachung und -steuerung, um eventuelle Verluste durch Preisschwankungen zu
minimieren.
Preisrisiken
Wesentliche Preisrisiken für die RATH Gruppe liegen im Bereich der Energie- und Rohstoffkosten. Die Energiekosten, die vor allem beim
Trocknen und Brennen von Feuerfestmaterial anfallen, machen einen bedeutenden Teil der Gesamtkosten des Konzerns aus. Im Jahr
2023 betrugen die Kosten für Strom und Gas des Konzerns 9.875 TEUR (Vorjahr: 13.261 TEUR) oder 8,11 % (Vorjahr: 11,3 %) des
Umsatzes. Die Energiepreise sind von der Entwicklung an den internationalen und lokalen Märkten abhängig und Schwankungen
unterworfen. Die RATH Gruppe minimiert das Risiko aus Energiepreisschwankungen durch genaues Monitoring und i. d. R. jährliche
Preisverhandlungen. Es werden quartalsweise Mengen und Preisfixierungen durchgeführt, der verbleibende nicht fixierte Teil wird über
den Spot-Markt gekauft, die Absicherungen laufen aktuell über mehrere Jahre.
Die wesentlichsten Rohstoffe für die RATH Gruppe sind unter anderem Tonerde, Aluminium, Silizium, Andalusit oder Schieferschamotte.
Aufgrund des diversifizierten Produktportfolios ergibt sich kein wesentliches Klumpenrisiko bei Rohstoffpreisen. Die Preise werden i. d. R.
jährlich verhandelt und deren Entwicklung genau beobachtet. Bei Rohstoffen besteht neben dem Preisrisiko auch ein Risiko aus der
Versorgungssicherheit. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich Produktionsprobleme nach sich. Mit wenigen,
unwesentlichen Ausnahmen gibt es für die Rohstoffversorgung alternative Lieferantenoptionen, um das Versorgungsrisiko zu
minimieren. Auch in diesem Geschäftsjahr kam es zu keinen stabilen Rohstoffpreisen, diese befinden sich in permanenter Bewegung.
Währungsrisiko
Der Konzern ist transaktionalen Fremdwährungsrisiken in dem Umfang ausgesetzt, wie die Notierungen von Währungen, in denen
Veräußerungs- und Erwerbsgeschäfte sowie Forderungen und Kreditgeschäfte erfolgen, mit der funktionalen Währung der
Konzerngesellschaften nicht übereinstimmen. Die genannten Transaktionen werden vorwiegend auf der Grundlage von Euro (EUR) und
US-Dollar (USD) durchgeführt.
Aus der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro resultieren überdies
Währungsumrechnungsdifferenzen (Translationsrisiko), welche im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung im sonstigen
Konzern-Gesamtergebnis erfasst werden. Umsätze, Ergebnisse und Bilanzwerte der nicht im Euroraum ansässigen Gesellschaften sind
daher vom jeweiligen Euro-Wechselkurs abhängig.
Die zusammengefassten quantitativen Informationen über das Währungsrisiko des Konzerns, die dem Management des Konzerns
gemeldet werden, sind wie folgt
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
JAHRESABSCHLUSS |
31.12.2023
31.12.2022
Nettoexposure
TEUR
TUSD
TEUR
TUSD
Finanzielle Vermögenswerte:
Zahlungsmittel und -äquivalente
2.404
2.656
2.301
2.454
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte
3.880
4.287
3.795
4.048
Finanzielle Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
-3.119
-3.447
441
471
Nettoexposure
3.165
3.496
6.537
6.973
Eine Stärkung/Schwächung von Euro bzw. US-Dollar zum 31. Dezember würde sich unter gleich bleibenden Rahmenbedingungen
folgendermaßen auf das Konzernergebnis und eigenkapital auswirken:
ZUM 31.12.2023 IN DER JEWEILIGEN WÄHRUNG
Effekt auf das Periodenergebnis bei
9 %
STÄRKUNG
DES EUR
11 %
SCHWÄCHUNG
DES EUR
10 %
STÄRKUNG
DES USD
10 %
SCHWÄCHUNG
DES USD
Finanzielle Vermögenswerte:
Zahlungsmittel und -äquivalente
216
-292
240
-266
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte
349
-472
388
-429
Finanzielle Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
-281
379
-312
345
Summe
285
-385
317
-350
ZUM 31.12.2022 IN DER JEWEILIGEN WÄHRUNG
Effekt auf das Periodenergebnis bei
9 %
STÄRKUNG
DES EUR
11 %
SCHWÄCHUNG
DES EUR
10 %
STÄRKUNG
DES USD
10 %
SCHWÄCHUNG
DES USD
Finanzielle Vermögenswerte:
Zahlungsmittel und -äquivalente
207
-270
230
-245
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte
342
-445
380
-405
Finanzielle Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
40
-52
44
-47
Summe
588
-767
654
-697
Zinsänderungsrisiko
Risiken aus der Veränderung des Zinsenniveaus bestehen im Wesentlichen aus der langfristigen Fremdfinanzierung. Die
Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Zinssatzänderungen in Bezug auf variabel verzinste Instrumente auf das
Periodenergebnis der RATH Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben.
Die RATH Gruppe bewertet keine fix verzinsten finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert und verwendet zum Stichtag (und damit unverändert zum Vorjahr) keine Derivate als Hedge-Instrument für Fair-Value- Hedges.
Eine Änderung des Zinssatzes in Bezug auf fix verzinste Instrumente würde keine Auswirkung auf die Konzerngewinn und -verlust-
rechnung haben.
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
| JAHRESABSCHLUSS
ZINSPROFIL
GEWINN/VERLUST
BUCHWERT
NICHT-
VERZINSLICH
FIX
VERZINST
VARIABEL
VERZINST
PLUS 100
BASISPUNKTE
MINUS 10
BASISPUNKTE
Zum 31.12.2023
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Verzinsliche Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und Vertragsverbindlichkeiten
13.471
13.471
0
0
0
0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
113
113
0
0
0
0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
5.518
953
4.000
0
0
0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
40.565
0
14.630
26.500
-265
0
Leasingverbindlichkeiten
2.707
0
2.707
0
0
0
Summe
62.374
14.537
21.337
26.500
-265
0
Verzinsliche Vermögenswerte:
Zahlungsmittel und -äquivalente
22.001
24
0
21.977
220
-220
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
Vertragsvermögenswerte
23.265
23.265
0
0
0
0
Sonstige kurzfristige finanzielle Forderungen
710
710
0
0
0
0
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
483
0
0
483
5
-5
Summe
46.459
23.999
0
22.460
225
-225
ZINSPROFIL
GEWINN/VERLUST
BUCHWERT
NICHT-
VERZINSLICH
FIX
VERZINST
VARIABEL
VERZINST
PLUS 100
BASISPUNKTE
MINUS 10
BASISPUNKTE
Zum 31.12.2022
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und Vertragsverbindlichkeiten
12.764
12.764
0
0
0
0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
86
86
0
0
0
0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
3.496
431
3.065
0
0
0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
45.130
0
18.630
26.500
-265
0
Leasingverbindlichkeiten
1.413
0
1.413
0
0
0
Nettoexposure
62.889
13.281
23.108
26.500
-265
0
Verzinsliche Vermögenswerte:
Zahlungsmittel und -äquivalente
22.398
25
0
22.373
224
-224
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
Vertragsvermögenswerte
21.754
21.754
0
0
0
0
Sonstige kurzfristige finanzielle Forderungen
1.687
1.687
0
0
0
0
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
465
0
0
465
5
-5
Summe
46.304
23.466
0
22.838
229
-229
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
JAHRESABSCHLUSS |
SONSTIGE ANGABEN
30 GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Sämtliche Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Zu den
nahestehenden Personen und Unternehmen beziehungsweise deren Transaktionen mit der RATH Gruppe zählen:
Rath Holding GmbH
Die Rath Holding GmbH, Wien, als oberste Muttergesellschaft der RATH AG hält wie zum Vorjahresbilanzstichtag 66,67 % der Aktien an
der RATH AG. In der Rath Holding GmbH, FN 195558k, sind Herr Dr. Ernst Rath, Frau Mag. Karin Bauer-Rath, und Herr Mag. Philipp Rath
WP/StB eingetragene Geschäftsführer. Als Gesellschafter werden im Firmenbuch die Dr. Ernst Rath Gesellschaft m.b.H., Wien, und die
Dkfm. Paul Rath Gesellschaft m.b.H., Wien angeführt. In der Dr. Ernst Rath Gesellschaft m.b.H., FN 102608w, sind Herr Dr. Ernst Rath und
Herr DI Dr. Matthias Rath eingetragene Geschäftsführer. Als Gesellschafter werden im Firmenbuch angeführt: Herr Dr. Ernst Rath, Herr
WP/StB Mag. Philipp Rath und Herr DI Dr. Matthias Rath.
In der Dkfm. Paul Rath Gesellschaft m.b.H., FN 101540z, ist Frau Mag. Karin Bauer-Rath eingetragene Geschäftsführerin. Als
Gesellschafter werden im Firmenbuch angeführt: Frau Mag. Karin Bauer-Rath und Frau Andrea Vladarski.
Mit den oben angeführten Gesellschaften fanden im Geschäftsjahr analog zum Vorjahr keine wesentlichen Transaktionen statt.
Hausinhabung Walfischgasse, Dr. Ernst Rath und Mitbesitzer
Die verrechneten Mietaufwendungen inkl. Betriebskosten beliefen sich im Geschäftsjahr auf 199 TEUR (Vorjahr: 180 TEUR) wobei
zum Abschlussstichtag, und damit unverändert zum Vorjahr, keine offenen Verbindlichkeiten bestehen. Die zum Stichtag bilanzierten
Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen aus diesem Sachverhalt betragen 729 TEUR (Vorjahr: 128 TEUR).
Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie deren nahe Familienangehörige
Die Gescftsbeziehungen zu Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der RATH AG sind in Angabe (23) angeführt, soweit Zahlungen
aus Vorstandsverträgen und Aufsichtsratsmandaten betroffen sind. Überdies wurde von Herrn Dr. Meier, Mitglied des Aufsichtsrats, im
Geschäftsjahr Honorare r Beratungs- und Vermittlungsleistungen i. H. v. 10 TEUR (Vorjahr: 19 TEUR) in Rechnung gestellt.
An nahestehende Personen geleistete Pensionszahlungen werden in Abgabe (15) angeführt.
Vorstand der RATH AG, Wien:
Der Vorstand der RATH AG bestand per 31. Dezember 2023 aus drei Mitgliedern. Herr Andreas Pfneiszl, geboren 1969, ist seit 10. Juni
2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstands für die Bereiche Strategie, Vertrieb, Marketing, HR/IT und Recht verantwortlich. Herr DI
Ingo Gruber, geboren 1962, ist seit 1. Oktober 2019 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstands für die Bereiche Produktion, Forschung &
Entwicklung, SCM, Einkauf, Qualitätsmanagement verantwortlich und Frau Mag. Alexandra Rester, geboren 1971, ist seit 1. Juni 2023
(Erstbestellung) verantwortlich für Finanzen, Compliance, ESG-Themen, Treasury und Investor Realtions.
Die Vorstandsmitglieder Andreas Pfneiszl und Ingo Gruber hatten wie im Vorjahr keine Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare
Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen, Gesellschaften inne. Der Vorstand, Andreas Pfneiszl, ist
zudem in der Geschäftsleitung der RATH Business Services GmbH, Wien, RATH GmbH, Meißen, RATH Sales GmbH & Co KG, Meißen und
RATH Sales Beteiligungs GmbH, Meißen vertreten. Der Vorstand DI Ingo Gruber ist darüber hinaus in der Geschäftsleitung der Aug. RATH
jun. GmbH, Krummnußbaum, RATH Business Services GmbH, Wien, RATH GmbH, Meißen, RATH Sales GmbH & Co KG, Meißen und RATH
Sales Beteiligungs GmbH, Meißen vertreten. Fr. Mag. Alexandra Rester bekleidet über ihre Vorstandsfunktion hinaus die
Aufsichtsratsfunktion Stellvertretende Vorsitzende der Kommunale Immobilien Liegenschaftsverwaltungs- und Verwertungsgesellschaft
m.b.H. Stockerau.
Der Vorstandsvertrag mit Herrn Pfneiszl endet am 31. Dezember 2027, jener mit Herrn DI Gruber hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2025.
Der Vorstandsvertrag von Fr. Mag. Alexandra Rester läuft bis 31. Dezember 2026.
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
| JAHRESABSCHLUSS
Aufsichtsrat der RATH AG, Wien:
Mag. Stefan Ehrlich Adám (Vorsitzender) seit 25. 6. 2013
WP Mag. Philipp Rath (Stellvertreter des Vorsitzenden) seit 17. 7. 2003
Mag. Dieter Hermann seit 25. 6. 2013
Dr. Andreas Meier seit 1. 6. 2016 (bis 2. Juni 2023)
Mag. Dr. Ulla Reisch seit 27. 05. 2018
DI Dr. Matthias Rath seit 2. Juni 2023
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
JAHRESABSCHLUSS |
31 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Nach dem Bilanzstichtag am 31.12.2023 wurde mit Wirkung vom 1.1.2024 die Rath LLC., Owensville (US) in die Rath Inc., Newark (US)
verschmolzen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 29.01.2024 wurden USD 5,0 mio. der bestehenden Ausleihung in Eigenkapital
umgewandelt.
Die Rath Aktiengesellschaft erwarb im Rahmen ihres strategischen Wachstumsplans 33% der Anteile an der AVANEE REFSOL PRIVATE
LIMITED, Hyderabad 500 081, A.P., Indien, die Joint Venture Verträge wurden am 6. Februar 2024 in Hyderabad unterzeichnet.
Mit dem Beteiligungserwerb steigt die RATH Gruppe in den indischen Markt ein und sichert sich damit neue Wachstumschancen sowie
Kapazitäten für den weltweiten Absatzmarkt. Rath wird die Beteiligungsgesellschaft neben Kapital mit Produktions- und Produkt-Know-
How ausstatten.
Es sind nach dem Bilanzstichtag keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 3. April 2024 vom Vorstand der Gesellschaft aufgestellt und am 3. April 2024 dem
Aufsichtsrat zur Prüfung und Billigung vorgelegt.
WIEN, 3. April 2024
Der Vorstand
Andreas Pfneiszl
DI Ingo Gruber
Mag Alexandra Rester
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
| JAHRESABSCHLUSS
BESTÄTIGUNGSVERMERK
108
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS | 109
Bericht zum Konzernabschluss
PRÜFUNGSTEIL
Wir haben den Konzernabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien , und ihrer Tochtergesellschaften
(der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzerngewinn- und
Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals und
der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem
Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und
vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31 Dezember
2023 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende
Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in
der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im
Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA).
Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Ver-
antwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres Bestäti-
gungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit
den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben
unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind
der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prü-
fungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu die-sem
Datum zu dienen.
BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen
Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren.
Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes
und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
Sachverhalt
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Verweis auf weitergehende Informationen
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
BESTÄTIGUNGSVERMERK
| BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS
1. WERTHALTIGKEIT DES FIRMENWERT SOWIE WERTHALTIGKEIT DER BUCHWERTE DER
ZAHLUNGSMITTELGENERIERENDEN EINHEITEN
Sachverhalt
Im Konzernabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, zum 31. Dezember 2023 wird unter dem
Bilanzposten „Immaterielle Vermögenswerte & Firmenwert“ ein Firmenwert in Höhe von TEUR 1.978
(Vorjahr: TEUR 2.049) ausgewiesen. Der Firmenwert wird mindestens einmal jährlich zum Bilanzstichtag
oder anlassbezogen vom Management einem verpflichtenden Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen
möglichen Wertminderungsbedarf zu ermitteln. Darüber hinaus werden im Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2023 sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 2.793 und Sachanlagen in
Höhe von TEUR 50.227 ausgewiesen. Das Management beurteilt bei Vorliegen von Anhaltspunkten
gemäß IAS 36, ob die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wertgemindert sein
könnten.
Der im Konzernabschluss dargestellte Firmenwert stammt zur Gänze aus einem Unternehmenserwerb in
den USA und ist dem Segment „USA“ zugeordnet, welches eine zahlungsmittelgenerierende Einheit
(„ZGE“) darstellt. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird ein Wertminderungsaufwand des
Firmenwertes erfasst, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA den
entsprechenden erzielbaren Betrag übersteigt. Zudem wird ein Wertminderungsaufwand erfasst, soweit
der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Der
erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus
Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Bei der Beurteilung, ob
Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, sind externe und interne Informationsquellen zu
berücksichtigen. Hierbei werden auch Erwartungen in Bezug auf die zukünftige Marktentwicklung und
Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren sowie die erwarteten
Entwicklungen der Rohstoffpreise und der Energiekosten auf die Geschäftstätigkeit der jeweiligen ZGE
berücksichtigt. Der Konzern ermittelt den Nutzungswert mittels eines Discounted-Cash-Flow-Verfahrens
(DCF-Methode). Neben Progno-sen der zukünftigen Zahlungsströme („Free Cash Flows“) vor Steuern ist
insbesondere auch der Kapitalisierungszinssatz (WACC) als stark ermessensbehaftet einzustufen. Die
Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.
Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu keiner Erfassung von Wertminderungen des Firmenwerts so-wie
Buchwerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.
Die Bewertung des erzielbaren Betrags ist komplex und bedarf entsprechender Expertise und ist in
wesentlichem Ausmaß von bedeutsamen Annahmen und ermessensbehafteten Entscheidungen des
Managements abhängig. Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die dem
Wertminderungstest zugrunde liegenden Bewertungsannahmen bei einer nicht angemessenen
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS | 111
Ermittlung der erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu einer nicht identifizierten
und bilanziell nicht erfassten Wertminderung führen können.
Da sich bereits geringfügige Änderungen im Kapitalisierungszinssatz bzw. der zukünftigen Cash-Flows
wesentlich auf den erzielbaren Betrag auswirken können, bestehen im Hinblick auf die Ermittlung des
Nutzungswerts und somit die Werthaltigkeit des Firmenwertes bzw. des Buchwerts der ZGE erhebliche
Schätzungsunsicherheiten. Daher wird die Werthaltigkeit des Firmenwerts sowie die Werthaltigkeit der
Buchwerte der ZGE als ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt angesehen.
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Wir haben die vom Management aufgestellten Berechnungen der Werthaltigkeit der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten geprüft.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter Einbeziehung unserer internen Bewertungsspezialisten
unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen.
Zudem haben wir uns von der Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und Inputparameter zu der
geplanten Entwicklung der zukünftigen Zahlungsströme vor Steuern sowie von der Bewertung der
Nutzungswerte überzeugt und beurteilt, ob alle wesentlichen relevanten internen und externen
Informationsquellen durch das Management berücksichtigt worden sind. Die künftigen erwarteten
Zahlungsströme wurden aus dem vom Management verabschiedeten und vom Aufsichtsrat
beschlossenen Budget, sowie von der vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommenen Mehrjahresplanung
abgeleitet. Zudem haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit
allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. In diesem Zusammenhang haben wir
auch die Einschätzung des Vorstandes hinsichtlich der Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise auf
die Geschäftstätigkeit gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung der künftigen
Zahlungsströme nachvollzogen. Mit der Kenntnis, dass bereits geringe Veränderungen des verwendeten
Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten
Nutzungswerts haben können, haben wir diese und deren Ableitung sowohl hinsichtlich der einzelnen
An-nahmen und Parameter auf Basis verfügbarer Marktdaten als auch vor dem Hintergrund einer
kritischen Gesamtbeurteilung im Vergleich zu Vergleichsunternehmen gewürdigt. Die bei der Ermittlung
der Nutzungswerte verwendeten Bewertungsmodelle haben wir auf rechnerische Richtigkeit und auf
Übereinstimmung mit den Bewertungsgrundsätzen der einschlägigen Regelungen der IFRS geprüft.
Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen, haben wir die vom Management
erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen. Dabei haben wir festgestellt, dass der Firmenwert des
operativen Segments USA sowie die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unter
Berücksichtigung der verfügbaren Informationen durch die diskontierten künftigen Zahlungsströme
gedeckt sind.
Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangsangaben zur Werthaltigkeit des Firmenwertes bzw. zur
Werthaltigkeit der Buchwerte der ZGE vollständig und sachgerecht sind.
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
BESTÄTIGUNGSVERMERK
| BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS
Unsere Prüfungshandlungen haben die Angemessenheit und Vertretbarkeit des Bewertungsmodells, das
das Unternehmen zur Durchführung der Werthaltigkeitstests des Firmenwertes sowie der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zum 31. Dezember 2023 verwendet hat, bestätigt. Die der
Bewertung zugrunde liegenden Annahmen und Parameter sind vertretbar. Die von den entsprechenden
Standards geforderten Angaben sind vollständig und nachvollziehbar.
Verweis auf weitergehende Informationen
Wir verweisen zu weitergehenden Informationen auf den Konzernanhang der Rath Aktiengesellschaft,
Wien, Abschnitt (6.1), (6.2), (6.3), (6.4) und (6.14) bezüglich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
von Sachanlagen, immaterieller Vermögenswerte, der Wertminderung langfristiger Vermögenswerte und
der Verwendung von Ermessensentscheidungen sowie Abschnitt (8) und (9) bezüglich der Entwicklung
des Sachanlagevermögens sowie der immateriellen Vermögenswerte.
SONSTIGE INFORMATIONEN
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss,
den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und
wir geben dazu keine Art der Zusicherung.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese
sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche
Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten
Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten
sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche
Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu
berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
VERANTWORTLICHKEITEN DER GESETZLICHEN VERTRETER
UND DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür,
dass dieser in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU
anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB, ein möglichst getreues
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS | 113
eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im
Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig anzugeben, sowie
dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei
denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die
Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des
Konzerns.
VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS
FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei
von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und
einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist
ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA
erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche
vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir
während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist
höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
BESTÄTIGUNGSVERMERK
| BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen
Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen
Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende
Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die
gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die
erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit
aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen
Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die
Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild
erreicht wird.
Wir erlangen ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der
Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum
Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und
Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser
Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die
geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen
Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle
Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann,
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS | 115
dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern einschlägig auf vorgenommene Handlungen zur
Beseitigung von Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht
haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des
Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben
diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere
Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst
seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte,
weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile
für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
BERICHT ZUM KONZERNLAGEBERICHT
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf
zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen
Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des
Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen
aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem
Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des
gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte
Angaben im Konzern-lagebericht nicht festgestellt.
ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH ARTIKEL 10 DER EU-VO
Wir wurden von der ordentlichen Hauptversammlung am 2. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir
wurden am 17. Oktober 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem
Geschäftsjahr 2019 Abschlussprüfer.
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
BESTÄTIGUNGSVERMERK
| BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen
Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht
haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der
geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
AUFTRAGSVERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist
Herr Dipl.-BW (FH) Marius Richter.
Wien
03. April 2024
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH
gez.: Dipl.-BW (FH) Marius Richter
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf
nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließ-lich
auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für
abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
GLOSSAR
Betriebswirtschaftliche Begriffe und Kennzahlen
AVÖ
Aktuarvereinigung Österreichs; Interessenvertretung der österreichischen Aktuare,
Versicherungs- mathematiker und versicherungsmathematischen Sachverständigen. Die AVÖ
veröffentlicht die Rentenversicherungssterbetafeln, nach denen die Pensions- und
Abfertigungsverpflichtungen berechnet werden.
CAPITAL EMPLOYED
Eingesetztes Kapital; Eigenkapital inklusive Anteile anderer Gesellschafter, zuzüglich
Nettoverschuldung
CGU (CASH GENERATING UNIT)
Zahlungsmittelgenerierende Einheit; kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten,
die Mittelzuflüsse erzeugt, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer
Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind.
CORPORATE GOVERNANCE
Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrolle von Unternehmen,
festgehalten im österreichischen Corporate Governance Kodex. Der Inhalt stellt ein
freiwilliges Regelwerk dar.
DBO (DEFINED BENEFIT OBLIGATION)
Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren verdienten Ansprüche auf der Basis des
geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige
versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das
Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO
(Projected Benefit Obligation).
D&O-VERSICHERUNG
„DIRECTORS‘ & OFFICERS‘ LIABILITY INSURANCE“
Die D&O-Versicherung (auch Manager-Haftpflicht-Versicherung oder allgemein:
Vermögensschaden-Haftpflicht-Versicherung) für Organe juristischer Personen
(Aktiengesell- schaften, GmbHs, Genossenschaften, Stiftungen, eingetragene Vereine
genannt) wird in der Regel als Versicherung zu Gunsten Dritter abgeschlossen. Das
Unternehmen (Versicherungsnehmer) versichert seine Organmitglieder (Vorstände,
Geschäftsführer, Aufsichtsräte, Beiräte) gegen das Risiko der persönlichen Haftung aus der
Organtätigkeit.
EBITDA
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte
EBITDA-MARGE
prozentueller Anteil des EBITDA am Umsatz
EBIT
(EARNINGS BEFORE INTEREST AND TAX)
Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Betriebsergebnis
EBIT-MARGE
prozentueller Anteil des EBIT am Umsatz
EBT
(EARNINGS BEFORE TAX)
Ergebnis vor Steuern
EIGENKAPITALQUOTE
Prozentuelles Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital
EIGENKAPITALRENDITE
Ergebnis nach Steuern im prozentuellen Verhältnis zum ausgewiesenen Eigenkapital
EINMALEFFEKTE
Einmaleffekte sind Aufwendungen und Erträge, welche separat offengelegt werden, da sie
nicht der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzurechnen sind. Diese Effekte werden separat
ausgewiesen, um es Investoren zu ermöglichen, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
RATH Gruppe besser verstehen und beurteilen zu können.
GLOSSAR |
GESCHÄFTSBERICHT 2023 RATH KONZERN
GLOSSAR
| GLOSSAR
FAIR VALUE
Jener Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am
Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die
Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde.
FVOCI
Beizulegender Zeitwert mit Wertänderungen durch das sonstige Ergebnis
FVTPL
Beizulegender Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust
IASB
(INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS BOARD)
Internationales Gremium zur Festlegung von Rechnungslegungsstandards
IFRIC
(INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING INTERPRETATIONS
COMMITTEES)
Internationales Komitee für die Auslegung der Rechnungslegungsstandards
IFRS
(INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS)
Internationale Rechnungslegungsstandards (vormals IAS)
NET DEBT
Nettoverschuldung; verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inklusive Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen, abzüglich liquider Mittel
NUTZUNGSRECHT (RIGHT-OF-USE ASSET)
Nutzungsrecht am zugrundeliegenden Vermögenswert. Dieses entspricht grundsätzlich dem
Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten.
PUC
(PROJECTED UNIT CREDIT METHOD)
versicherungsmathematische Bewertungsmethode
ROCE
(RETURN ON CAPITAL EMPLOYED)
Verzinsung des eingesetzten Kapitals; Quotient aus EBIT abzüglich Steuern und Capital
Employed
VERTRAGSVERBINDLICHKEIT
Verpflichtung der RATH Gruppe, Güter oder Dienstleistungen, für die sie von einem Kunden
eine Gegenleistung erhalten (bzw. noch zu erhalten) hat, auf diesen zu übertragen
VERTRAGSVERMÖGENSWERT
Anspruch der RATH Gruppe auf Gegenleistung im Austausch für Güter oder Dienstleistungen,
die sie auf einen Kunden übertragen hat.
WACC
(WEIGHTED AVERAGE COST OF CAPITAL)
Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten; bezeichnet einen zu den Discounted- Cashflow-
Verfahren der Unternehmensbewertung gehörenden Ansatz. Die gewichteten
durchschnittlichen Kapitalkosten werden verwendet, um die Mindestrendite für
Investitionsprojekte zu bestimmen.
WORKING CAPITAL RATIO
Drückt aus, welcher Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch das Umlaufvermögen
finanziert werden kann. Vorräte, Vertragsvermögenswerte und Forderungen abzüglich
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsverbindlichkeiten werden
ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt.
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IMPRESSUM
IMPRESSUM |
EIGENTÜMER, HERAUSGEBER & VERLEGER:
RATH AKTIENGESELLSCHAFT, WALFISCHGASSE 14, A-1015 WIEN
IR- UND COMPLIANCE-VERANTWORTLICHER: ANDREAS PFNEISZL
WEB: WWW. RATH-GROUP.COM
MAIL: INFO@RATH-GROUP.COM
SATZ- UND DRUCKFEHLER VORBEHALTEN
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2023
JAHRESABSCHLUSS DER
RATH AKTIENGESELLSCHAFT
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01_KOPFZEILE
2023
JAHRES-
ABSCHLUSS
DER RATH AKTIENGESELLSCHAFT
INHALT
Lagebericht
4
Bilanz
11
Gewinn- und Verlustrechnung
13
Anhang
14
Anlagenspiegel
27
Beteiligungen
29
Bestätigungsvermerk
32
Bericht des Aufsichtsrats
42
Erklärung der gesetzlichen Vertreter 45
IMPRESSUM
EIGENTÜMER, HERAUSGEBER UND VERLEGER:
RATH AKTIENGESELLSCHAFT, WALFISCHGASSE 14, A-1015 WIEN
IR- UND COMPLIANCE-VERANTWORTLICHER: ANDREAS PFNEISZL
WEB: WWW. RATH-GROUP.COM
MAIL: INFO@RATH-GROUP.COM
SATZ- UND DRUCKFEHLER VORBEHALTEN
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
LAGEBERICHT
| LAGEBERICHT
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Geschäft und Rahmenbedingungen
Die RATH Aktiengesellschaft (im Folgenden „RATH AG“) ist ein an der Wiener Börse im amtlichen Handel
(Standard Market Auction) notiertes Unternehmen. Es fungiert als Holdinggesellschaft der RATH Gruppe
und beschäftigt sich im Wesentlichen mit der zentralen Steuerung des Berichtswesens der einzelnen
Tochtergesellschaften, der strategischen Weiterentwicklung unseres Produktportfolios, der
Anwendungslösungen sowie unserer Absatzmärkte.
Des Weiteren fällt die Finanzierung der gesamten RATH Gruppe in den Verantwortungsbereich der
Gesellschaft. Zweigniederlassungen oder Betriebsstätten bestehen keine. Die RATH AG finanziert sich
v.a. über eine strukturierte Finanzierung aus Schuldscheindarlehen die RATH Gruppe. Zum 31. Dezember
2023 hält die Gesellschaft wie im Vorjahr keine derivativen Finanzinstrumente.
GESCHÄFTSVERLAUF
Umsatzentwicklung und Ertragslage
Die angeführten Umsatzerlöse i. H. v. 3.553 TEUR (Vorjahr: 3.402 TEUR) stammen im Wesentlichen aus
Lizenzverrechnungen. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus dem Anstieg der Umsatz-
erlöse in den Tochtergesellschaften.
Die Personalaufwendungen i. H. v. 1.660 TEUR (Vorjahr: 964 TEUR) erhöhte sich um 696 TEUR. Die
Veränderung stammt aus der Anpassung der Vorstandsgehälter und der Aufnahme eines weiteren
Vorstandsmitglieds, Frau Mag. Alexandra Rester. Auch erhöhten sich Pensionsrückstellungen um 96
TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 4.129 TEUR (Vorjahr: 3.398 TEUR). Sie beinhalten
im Wesentlichen Aufwendungen für Leistungen von Konzerntochtergesellschaften i. H. v. 1.362 TEUR
(Vorjahr: 1.218 TEUR), Aufwendungen für Marketing i. H. v. 985 TEUR (Vorjahr: 867 TEUR),
Aufwendungen für Beratung i. H. v. 460 TEUR (Vorjahr: 385 TEUR), Aufwendungen für Miete und Leasing
255 TEUR (Vorjahr: 207 TEUR), und Aufwendungen für Versicherungen und Beiträge i.H.v. 243 TEUR
(Vorjahr: 191).
Das Betriebsergebnis (siehe Gewinn- und Verlustrechnung 6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5) liegt bei -
2.152 TEUR (Vorjahr: 650 TEUR).
Im Geschäftsjahr wurden Dividendenerträge i. H. v. 4.000 TEUR (Vorjahr: 2.500 TEUR) von
Tochtergesellschaften an die Gesellschaft erfasst, davon eine Ausschüttung der RATH GmbH,
Deutschland, i. H. v. 3.500 TEUR (Vorjahr: 2.000 TEUR). Die Zinserträge aus Ausleihungen gegenüber
verbundenen Unternehmen betrugen 790TEUR (Vorjahr: 739 TEUR). Die Erträge aus der Zuschreibung
aus Finanzanlagen i. H. v. 18 TEUR (Vorjahr: 5.078 TEUR) betreffen die Wertberichtigung zu Wertpapieren
im aktuellen Geschäftsjahr und die Tochtergesellschaft Rath Inc., USA im Vorjahr. Im Vorjahr betrafen die
Aufwendungen aus Finanzanlagen die Abschreibung der Beteiligung der RATH Ukrajina TOW, Ukraine
i.H.v. 39 TEUR sowie die Ausleihungen gegenüber RATH Group S.DE R.L.DE C.V, Mexiko i.H.v. 339 TEUR. In
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LAGEBERICHT
LAGEBERICHT |
den Zinsaufwendungen sind Zinsen für die Schuldscheindarlehen i. H. v. 1.896 TEUR (Vorjahr: 868 TEUR)
enthalten.
Die Gesellschaft schließt ihre Bücher mit einem Jahresüberschuss i. H. v. 1.379 TEUR (Vorjahr:
7.406 TEUR).
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der RATH AG erhöht sich auf 84.427 TEUR (Vorjahr: 77.775 TEUR). Wesentliche Gründe
dafür sind die Erhöhung der Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen und die Erhöhung der
kurzfristigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Die Ausleihungen reduzierten sich einerseits im Geschäftsjahr um 2.395 TEUR und erhöhten sich
andererseits aufgrund einer Darlehenszusage an RATH Inc. USA i.H.v. 3.619 und RATH LLC, USA i.H.v.
2.714. Die Darlehensgewährung an beide Tochtergesellschaften erfolgte am und war auch wirksam mit
21. Dezember 2023. Aufgrund der erfolgten verbindlichen Zusage der Darlehensgewährung und der erst
im Jänner 2024 erfolgten Auszahlung der Darlehenssummen wurden die gewährten Ausleihungen als
langfristige Ausleihung unter den Finanzanlagen aktiviert und die korrespondierenden kurzfristigen
Finanzierungsverbindlichkeiten als Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen passiviert.
Wie im Vorjahr kam es zu einer phasenkongruenten Dividendenaktivierung der kurzfristigen Forderungen
gegenüber verbundenen Unternehmen auf die um 1.500 TEUR (Vorjahr 2.000) höhere aktivierte
Dividendenforderung von der Rath GmbH sowie höhere Weiterverrechnungen an die
Tochtergesellschaften am Jahresende.
4.000 TEUR der Schuldscheindarlehen müssen im September 2024 zurückbezahlt werden und wurden
daher in kurzfristige Verbindlichkeiten umgegliedert.
Die Eigenkapitalquote beträgt 36 % (Vorjahr 40 %).
Der operative Cashflow, ermittelt entsprechend AFRAC-Stellungnahme 36 „Geldflussrechnung (UGB)“
(Juni 2020), beträgt für das Geschäftsjahr -1.502 TEUR (Vorjahr: -3.896 TEUR) und resultiert einerseits
aus der Erhöhung des Working Capitals und andererseits aus dem schlechteren Ergebnis gegenüber dem
Vorjahr. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt 2.511 TEUR (Vorjahr: 7.287 TEUR) und
resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung von, durch die RATH AG gewährten Ausleihungen, einem
Gesellschafterzuschuss an Rath Business Services GmbH (350 TEUR) und einer erhaltenen Dividende
i.H.v. 500 TEUR. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf -3.331 TEUR (Vorjahr: 7.695
TEUR) und resultiert aus der Ausschüttung i.H.v. 1.950 TEUR (Vorjahr 495), sowie laufenden
Zinszahlungen.
Im Vorjahr wurde aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 1,30 je Aktie, das sind in Summe
1.950 TEUR ausgeschüttet, und der Restbetrag auf neue Rechnung vorgetragen. Für das Geschäftsjahr
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LAGEBERICHT
| LAGEBERICHT
2023 wird eine Dividendenausschüttung i. H. v. 1,00 EUR je Aktie, das sind in Summe 1.500 TEUR, aus dem
Bilanzgewinn vorgeschlagen und der Restbetrag auf neue Rechnung vorgetragen.
Der Börsenkurs veränderte sich im abgelaufenen Jahr von 26,2 EUR am 31. Dezember 2022 auf 27,2 EUR
am 31. Dezember 2023. Die Börsenkapitalisierung beträgt somit zum Jahresende 40.800 TEUR (Vorjahr:
39.300 TEUR).
PROGNOSEBERICHT
Als Holdinggesellschaft hängt die Performance der Gesellschaft von den Umsätzen der
Tochtergesellschaften und den ihnen verrechenbaren Leistungen ab. Der Internationale Währungsfonds
(IWF) rechnet mit einer Seitwärtsbewegung der Weltwirtschaftsleistung für 2024, erst für 2025 sollte
die Weltwirtschaft geringfügig wachsen. Die Wirtschaftsleistung der gesamten Eurozone soll für 2024
um 0,9 % wachsen. Für Deutschland wird dabei eine Erhöhung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,5
% und für die USA ein Anstieg i. H. v. 2,1 % prognostiziert. Für Österreich wird vom Österreichischen
Institutes für Wirtschaftsforschung (WIFO) ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2024 um
0,9 % erwartet.
Europa ist im Wandel, die Regierungen sind dabei sich auf die zukünftigen Energieträger, etwaige
politische Veränderungen und damit im Zusammenhang sich verändernder internationaler
Handelbeziehungen einzustellen. Wir gehen von einer Seitwärtsbewegung im Umsatz und einer leichten
Eintrübung unserer Profitabilität für 2024 aus.
Mit Februar 2024 konnte die RATH Gruppe in Indien sich an einem Joint Venture beteiligen, gemeinsam
mit unserem neuen indischen Partner werden wir in Indien eine Produktion hochziehen und sowohl den
indischen Markt als auch die internationale Kundenlandschaft von RATH bedienen. Der Zuschlag für das
Investment von RATH in Indien ist auf der Tatsache entstanden, dass Indien einer der größten
Wachstumsmärkte der Zukunft ist und das Umfeld für energieintensive Industrieunternehmen
ausgezeichnete Rahmenbedingungen bietet.
RISIKOBERICHT
Das interne Kontrollsystem (IKS) wird über ein ganzheitliches Qualitätsmanagement sichergestellt. Dort
sind Unterschriftenordnungen auf Basis eines Vier-Augen-Prinzips sowie auch Trennungen von
kritischen Funktionen in allen Bereichen des Unternehmens definiert. Das Risikomanagementsystem
stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. Nur so ist sichergestellt, dass diese
frühzeitig erkannt und im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Besondere
Risiken können durch die Finanzierungsfunktion der Holdinggesellschaft entstehen. Dazu werden
laufend die Wechselkurse und die Zinsentwicklung überwacht.
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
LAGEBERICHT
LAGEBERICHT |
FORSCHUNGSBERICHT
Die RATH Gruppe ist durch eine zentrale Forschungs-, und Entwicklungsabteilung mit den
Schwerpunkten Innovation, Entwicklung, Prozessoptimierung und Materialwissenschaft organisiert.
Intensive und nachhaltige Forschung und Entwicklung sind wesentliche Bausteine unserer Strategie als
Premiumanbieter. Themen und Projekte im Bereich Forschung, Technologie und Innovation sind von
höchster Priorität und tragende Säulen für unseren Unternehmenserfolg und damit ausschlaggebend für
nachhaltigen Wettbewerbsvorsprung und Wachstum.
Im Jahr 2023 wurden folgende Projekte erfolgreich umgesetzt:
- Entwicklung einer neuen Altrafaser für eine Einsatztemperatur bis 1.500 °C.
- Vorbereitung der Technologie im Bereich Endlosfaser. Die Inbetriebnahme und großtechnische
Umsetzung einer neuen Produktionslinie im Werk Mönchengladbach ist im zweiten Halbjahr
2024 geplant.
- Weiterentwicklungen im Bereich Heißgasfilter
- Entwicklung von zwei Produkten für den Einsatz im Glasrinnenbereich
WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS
Das interne Kontrollsystem (IKS) definiert alle Prozesse zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit und
Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Es verringert die Fehleranfälligkeit von Transaktionen, schützt
das Vermögen vor Verlusten durch Schäden und Betrug und gewährleistet die Übereinstimmung der
Unternehmensabläufe mit der Satzung und den geltenden Gesetzen. Das Kontrollumfeld des
Rechnungslegungsprozesses ist durch eine klare Aufbau- und Ablauforganisation gekennzeichnet, wobei
den einzelnen Funktionen eindeutig Personen (z.B. in Finanz-/Rechnungswesen und Controlling)
zugeordnet sind.
Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter:innen erfüllen die fachlichen Voraussetzungen.
Im Rechnungswesen kommt SAP zum Einsatz. Die Geschäftsordnung verweist u.a. auf die zwingende
Einhaltung der Bestimmungen im Managementhandbuch und definiert eine Liste von Geschäftsfällen,
welche einer Zustimmung der Unternehmensleitung bedürfen. Das Managementhandbuch der RATH AG
beinhaltet u. a. die für den Rechnungslegungsprozess notwendigen Informationen und Bestimmungen,
wie die Reporting-Richtlinien, Bilanzierungs- und Bewertungsregeln oder die IT-Richtlinien. Ein
standardisiertes monatliches Managementberichtswesen umfasst sämtliche in der RATH Gruppe
konsolidierten Einzelgesellschaften.
Der Prüfungsausschuss informiert sich regelmäßig über das interne Kontrollsystem und überwacht den
Rechnungslegungsprozess.
CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY
Aufsichtsrat und Management der RATH Gruppe legen großen Wert auf eine nachhaltige
Unternehmensführung. Die strategische Entscheidungsfindung sowie die operative Führung werden
dementsprechend gleichermaßen von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren beeinflusst.
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
LAGEBERICHT
| LAGEBERICHT
Zu den wichtigsten gruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsstrategien zählen die RATH Marken- und
Produktentwicklungsstrategie, Innovationen und Produktionsverfahren zur Optimierung von Ökonomie
und Ökologie im Herstellungsprozess wie auch im Produkt. Zusätzlich ist der Ressourcenschonende
Umgang mit Energie und Wasser ein wesentliches Thema bei RATH.
Die Erfassung von wichtigen Basisdaten der Konzernunternehmen wurde im Geschäftsjahr 2023
fortgesetzt. Unsere Kolleg:innen sind der wichtigste Schlüssel für die weitere positive, nachhaltige
Entwicklung unseres Unternehmenserfolges. Ein offener, wertschätzender Umgang mit Kolleg:innen in
allen Bereichen über die Funktionsebenen hinaus ist das Fundament unseres Unternehmens. Im
Geschäftsjahr 2023 wurden in der RATH AG durchschnittlich 6 (Vorjahr: 4) Angestellte beschäftigt.
Der Anteil der Frauen an der Belegschaft der RATH AG beträgt rund 50 % (Vorjahr: 40 %), der Anteil im
Aufsichtsrat liegt bei 20 % (Vorjahr: 20 %).
ANGABEN GEMÄSS § 243A UGB
Die Zusammensetzung des Kapitals ist im Anhang näher erläutert. In der Satzung gibt es keine
Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung der Stimmrechte der RATH AG. Bezüglich der Übertragung
von Stimmrechten sind der Gesellschaft keine Beschränkungen bekannt.
› AKTIONÄRSSTRUKTUR
STAND 31.12.2023
RATH Holding GmbH
66,7 %
Rath Familienmitglieder
18,8 %
Streubesitz
14,5 %
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
LAGEBERICHT
LAGEBERICHT |
In der RATH AG gibt es keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Bezüglich der Ernennung und
Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats, Änderungen der Satzung der Gesellschaft
sowie der Befugnisse der Mitglieder des Vorstands, insbesondere ihrer Möglichkeit zur Ausgabe bzw. zum
Rückkauf von Aktien, gibt es keine vom Gesetz abweichenden Regelungen. Eigene Aktien besitzt die
Gesellschaft zum Bilanzstichtag wie auch zum Vorjahresbilanzstichtag nicht. Im Falle eines
Kontrollwechsels gibt es keine Vereinbarungen, die wirksam werden. Im Falle eines öffentlichen
Übernahmeangebotes sind keine Entschädigungsleistungen vereinbart.
WIEN, 03. APRIL 2024
DER VORSTAND
Andreas Pfneiszl e.h.
Vorstandsmitglied
DI Ingo Gruber e.h.
Vorstandsmitglied
Mag. Alexandra Rester
Vorstandsmitglied
K
JAHRESABSCHLUSS
RATH AG 2023
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
BILANZ
11 | BILANZ
31.12.2023
31.12.2022
EUR
TEUR
AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie daraus abgeleitete Lizenzen
195.000
27
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
98.147
111
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
26.027.701
25.678
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
29.319.970
25.380
davon mit RLZ > 1 Jahr 27 079 488 EUR; Vorjahr: 21 132 TEUR
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
482.902
465
55.830.573
51.522
56.123.720
51.660
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
18.098.884
13.969
davon aus Dividenden 7 500 000 EUR; Vorjahr: 4 000 TEUR
davon mit RLZ > 1 Jahr 0 EUR; Vorjahr: 0 TEUR
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
179.791
73
davon mit RLZ > 1 Jahr 0 EUR; Vorjahr: 0 TEUR
18.278.675
14.042
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
9.397.817
11.720
27.676.492
25.762
C. Rechnungsabgrenzungsposten
Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
182.159
37
D. aktive latente Steuern
Aktive latente Steuern
444.784
315
84.427.155
77.775
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
BILANZ
|
|
| BILANZ
31.12.2023
31.12.2022
EUR
TEUR
PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Eingefordertes, einbezahltes, gezeichnetes Grundkapital
10.905.000
10.905
II. Kapitalrücklagen
Gebundene
1.118.067
1.118
III. Gewinnrücklagen
Andere Rücklagen (freie Rücklagen)
2.972.839
2.973
IV. Bilanzgewinn
davon Gewinnvortrag 13 979 928 EUR; Vorjahr: 8 524 TEUR
15.358.998
15.930
30.354.904
30.926
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen
32.312
24
2. Rückstellungen für Pensionen
1.303.990
1.208
3. Rückstellungen für Steuern
15.492
104
4. Sonstige Rückstellungen
745.510
467
2.097.304
1.803
C. Verbindlichkeiten
1. Schuldscheindarlehen
davon mit RLZ < 1 Jahr 4 953 613 EUR; Vorjahr: 431 TEUR
44.953.613
44.431
davon mit RLZ > 1 Jahr 40 000 000 EUR; Vorjahr: 44 000 TEUR
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
davon mit RLZ < 1 Jahr 212 741 EUR; Vorjahr: 101 TEUR
212.741
101
davon mit RLZ > 1 Jahr 0 EUR; Vorjahr: 0 TEUR
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
davon mit RLZ < 1 Jahr 6 745 647 EUR; Vorjahr: 499 TEUR
6.745.647
499
davon mit RLZ > 1 Jahr 0 EUR; Vorjahr: 0 TEUR
4. sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern 3 293 EUR; Vorjahr: 2 TEUR
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 14 119 EUR; Vorjahr: 12 TEUR
62.945
15
davon mit RLZ < 1 Jahr 62 945 EUR; Vorjahr: 15 TEUR
davon mit RLZ > 1 Jahr 0 EUR; Vorjahr: 0 TEUR
gesamt davon mit RLZ < 1 Jahr 11 974 946 EUR; Vorjahr: 1 046 TEUR
gesamt davon mit RLZ > 1 Jahr 40 000 000 EUR; Vorjahr: 44 000 TEUR
51.974.946
45.046
84.427.155
77.775
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
2023
2022
EUR
TEUR
1. Umsatzerlöse
3.553.019
3.402
2. Übrige sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
0
748
b) übrige
165.096
944
165.096
1.691
3. Personalaufwand
a) Gehälter
-1.155.288
-810
b) soziale Aufwendungen
-504.802
-153
davon Aufwendungen für Altersvorsorge -235 649 EUR; Vorjahr: 0 TEUR
davon Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen 82.482 EUR; Vorjahr: 5 TEUR
davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 186 583 EUR; Vorjahr: 146 TEUR
-1.660.090
-964
4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
-81.287
-81
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
-4.128.552
-3.398
davon Steuern soweit sie nicht unter Z 15 fallen 21 132 EUR; Vorjahr: 18 TEUR
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5
-2.151.814
650
7. Erträge aus Beteiligungen
4.000.000
2.500
davon aus verbundenen Unternehmen 4 000 000 EUR; Vorjahr: 2 500 TEUR
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
798.986
748
davon aus verbundenen Unternehmen 789 855 EUR; Vorjahr: 739 TEUR
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
202.582
1
10. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen
18.261
5.078
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen
0
-487
davon Abschreibung 0 EUR; Vorjahr: -487 TEUR
davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen 0 EUR; Vorjahr: -377 TEUR
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-1.903.714
-1.073
13. Zwischensumme aus Z 7 bis 12
3.116.115
6.767
14. Ergebnis vor Steuern
964.301
7.416
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
414.769
-10
davon aus latenten Steuern 129 657 EUR; Vorjahr: 101 TEUR
davon aus Gruppenbesteuerung 242 180 EUR; Vorjahr: -104TEUR
16. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss
1.379.070
7.406
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
13.979.928
8.524
18. Bilanzgewinn
15.358.998
15.930
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
ANHANG
| ANHANG
A. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
1. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE
Der Jahresabschluss in der geltenden Fassung wurde unter Beachtung des UGB und der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Die Gesellschaft ist
als große Kapitalgesellschaft gemäß § 221 UGB einzustufen.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Die
Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die bisherigen
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.
Die RATH Aktiengesellschaft („RATH AG“) stellt als Konzernmutter den Konzernabschluss für den
kleinsten sowie größten Kreis von Unternehmen auf, der beim Firmenbuchgericht Wien mit der Nr.
FN 83203 h veröffentlicht wird. Die rechtlichen Beziehungen zu den verbundenen Unternehmen zum
Bilanzstichtag können der Beilage 2 zum Anhang entnommen werden.
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurden der Grundsatz der
Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde
dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen
wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.
Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen
aus gleich gelagerten Sachverhalten vorhanden sind, hat das Unternehmen diese bei den Schätzungen
berücksichtigt.
2. ANLAGEVERMÖGEN
a) Immaterielle Vermögenswerte
Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die
um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die planmäßige Abschreibung wird linear
vorgenommen. Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
› IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
JAHRE
Software und Lizenzen
3 - 4
Von den Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, von den
Zugängen in der zweiten Hälfte die halbe Jahresabschreibung verrechnet. Geringwertige
Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis 1.000 EUR (Vorjahr 800 EUR)) werden im
Zugangsjahr aktiviert und sofort abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden
vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr wurden wie
im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
ANHANG
ANHANG |
b) Sachanlagevermögen
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen,
bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung folgender
Abschreibungssätze vorgenommen:
JAHRE
SACHANLAGEVERMÖGEN
3 - 10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Von den Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, von den
Zugängen in der zweiten Hälfte die halbe Jahresabschreibung verrechnet. Geringwertige
Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis 1.000 EUR (Vorjahr 800 EUR)) werden im
Zugangsjahr aktiviert und sofort abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden
vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr wurden wie
im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.
Investitionszuschüsse werden nach der Bruttomethode dargestellt.
c) Finanzanlagen
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls
vermindert um Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen, bewertet.
Liegen Anzeichen für einen dauerhaften, wesentlich gesunkenen beizulegenden Wert vor, erfolgt eine
Bewertung der Beteiligungen.
Sofern die Buchwerte der Anteile nicht ausreichend durch anteiliges Eigenkapital der
Tochterunternehmen gedeckt sind, wird eine Bewertung auf Basis diskontierter Netto-
Zahlungsmittelüberschüsse durchgeführt. Dabei müssen vor allem in Bezug auf künftige
Zahlungsmittelüberschüsse Schätzungen unter Unsicherheit vorgenommen werden. Eine Änderung der
gesamtwirtschaftlichen, der Branchen- oder der Unternehmenssituation in der Zukunft kann zu einer
Reduktion bzw. Erhöhung der geplanten Zahlungsmittelüberschüsse und somit zu Wertminderungen
bzw. Wertaufholungen führen.
Den Bewertungen wird auf Basis der voraussichtlichen Entwicklung ein kapitalwertorientiertes
Verfahren zugrunde gelegt, bei dem die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted
Average Cost of Capital = WACC) verwendet werden. Diese entsprechen der durchschnittlichen
gewichteten Verzinsung von Eigen- und Fremdkapital. Bei der Gewichtung von Eigen- und
Fremdkapitalverzinsung wird auf die Kapitalstruktur der jeweiligen Beteiligung abgestellt. Vor dem
Hintergrund des derzeit volatilen Finanzmarktumfelds stellt die Entwicklung der Kapitalkosten eine
Unsicherheit dar und wird laufend beobachtet.
Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert,
gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
ANHANG
| ANHANG
von Dauer sind. Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen
vorgenommen.
Ausleihungen in Fremdwährungen werden mit dem Anschaffungskurs oder mit dem niedrigeren
Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der zum Abschlussstichtag
beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige
Abschreibungen auf Beteiligungen i. H. v. 0 EUR (Vorjahr: 377 TEUR) vorgenommen.
d) Zuschreibungen zum Anlagevermögen
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die
Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt maximal auf
den Nettobuchwert, der sich unter Berücksichtigung der Normalabschreibungen, die inzwischen
vorzunehmen gewesen wären, ergibt.
Die Erträge aus der Zuschreibung aus Finanzanlagen i. H. v. 18 261 EUR (Vorjahr: 5.078 TEUR Rath Inc.,
USA) betreffen die Wertberichtigung zu Wertpapieren.
3. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN
Die auf Fremdwährung lautenden Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Kurs zum Bilanzstichtag
bilanziert.
4. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im
Fall erkennbarer Einzelrisiken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird. Forderungen in
Fremdwährungen werden mit dem Anschaffungskurs oder mit dem niedrigeren Devisengeldkurs zum
Bilanzstichtag angesetzt.
5. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit
sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
6. AKTIVE LATENTE STEUERN
Aktive latente Steuern werden auf Differenzen, die zwischen den unternehmensrechtlichen und
steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und
Rechnungsabgrenzungsposten bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen,
angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz von 23 % für
Unterschiedsbeträge die voraussichtlich ab dem Jahr 2024 und folgend (Vorjahr: 24 % für die
Unterschiedsbeträge die voraussichtlich im Jahr 2023 und 23% für die Unterschiedsbeträge die
voraussichtlich im Jahr 2024 und folgend) verwertet werden. Die Bewertung erfolgt ohne
Berücksichtigung einer Abzinsung.
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
ANHANG
ANHANG |
Darüber hinaus werden aktive latente Steuern für bestehende steuerliche Verlustvorträge in jenem
Ausmaß gebildet, als ausreichende passive latente Steuern vorhanden sind, oder darüber hinaus
überzeugende substantielle Hinweise vorliegen, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur
Nutzung dieser Verlustvorträge in Zukunft zur Verfügung stehen wird. Als substanzielle Hinweise
werden neben einer entsprechenden Steuerplanung auch die konstant positiven Ergebnisse der
vergangenen Perioden herangezogen.
Eine Saldierung der aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern wurde vorgenommen, da
eine Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche mit den tatsächlichen Steuerschulden
rechtlich möglich war.
7. RÜCKSTELLUNGEN
a) Rückstellungen für Pensionen
Die Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt unter Anwendung der AFRAC-Stellungnahme 27
„Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristig fällige
Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches“ (Juni 2022) nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der Methode der laufenden Einmalprämien unter
Verwendung der biometrischen Richttafeln AVÖ 2018-P und eines Rechnungszinssatzes von 3,37 %
(Vorjahr: 3,96 %) und mit einem Pensionsantrittsalter nach AVÖ-2018-P. Der Berechnung wurde ein
Gehaltstrend von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) sowie eine Fluktuation von 0 % (Vorjahr: 0 %) zugrunde gelegt.
Der Ansammlungszeitraum beginnt mit dem Zeitpunkt, ab dem die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers
erstmalig Leistungen aus der Zusage begründet, und reicht bis zu jenem Zeitpunkt, zu dem vollständige
Unverfallbarkeit eintritt.
Beim verwendeten Rechnungszinssatz handelt es sich um einen Stichtagszinssatz. Der Stichtagszinssatz
ist jener Zinssatz, zu dem sich ein Unternehmen mit hochklassiger Bonitätseinstufung am
Abschlussstichtag der durchschnittlichen Restlaufzeit der Verpflichtungen im Wesentlichen
entsprechendes Fremdkapital beschaffen kann. Die Zinsaufwendungen betreffend die
Pensionsrückstellungen sowie die Auswirkungen aus einer Änderung des Zinssatzes werden im
Personalaufwand erfasst.
Die Veränderung der i.H.v. 1.303.990 bilanzierten Rückstellung (Vorjahr: 1.208 TEUR) resultiert aus einer
Dotierung i. H. v. EUR 235.649 sowie einer Verwendung i. H. v. 139.438 EUR (Vorjahr: 155 TEUR).
Im Vorjahr ist eine anspruchsberechtigte Person verstorben und diese Ansprüche wurden nicht
übertragen. Daher erfolgte im Vorjahr eine Auflösung der Rückstellung in Höhe von 747.605 EUR.
b) Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen
Die Ermittlung der Rückstellungen für Abfertigungen erfolgt unter Anwendung der AFRAC-
Stellungnahme 27 „Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare
langfristig fällige Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches“ (Juni 2022)
nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der Methode der laufenden
Einmalprämien unter Zugrundelegung der biometrischen Richttafeln AVÖ 2018-P mit einem Rechnungs-
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
ANHANG
| ANHANG
zinssatz von 3,49 % (Vorjahr: 4,16 %). Als Pensionsantrittsalter wird das ASVG-Pensionsalter mit den
Übergangsbestimmungen des Budgetbegleitgesetzes 2003 angesetzt. Der Berechnung wurde ein
Gehaltstrend von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) und, unverändert zum Vorjahr, keine Fluktuation, zugrunde
gelegt. Der Ansammlungszeitraum beginnt mit dem Zeitpunkt, ab dem die Arbeitsleistung des
Arbeitnehmers erstmalig Leistungen aus der Zusage begründet, und reicht bis zu jenem Zeitpunkt, zu
dem vollständige Unverfallbarkeit eintritt.
Beim verwendeten Rechnungszinssatz handelt es sich um einen Stichtagszinssatz. Der Stichtagszinssatz
ist jener Zinssatz, zu dem sich ein Unternehmen mit hochklassiger Bonitätseinstufung am
Abschlussstichtag der durchschnittlichen Restlaufzeit der Verpflichtungen im Wesentlichen
entsprechendes Fremdkapital beschaffen kann. Die Zinsaufwendungen betreffend die
Abfertigungsrückstellung sowie die Auswirkungen aus einer Änderung des Zinssatzes werden im
betreffenden Personalaufwand erfasst. Die Veränderung i. H. v. 8.506 EUR (Vorjahr: -3 TEUR) ist somit in
den Gehaltsaufwendungen enthalten. Im Geschäftsjahr gab es wie im Vorjahr keine Auszahlungen.
c) Rückstellungen für Jubiläen
Die Ermittlung der Vorsorge für Jubiläumszuwendungen erfolgt methodisch analog zu jenen für die
Anwartschaften auf Abfertigungen mit einem Rechnungszinssatz von 3,44 % (Vorjahr: 4,11 %) und
einem Pensionsantrittsalter gem. ASVG mit den Übergangsbestimmungen des Budgetbegleitgesetzes
2003. Der Berechnung wurde ein Gehaltstrend von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) sowie eine Fluktuation von 5
% (Vorjahr: 5 %), zugrunde gelegt. Im aktuellen Geschäftsjahr gab es wie im Vorjahr keine Auszahlungen.
d) Übrige sonstige Rückstellungen
In den übrigen sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum
Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse
Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung
erforderlich sind. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der
bestmöglich geschätzt wurde.
8. VERBINDLICHKEITEN
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung des Grundsatzes der
Vorsicht angesetzt.
9. WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Die Fremdwährungsforderungen werden wie im Vorjahr mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren
Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Die Fremdwährungsverbindlichkeiten werden, wie im
Vorjahr, mit dem Entstehungskurs oder dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER RATH AG
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
ANHANG
ANHANG |
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Beilage 1 zum Anhang)
dargestellt.
Die Ausleihungen i.H.v 29.319.970 EUR (Vorjahr: 25.379.996 EUR) reduzierten sich einerseits im
Geschäftsjahr um 2.395 TEUR und erhöhten sich andererseits aufgrund einer Darlehenszusage an RATH
Inc. USA i.H.v. 3.619 und RATH LLC, USA i.H.v. 2.714. Die Darlehensgewährung an beide
Tochtergesellschaften erfolgte am und war auch wirksam mit 21. Dezember 2023. Aufgrund der
erfolgten verbindlichen Zusage der Darlehensgewährung und der erst im Jänner 2024 erfolgten
Auszahlung der Darlehenssummen wurden die gewährten Ausleihungen als langfristige Ausleihung
unter den Finanzanlagen aktiviert und die korrespondierenden kurzfristigen
Finanzierungsverbindlichkeiten als Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen passiviert.Von den Ausleihungen ist ein Betrag von 2.240.482 EUR (Vorjahr: 4.248 TEUR)
innerhalb des nächsten Jahres fällig.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den sonstigen Forderungen sind keine wesentlichen Erträge enthalten, die erst nach dem
Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind neben Forderungen aus
Konzernumlage- und Lizenzverrechnung, Forderungen aus Dividendenausschüttungen i.H.v.
7.500.000 EUR (Vorjahr: 4.000 TEUR) enthalten. Diese Forderungen resultieren aus Ausschüttungen der
RATH GmbH, Deutschland und betreffen mit EUR 3.500.000 EUR das Geschäftsjahr 2023. Des Weiteren
stammen Im aktuellen Geschäftsjahr 789.855 EUR (Vorjahr: 1.298 TEUR) Forderungen aus
Zinsabgrenzungen sowie 242.180 EUR (Vorjahr: 0 TEUR) Forderungen aus Steuerumlagen.
3. Aktive latente Steuern
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept und ohne
Abzinsung auf Basis eines Körperschaftsteuersatz von 23 % (Vorjahr: 24 % für das Jahr 2023 und 23%
für das Jahr 2024 und folgend) gebildet. Die aktiven latenten Steuern i. H. v. 444.784 EUR (Vorjahr: 315
TEUR) zum Bilanzstichtag wurden für temporäre Differenzen zwischen dem steuerlichen und
unternehmensrechtlichen Wertansatz für folgende Posten gebildet:
31.12.2022
31.12.2023
IN TEUR
IN EUR
AKTIVE LATENTE STEUERN
0
0
Finanzanlagen
301
350.192
Langfristige Personalrückstellungen
205
159.348
Geldbeschaffungskosten
506
509.540
Betrag Gesamtdifferenzen
826
1.424.302
Verlustvorträge Gruppe
315
444.784
Daraus resultierende latente Steuern per 31. 12.
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
ANHANG
| ANHANG
4. Eigenkapital
Das eingeforderte und gezahlte Grundkapital beträgt wie im Vorjahr 10.905.000 EUR und setzt sich aus
1.500.000 Stückaktien zusammen.
Für das aktuelle Geschäftsjahr wird eine Dividendenausschüttung i. H. v. EUR 1,0 je Aktie, das sind in
Summe 1.500.000 EUR, aus dem Bilanzgewinn vorgeschlagen und den Restbetrag auf neue Rechnung
vorzutragen.
Der Bilanzgewinn unterliegt keiner Ausschüttungssperre gemäß § 235 Abs. 2 UGB, da die jederzeit
auflösbaren Rücklagen den Betrag der aktivierten latenten Steuern übersteigen.
5. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzten sich aus folgenden Rückstellungen zusammen:
2023
2022
› RÜCKSTELLUNGEN
EUR
TEUR
Prämien
370.755
292
Nicht konsumierte Urlaube
2.101
7
Rechts- und Beratungskosten
72.543
52
Jubiläumsgeld
46.011
34
Aufsichtsratsvergütung
100.400
83
Übrige
153.700
83
745.510
550
6. Verbindlichkeiten
Der Posten sonstige Verbindlichkeiten enthält wie im Vorjahr keine wesentlichen Aufwendungen, die
erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Die Gesamtverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren betragen zum Bilanzstichtag
18.500.000 EUR (Vorjahr: 18.500 TEUR).
Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten für die dingliche Sicherheiten bestellt wurden.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind laufende Verrechnungen mit den
Konzerngesellschaften ausgewiesen. Darüber hinaus sind kurzfristige Finanzverbindlichkeiten i. H. v.
6.334.842 EUR aus einer verbindlichen Darlehenszusage gegenüber der Rath Inc., USA und der Rath LLC,,
USA enthalten, die im Jänner 2024 ausbezahlt wurde (siehe auch Punkt 1. Anlagevermögen).
7. Haftungsverhältnisse, Verpflichtungen aus der Nutzung von nicht in der Bilanz
ausgewiesenen Sachanlagen
a) Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft hat wie im Vorjahr für die Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. RATH jun. GmbH,
Krummnußbaum, eine Patronatserklärung an die Unicredit Bank Austria AG in Höhe von 1.000.000 EUR
abgegeben.
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
ANHANG
ANHANG |
Es bestehen keine weiteren Haftungsverhältnisse.
b) Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen
DES FOLGENDEN GESCHÄFTSJAHRES
DER FOLGENDEN FÜNF GESCHÄFTSJAHRE
IN EUR
IN EUR
IN DER BILANZ NICHT AUSGEWIESENE SACHANLAGEN
120.729 EUR (Vorjahr: 114 TEUR)
228.721 EUR (Vorjahr: 156 TEUR)
Verpflichtung aus Miet-
und Leasingverträgen
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse bestehen aus Konzernumlage- und Lizenzverrechnungen. Die Schutzklausel gemäß §
240 UGB wurde in Anspruch genommen.
Der Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr resultiert vor allem aus dem Anstieg der
Umsatzerlösen in den Tochtergesellschaften und der damit einhergehenden höheren Lizenz-
verrechnungen.
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
31.12.2022
31.12.2023
TEUR
EUR
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
943
161.642
Fremdwährungserträge
1
3.454
Übrige
944
165.096
Die Fremdwährungserträge beruhen aus realisierten Erträgen von Transaktionen in USD mit
verbundenen Unternehmen.
3. Personalaufwand
Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 6 (Vorjahr: 4) Angestellte beschäftigt. In den
Aufwendungen für Abfertigungen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen i. H. v.
16.976 EUR (Vorjahr: 12 TEUR) enthalten.
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
ANHANG
| ANHANG
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2023
2022
ÜBRIGE SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
EUR
TEUR
Weiterverrechnete Aufwendungen von verbundenen Unternehmen
1.362.422
1.218
Marketing
985.067
867
Rechtsberatung und sonstige Beratung
460.432
385
Miete und Leasing
255.129
207
Versicherungen
242.792
191
Fremdwährungsverluste
182.629
81
Reisekosten
177.432
160
Aufsichtsratvergütung
100.400
83
KFZ-Kosten
87.756
73
Spesen des Geldverkehrs
40.160
41
Raumkosten
15.584
14
Energiekosten
12.626
8
Fortbildung
11.191
8
Übrige
184.991
53
4.107.420
3.381
Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer sind im Konzernabschluss angeführt.
5. Ertragssteuern
Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinne des § 244 UGB. Im Jahr
2005 wurde ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs. 8 KStG 1988 (Gruppenträger RATH AG
Gruppenmitglieder Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. RATH jun. GmbH, Krummnußbaum, und
RATH Business Services GmbH, Wien, seit 2016) zum Zweck der Gruppenbesteuerung abgeschlossen.
Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten
Körperschaftssteuerbeträge, ermittelt nach der Belastungsmethode, über Steuerumlagen belastet bzw.
im Verlustfall gutgeschrieben. Im Falle eines positiven steuerlichen Ergebnisses ergibt sich die
Steuerumlage unter Anwendung eines Steuersatzes von 24 % bzw. 12 % in Abhängigkeit davon, ob das
positive steuerliche Ergebnis der Gruppenmitglieder im zusammengefassten positiven Ergebnis des
Gruppenträgers Deckung findet. Jener Teil des zugerechneten negativen Einkommens des
Gruppenmitglieds, welches ein negatives zusammengefasstes Ergebnis herbeiführt oder vergrößert, wird
vom Gruppenträger evident gehalten. Hierfür wird entsprechend der AFRAC Stellungnahme 30 „Latente
Steuern im Jahres- und Konzernabschluss“ (September 2023), eine Rückstellung für künftige
Steuerbelastungen gebildet.
Der Steueraufwand (-) bzw Steuerertrag (+) des Geschäftsjahres ergibt sich aus:
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
ANHANG
ANHANG |
2022
2023
TEUR
EUR
STEUERAUFWAND 2023
-7
42.931
laufende Körperschaftsteuer
-105
242.180
Körperschaftsteuer aus Gruppenumlage
101
129.657
latenter Steuerertrag/-aufwand
-11
414.768
6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Die Gesellschaft hat im Jänner 2024 einen Zuschuss an ihre Tochtergesellschaft, die Rath Inc., in Höhe
von 5.000.000,- USD in Form eines Debt-Equity-Swaps gewährt.
Die Rath Aktiengesellschaft erwarb im Rahmen ihres strategischen Wachstumsplans 33% der Anteile an
der AVANEE REFSOL PRIVATE LIMITED, Hyderabad 500 081, A.P., Indien, die Joint Venture Verträge
wurden am 6. Februar 2024 in Hyderabad unterzeichnet.
Mit dem Beteiligungserwerb steigt die RATH Gruppe in den indischen Markt ein und sichert sich damit
neue Wachstumschancen sowie Kapazitäten für den weltweiten Absatzmarkt. Rath wird die
Beteiligungsgesellschaft neben Kapital mit Produktions- und Produkt-Know-How ausstatten.
Es sind nach dem Bilanzstichtag keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten.
C. ORGANE DER GESELLSCHAFT
Herr Andreas Pfneiszl, geboren 1969, ist seit 10. Juni 2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstandes
für die Bereiche Strategie, Vertrieb/Marketing, HR/IT und Recht verantwortlich. Der Vorstandsvertrag hat
eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2027.
Herr DI Ingo Gruber, geboren 1962, ist seit 1. Oktober 2019 als Mitglied des Vorstandes für die Bereiche
Produktion, Forschung & Entwicklung, SCM, Einkauf, Qualitätsmanagement zuständig. Der
Vorstandsvertrag weist eine Laufzeit bis 31. Dezember 2025 auf.
Frau Mag. Alexandra Rester, geboren 1971, ist seit 1. Juni 2023 als Mitglied des Vorstandes für die
Bereiche Finanzen, Investor Relations, Compliance, Treasury zuständig. Der Vorstandsvertrag weist eine
Laufzeit bis 31. Dezember 2026 auf.
Nachfolgend dargestellt sind die Gesamtvergütungen des Vorstandes, mit den jeweiligen fixen und
variablen Anteilen:
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
ANHANG
FIX
DAVON VERB.
VARIABEL
SONSTIGE
GESAMT
TEUR
UNTERNEHMEN
TEUR
VERGÜTUNGEN
2023
VORSTANDSVERGÜTUNGEN
275
62
145
13
433
Andreas Pfneiszl
275
62
145
10
430
DI Ingo Gruber
129
0
37
6
172
Mag. Alexandra Rester
1.035
FIX
DAVON VERB.
VARIABEL
SONSTIGE
GESAMT
TEUR
UNTERNEHMEN
TEUR
VERGÜTUNGEN
2021
241
62
120
10
372
Andreas Pfneiszl
241
62
120
10
372
DI Ingo Gruber
744
Ein Vorstandsmitglied hat bei Beendigung der Funktion und unter der Voraussetzung der gleichzeitigen
Beendigung des Dienstverhältnisses Abfertigungsansprüche im Sinne des § 23 des österreichischen
Angestelltengesetzes, außer wenn die Beendigung auf einer gerechtfertigten Entlassung beruht. Hierzu
sei erwähnt, dass die Altabfertigungsansprüche zum Zeitpunkt 31. Dezember 2002 eingefroren wurden,
die Ansprüche verändern sich nur noch durch Anpassung der Gehälter und betragen zum
31. Dezember 2023 32.312 EUR (Vorjahr: 24 TEUR).
Alle Vorstandsmitglieder haben bei Beendigung der Vorstandsfunktion und Beendigung des
Anstellungsvertrages einen Anspruch auf eine Abfertigung in Hohe von einem halben Monatsentgelt pro
Jahr der Betriebszugehörigkeit.
An ehemalige Organe wurden Pensionszahlungen i. H. v. 139.438 EUR (Vorjahr: 155 TEUR) geleistet. Es
wurden keine Vorschüsse oder Kredite an Organe der Gesellschaft gewährt.
24 | ANHANG
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
ANHANG
ANHANG |25
ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus fünf von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern, die sich
durch eine hohe betriebswirtschaftliche und rechtliche Fachkenntnis, persönliche Qualifikation und
langjährige Erfahrung auszeichnen. Alle Mitglieder sind österreichische Staatsbürger.
AUFSICHTSRATSMITGLIEDER
GEB.-
JAHR
ERST-
BESTELLUNG
ENDE LAUFENDER
FUNKTIONSPERIODE
Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender), unabhängig
1964
25.06.2013
im Jahr 2028
WP Mag. Philipp Rath (Vorsitzender-Stv.), abhängig
1966
17.07.2003
im Jahr 2028
Mag. Dieter Hermann, unabhängig
1966
25.06.2013
im Jahr 2028
Dipl. Ing. Dr. Matthias Rath, unabhängig
1968
02.06.2023
im Jahr 2028
Dr. Andreas Meier, unabhängig
1962
01.06.2016
bis 2. Juni 2023
Mag. Dr. Ulla Reisch, unabhängig
1968
28.05.2018
im Jahr 2028
Die Aufsichtsratsvergütungen (inklusive Sitzungsgelder) für das Geschäftsjahr 2023 betragen
vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung insgesamt 100.400 EUR (Vorjahr: 91 TEUR)
und teilen sich wie folgt auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder auf:
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
ANHANG
VERGÜTUNG (INKL. SITZUNGSGELDER)
AUFSICHTSRATSMITGLIEDER ‹
21.950
Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender)
20.450
WP Mag. Mag. Philipp Rath (Vorsitzender-Stv.)
20.450
Mag. Dieter Hermann
8.850
Dr. Andreas Meier
19.800
Mag. Dr. Ulla Reisch
8.900
Dipl. Ing. Dr. Matthias Rath
Die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder setzen sich aus einer fixen und einer anwesenheits
abhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag. Überdies
wird die Teilnahme der Mitglieder pro Sitzung mit einem Pauschalbetrag vergütet.
DER VORSTAND
WIEN, 3. APRIL 2024
Andreas Pfneiszl e.h.
Vorstandsmitglied
DI Ingo Gruber e.h.
Vorstandsmitglied
Mag. Alexandra Rester
Vorstandsmitglied
26 | ANHANG
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCAFT
BEILAGE 1: ANLAGENSPIEGEL
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
STAND AM
1.1.2023
ZUGÄNGE
ABGÄNGE
STAND AM
31.12.2023
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
810.839
210.000
0
1.020.839
810.839
210.000
0
1.020.839
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- u.
Geschäftsausstattung*
1.113.038
26.587
-201
1.139.424
1.113.038
26.587
-201
1.139.424
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
30.530.403
350.000
0
30.880.403
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
25.717.780
6.334.842
-2.394.867
29.657.755
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
596.526
0
0
596.526
56.844.709
6.684.842
-2.394.867
61.134.684
58.768.586
6.921.429
-2.395.068
63.294.947
* davon geringwertige Vermögensgegenstände
gem. § 13 EStG
8.054
ANLAGENSPIEGEL | 27
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
BEILAGE 1: ANLAGENSPIEGEL
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
NETTOBUCHWERTE
STAND AM
1.1.2023
ZUGÄNGE
ZUSCHREIBUNGEN
ABGÄNGE
WB
FREMDWÄHRUNG
STAND AM
31.12.2023
BUCHWERT
31.12.2022
BUCHWERT
31.12.2023
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
-783.662
-42.177
0
0
0
-825.839
27.177
195.000
-783.662
-42.177
0
0
0
-825.839
27.177
195.000
-1.002.166
-39.110
0
0
0
-1.041.277
110.872
98.147
-1.002.166
-39.110
0
0
0
-1.041.277
110.872
98.147
-4.852.701
0
0
0
0
-4.852.701
25.677.702
26.027.701
-337.785
0
0
0
0
-337.785
25.379.995
29.319.970
-131.885
0
18.261
0
0
-113.624
464.641
482.902
-5.322.371
0
18.261
0
0
-5.304.110
51.522.338
55.830.573
-7.108.199
-81.287
18.261
0
0
-7.171.226
51.660.387
56.123.720
8.054
28 | ANLAGENSPIEGEL
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
BEILAGE 2: BETEILIGUNGEN
EIGENKAPITAL ZUM
BETEILIGUNG
31.12.2023*
JAHRESERGEBNIS 2023*
UNTERNEHMENSNAME UND -SITZ
%
EUR
EUR
RATH GMBH, MEISSEN, DEUTSCHLAND
100,00%
27.012.357
5.736.340
VORJAHR
100,00%
24.776.017
1.429.046
RATH HUNGARIA KFT., BUDAPEST, UNGARN
100,00%
6.012.823
3.421.964
VORJAHR
100,00%
2.515.702
85.340
RATH INC., NEWARK, DE, USA
100,00%
3.574.667
1.028.363
VORJAHR
100,00%
2.662.077
1.948.071
CHAMOTTEWAREN UND THONÖFENFABRIK AUG. RATH JUN. GMBH,
KRUMMNUSSBAUM, ÖSTERREICH
99,98%
17.959.618
2.388.427
VORJAHR
99,98%
15.277.996
617.910
RATH ŽÁROTECHNIKA SPOL. S R.O, DVŮR KRÁLOVÉ NAD LABEM, TSCHECHISCHE
REPUBLIK
100,00%
876.214
151.461
VORJAHR
100,00%
1.235.504
95.969
RATH POLSKA SP. Z O.O., DABROWA GORNICZA, POLEN
100,00%
239.518
-14.158
VORJAHR
100,00%
260.529
20.015
RATH UKRAJINA TOW, DNIPRO, UKRAINE
100,00%
-41.065
111.865
VORJAHR
100,00%
-67.709
-141.853
RATH GROUP S. DE R.L. DE C.V., GUADALUPE, MEXIKO
100,00%
501.628
494.530
VORJAHR
100,00%
-3.698
122.128
RATH BUSINESS SERVICES GMBH, WIEN, ÖSTERREICH
100,00%
229.913
-68.875
VORJAHR
100,00%
-51.212
-204
* gemäß vorläufigem lokalem Abschluss
BETEILIGUNG | 29
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
BEILAGE 2: BETEILIGUNGEN
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BESTÄTIGUNGSVERMERK | 33
Bericht zum Jahresabschluss
PRÜFUNGSTEIL
Wir haben den Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr
und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und
vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023 sowie der
Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit
den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im
Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA).
Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt
„Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen
Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des
Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage
für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen
Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren.
Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes
und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
Sachverhalt
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Verweis auf weitergehende Informationen
34| BESTÄTIGUNGSVERMERK
WERTHALTIGKEIT DER ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND AUSLEIHUNGEN AN
VERBUNDENE UNTERNEHMEN
Sachverhalt
Die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 26.027.701 (Vorjahr: TEUR 25.678) und die
Ausleihungen an verbundene Unternehmen von insgesamt EUR 29.319.970 (Vorjahr: TEUR 25.380)
stellen 66 % (Vorjahr: 66 %) der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 der Rath Aktiengesellschaft,
Wien, dar.
Gemäß § 204 Abs. 2 UGB sind Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene
Unternehmen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig auf den niedrigeren am
Abschlussstichtag beizulegenden Wert abzuschreiben, wobei eine Abschreibung auch vorgenommen
werden darf, wenn die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist. Eine Wertaufholung gemäß §
208 Abs. 1 UGB ist dann durchzuführen, wenn sich bei außerplanmäßig abgeschriebenen Anteilen an
verbundenen Unternehmen oder Ausleihungen an verbundene Unternehmen in einem späteren
Geschäftsjahr herausstellt, dass die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen.
Die Zuschreibung ist im Umfang der Werterhöhung vorzunehmen.
Der Vorstand führt für die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Ausleihungen an verbundene
Unternehmen bei Vorliegen bzw. beim Wegfall von Anzeichen für eine dauernde Wertminderung einen
Werthaltigkeitstest durch. Sofern der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen nicht
ausreichend durch das anteilige Eigenkapital gedeckt ist bzw. für die Ermittlung von Zuschreibungen,
wird eine Bewertung auf Basis eines Discounted Cash-Flow-Verfahrens durchgeführt. In die Ermittlung
des beizulegenden Werts der Finanzanlagen fließen diverse bewertungsrelevante Annahmen in Bezug
auf die seitens der gesetzlichen Vertreter erwarteten künftigen Zahlungsströme („Free Cash-Flows“, wie
etwa Annahmen zu der Umsatz- und Profitabilitätsentwicklung, sowie die Wachstumsrate für die ewige
Rente) ein, die mit erheblichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessen verbunden sind. Der für die
Ermittlung des beizulegenden Wertes heranzuziehende Kapitalisierungszinssatz (WACC) stellt einen
wesentlichen Inputparameter dar und ist ebenfalls als stark ermessensbehaftet einzustufen.
Für den Abschluss besteht aufgrund dieser Schätzungsunsicherheiten das Risiko, dass die Anteile an
verbundenen Unternehmen bzw. die Ausleihungen an verbundene Unternehmen nicht werthaltig sind.
Daher wird die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an
verbundene Unternehmen als ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt angesehen.
BESTÄTIGUNGSVERMERK | 35
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Wir haben die vom Vorstand vorgenommene Werthaltigkeitsbeurteilung der Anteile an verbundenen
Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen dahingehend beurteilt, ob sie einen
möglichen Wertminderungs- bzw. Zuschreibungsbedarf angemessen identifiziert haben.
Zur Prüfung der Werthaltigkeitsbeurteilung der Gesellschaft haben wir insbesondere das
Bewertungsmodell an sich beurteilt und uns mit den wesentlichen Werttreibern der beizulegenden Werte
auseinandergesetzt.
Die künftigen erwarteten Zahlungsströme wurden aus dem vom Management verabschiedeten und vom
Aufsichtsrat beschlossenen Budget abgeleitet.
Unter Einbezug unserer internen Bewertungsspezialisten haben wir überprüft, ob die gewählte
Bewertungsmethode anerkannten Bewertungsgrundsätzen entspricht, und haben die seitens der
Gesellschaft verwendeten Parameter (geplante Zahlungsströme, Wachstumsraten und
Diskontierungszinsätze) dahingehend beurteilt, ob sie plausibel und angemessen sind.
Das von der Gesellschaft eingesetzte Bewertungsmodell ist für die Überprüfung der Werthaltigkeit der
Anteile an verbundenen Unternehmen bzw. der Ausleihungen an verbundene Unternehmen geeignet.
Die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zugrunde liegenden Annahmen und
Bewertungsparameter und die damit verbundenen Angaben sind plausibel und angemessen.
Verweis auf weitergehende Informationen
Wir verweisen zu weitergehenden Informationen auf den Anhang der Rath Aktiengesellschaft, Wien,
Abschnitt A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, 2. Anlagevermögen, c) Finanzanlagen und d)
Zuschreibungen zum Anlagevermögen sowie B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung der Rath AG, Erläuterungen zur Bilanz, 1. Anlagevermögen.
SONSTIGE INFORMATIONEN
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss,
den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir
geben dazu keine Art der Zusicherung.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese
sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche
Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen
aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten
sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche
Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu
berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
36 | BESTÄTIGUNGSVERMERK
VERANTWORTLICHKEITEN DER GESETZLICHEN VERTRETER
UND DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass
dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein
möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind
die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um
die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im
Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig anzugeben, sowie
dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei
denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die
Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft.
VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS
FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei
von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und
einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist
ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA
erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche
vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir
während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen
resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus
Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
BESTÄTIGUNGSVERMERK | 37
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen
Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen
Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen
Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche
Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen
können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss
aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres
Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten
können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur
Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle
und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die
geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen
Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle
Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann,
dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern einschlägig auf vorgenommene Handlungen zur
Beseitigung von Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht
haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des
Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben
diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere
Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst
seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte,
weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile
für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
38 | BESTÄTIGUNGSVERMERK
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
BERICHT ZUM LAGEBERICHT
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu
prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen
Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung
mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts
durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt
worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen
Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im
Lagebericht nicht festgestellt.
ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH ARTIKEL 10 DER EU-VO
Wir wurden von der ordentlichen Hauptversammlung am 2. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir
wurden am 17. Oktober 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem
Geschäftsjahr 2019 Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen
Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht
haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der
geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
BESTÄTIGUNGSVERMERK | 39
AUFTRAGSVERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dipl.-BW (FH) Marius
Richter.
Wien
3. April 2024
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH
Dipl.-BW (FH) Marius Richter
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf
nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich
auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für
abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
40 | BESTÄTIGUNGSVERMERK
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
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42 | BERICHT DES AUFSICHTSRATS
SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE!
Der Aufsichtsrat der RATH AG nahm auch im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung
obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Insbesondere überwachte der Aufsichtsrat die Arbeit der
Geschäftsführung des Vorstands regelmäßig.
Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war durch einen intensiven und vertrauensvollen Austausch
gekennzeichnet. Hierzu hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig ausführlich über die
Entwicklung der RATH AG sowie der RATH Gruppe unterrichten lassen.
Dem Aufsichtsrat wurden insbesondere die Markt- und Absatzsituation, die Auslastungen der einzelnen
Werke und der Stand der Forschungs- & Entwicklungstätigkeiten vor dem Hintergrund der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der finanziellen Lage der Gesellschaft und der
Tochtergesellschaften, deren Ertragsentwicklung sowie die Unternehmensplanung berichtet. Auch
berichtete der Vorstand laufend von den M&A Aktivitäten, sowie entsprechend der Strategie
“Evolution 2030+“ über die Gesamtzielerreichung. Über aktuelle Entwicklungen und bedeutsame
Einzelsachverhalte wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats stets zeitnah und umfassend informiert. In
Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat frühzeitig eingebunden. Soweit zu
Einzelmaßnahmen des Vorstands nach Gesetz oder Satzung die Zustimmung des Aufsichtsrats
erforderlich war, hat der Aufsichtsrat darüber Beschluss gefasst. Auch außerhalb der
Aufsichtsratssitzungen stand beziehungsweise steht der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem
Informationsaustausch mit dem Sprecher des Vorstands.
Im Berichtsjahr 2023 fanden in fünf Sitzungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ein intensiver
Informationsaustausch statt, bei dem über die wirtschaftliche Lage und die strategische
Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und
Maßnahmen beraten wurde. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat monatlich über die aktuelle Umsatz-
und Marktentwicklung berichtet. Dem Aufsichtsrat wurde in ausreichendem Maße Gelegenheit geboten,
seiner Informations-, und Überwachungspflicht zu entsprechen. Die Sitzungen wurden mit Zustimmung
aller Mitglieder mit der Möglichkeit einer virtuellen Teilnahme abgehalten. Wir haben somit die uns nach
Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben vollständig erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des
Unternehmens beraten und die Geschäftsführung überwacht. Es gab keinen Anlass zur Beanstandung der
Geschäftstätigkeit des Vorstands.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2023 fanden sechs Sitzungen (inklusive einer konstituierenden Sitzung) statt. Bis auf
wenige Ausnahmen haben die Mitglieder persönlich teilgenommen die Präsenz lag bei 97%.
In der Sitzung, in Wien, im März 2023 wurde über das Geschäftsjahr 2022 berichtet, sowie über den
Geschäftsverlauf und die Werksauslastungen 2023. Der Vorstand berichtet auch über die Aktivitäten zu
ESG. Es wurde die Geschäftsordnung des Vorstands überarbeitet und beschlossen, auch wurde die Suche
eines weiteren Vorstandsmitglieds für Finanzen beschlossen. In der Sitzung, in Wien, im April 2023 wurden
der Jahresabschluss und der Lagebericht 2022, sowie der Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2022
geprüft, der Jahresabschluss 2022 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt
und der Vorschlag für die Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2022 gebilligt. Überdies wurde der
Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers beschlossen und über die aktuelle Geschäftslage berichtet. Die
Beschlussvorschläge zur Hauptversammlung wurden einstimmig beschlossen, auch wurde in Bezug auf
das Auslaufen der Aufsichtsratsmandate aller Aufsichtsräte zur Hauptversammlung am 2. Juni 2024
hingewiesen.
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BERICHT DES AUFSICHTSRATS
BERICHT DES AUFSICHTSRATS | 43
Die Sitzung, in Wien, im Juni 2023 wurde Frau Alexandra Rester als CFO begrüßt. Die Sitzung diente
vorwiegend der Vorbesprechung zur Hauptversammlung und dem Bericht der aktuellen Geschäftslage, es
wurde auch ein Update zum Thema Energiepreise gegeben. Herr Dr. Andreas Meier wurde von allen
Aufsichtsräten herzlich verabschiedet. In der am selben Tag, nach der Hauptversammlung, stattfindenden
konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden die Mitglieder des Aufsichtsrates in die einzelnen
Ausschüsse gewählt, gleichzeitig begrüßten die Aufsichtsräte das neue Mitglied, Herrn Dr. Matthias Rath.
In der Sitzung, in Krummnußbaum im September 2023 wurde über die aktuelle Geschäftslage, inklusive
einem Überblick unserer Kapazitätsauslastungen in unseren Produktionswerken gegeben. Es wurde das
Halbjahresergebnis 2023 besprochen und über den Forecast 2023 diskutiert, gleichzeitig wurde
eventuelle Chancen in Indien über eine Partnerschaft in Form eines Joint Ventures erörtert.
Herr Philipp Rath wurde vom Aufsichtsrat zum ESG-Verantwortlichen bestellt.
In der letzten Sitzung des Jahres im Dezember 2023 wurde überwiegend der Ausblick ins nächste Jahr und
das Budget für 2024, inkl. Investitionsbudget 2024 besprochen und freigegeben.
Ausschüsse
Vom Aufsichtsrat waren im Berichtszeitraum drei Ausschüsse eingerichtet. Der Prüfungsausschuss ist im
Jahr 2023 zweimal zusammengetreten. Im April 2023 hat der Prüfungsausschuss im Beisein des
Abschlussprüfers die Schlussbesprechung für das Geschäftsjahr 2022 durchgeführt. Es wurden
Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernjahresabschluss und -lagebericht geprüft und dem
Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses empfohlen, sowie (ohne Anwesenheit des
Abschlussprüfers) eine Empfehlung für die Wahl des Wirtschaftsprüfers für das folgende Jahr
ausgesprochen. In der Sitzung im Dezember 2023 haben die Abschlussprüfer über den Stand der
Vorprüfung der Jahres-, und Konzernjahresabschlussprüfung informiert. Der Strategieausschuss hat im
Jahr 2023 einmal getagt. Den Schwerpunkt der Sitzung im November 2023 bildete die Präsentation eines
After Sales Service Konzeptes für Europa. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fand eine Sitzung des
Vergütungsausschuss statt. Schwerpunkt der Sitzung im März 2023 war die Feststellung über die
Zielerreichung des Vorstands im Jahr 2022 als Basis für den variablen Vergütungsanteil, sowie die
Festsetzung der Ziele für das Jahr 2023.
Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der RATH AG zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht des Vorstands, sowie der
Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2023 nach IFRS und der Konzernlagebericht des Vorstands
sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung vom 2. Juni 2023 als
Abschlussprüfer gewählten PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wien, geprüft und mit dem
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat
das Ergebnis der Abschlussprüfung in der Sitzung vom 3. April 2024 unter Einbeziehung der
Abschlussprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses empfohlen. Mit
Beschluss vom 3. April 2024 hat der Aufsichtsrat den Konzernjahresabschluss zustimmend zur Kenntnis
genommen. Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen gemäß § 96 AktG, sowie den Corporate-Governance-
Bericht geprüft und den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist;
ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Gewinnverteilungsvorschlag geprüft und ihm
seine Zustimmung erteilt. Die vorgenommenen Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis
keinen Anlass zu Beanstandungen gegebe
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
44 | BERICHT DES AUFSICHTSRATS
WIEN, 3. April 2024
Mag. Stefan Ehrlich-Adam
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Mag. Stefan Ehrlich-Adám
Vorsitzender des Aufsichtsrats
JAHRESABSCHLUSS RATH AKTIENGESELLSCHAFT
ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
GEMÄSS §124 (1) Z 3 BÖRSENGESETZ
ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER | 45
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS) in der Europäischen Union (EU) aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022
ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der
Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage
des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten
beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit dem österreichischen Unternehmens-
gesetzbuch (UGB) aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 des Mutterunternehmens ein
möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der
Lagebericht zum 31. Dezember 2023 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des
Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das
Unternehmen ausgesetzt ist.
Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2023 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise
Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.
WIEN, 03. April 2024
Andreas Pfneiszl e.h.
Vorstandsmitglied
DI Ingo Gruber e.h.
Vorstandsmitglied
Mag Alexandra Rester.
Vorstandsmitglied
WWW. RA TH-G ROU P.C OM